Agnostic Front

Die New Yorker Musiker von Agnostic Front sind Ikonen der Hardcoreszene. In den 80er Jahren spielten sie schon im legendären CBGB's Club, jetzt sind die Fünf den ganzen Sommer durch Europa getourt und machten am 30. August 2014 endlich ganz in der Nähe Halt – nämlich im Underground in Köln. Unterwegs war die Band mit ihrem vor Kraft strotzendem Album „My Life My Way“. Eine der besten Platten der Bandgeschichte. Die Musiker sollte man sich live anschauen, denn trotz ihres Alters hauen sie ihr Publikum noch immer mit ihrer Power um.


[ruhr-guide] Agnostic Front machen schon lange Musik, genauer gesagt seit 31 Jahren, denn die Band wurde 1983 gegründet. Agnostic Front live in KölnViele von euch sind also vielleicht sogar mit der Musik der Fünf aufgewachsen. Trotz der vielen Jahre, die sie auf dem Buckel haben, drehen die Hardcore-Ikonen aus New York auf der Bühne richtig auf. Bei der Show wird kein Bein still stehen, ehe man sich versieht befindet man sich im Auge des Moshpits. Gespielt werden Songs aus ihrem zehnten Studioalbum „My Life My Way“. Die Scheibe hat wirklich viel zu bieten: gewohnt kritische Lyrics, eine Menge Mosh-Parts und Gangshouts. Die Platte knallt von Anfang bis Ende. Es schreit förmlich danach live performt und gefeiert zu werden.

Agnostic Front Nachbericht

Da war ganz schön was los im Underground in Köln. Agnostic Front haben am Freitag, dem 29. August, derartig den Laden auseinander genommen. Aber erst mal von Vorne:

Schon vor dem Einlass um 19.30 Uhr stand eine riesige Schlange vor den Türen des Clubs. Wer noch eine der wenigen Restkarten an der Abendkasse ergattern konnte, durfte sich glücklich schätzen dabei zu sein. Nach einer kurzen Verzögerung stand die Vorband City to City auf der Bühne. Die Jungs aus dem Ruhrgebiet gaben auf der kleinen Stage alles was sie bieten konnten. Der feine Hardcore-Sound sollte eigentlich das Publikum zum bewegen animieren, doch außer ein bisschen Kopfnicken regte sich nichts. Schade! Es lag definitiv nicht an der Band, denn diese Bewegungslosigkeit lässt sich am besten als „die Ruhe vor dem Sturm“ beschreiben.

Was anschließend bei dem Haupt-Act passieren sollte war genau das Gegenteil. Agnostic Front betraten die Bühne, das erste tiefe Gitarrenriff wurde angestimmt, Shouter Roger Miret betrat zuletzt den Raum und von diesem Zeitpunkt an wurde der komplette Club zum Pit. Es wurde in einer Tour gepogt, gesprungen, Crowd gesurft und gegrölt. Ein gelungener Abend für alle Fans!


Nicht nur Musik sondern eine Lebenseinstellung

Die Band ist ihrer Musik all die Jahre treu geblieben. Nach der etwa fünf jährigen Pause in den 90er Jahren haben sie mit dem Album „Something’s Gotta Give“ ein tolles Comeback hingelegt. Der schnelle, aggressive und harte Sound von Agnostic Front ist erhalten geblieben und auch die Texte sind bis heute nicht weniger kritisch formuliert und beschäftigen sich mit den Themen Toleranz, Gleichberechtigung und mit dem Überleben im rauen New Yorker Stadtteil Brooklyn. Einige Textpassagen haben in der Vergangenheit für einige Kontroversen gesorgt, so wurde der Band in älteren Songs unterstellt sie würden eine Anti-Sozialstaat-Massage propagieren. Natürlich merkt man den Texten den Einfluss der Linken- sowie der Punkszene an, aber die Hardcore-Ikonen leben ihre Musik. Es ist für sie nicht nur Gehabe sondern ihre Lebenseinstellung. So engagiert sich die Band für den Tierschutz und machte bei einer PETA2-Kampange gegen Massentierhaltung mit.

Einflussreichtum und Vorbildfunktion

Anfang der 80er Jahre prägte Agnostic Front die New Yorker Hardcore-Szene stark. Die Band hatte großen Einfluss auf viele bekannte Hardcore- und Metalcore-Musiker. So waren sie unter anderem das Vorbild für die Band Sick of it All. Sie standen in dem berühmten New Yorker Club CBGB auf der Bühne und nahmen dort sogar zahlreiche Livealben auf. Die Songs „Gotta Go“ aus dem Jahr 1998 und „For my Familiy“ vom 2007 erschienenen Album „Warriors“ werden im Übrigen heute noch in Clubs gespielt und ebenso vom jüngeren Publikum gefeiert wie aktuelle Hits angesagter Hardcore-/Metalcore-Bands. Also lasst euch diese Chance nicht entgehen diese Ikonen live zu sehen, kauft euch eine Karte für den 30.08.2014 und kommt ins Underground in Köln.

Agnostic Front
+ City to City
Samstag, 30.08.2014
Einlass 19.30 Uhr
Beginn 20.00 Uhr

Kartenvorverkauf: 17,00 Euro [zzgl. Geb.]

Underground Colongne

Vogelsanger Str. 200
50825 Köln

Foto: B&M Concerts

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