Deep Purple & Orchester

Rock und Klassik scheint ein Gegensatz zu sein, der sich auf geheimnisvolle Weise magisch anzieht. Bereits Bands wie Metallica, Pink Floyd und Yes ließen Metal und Progressive Rock frontal auf ein Symphonieorchester treffen. Das neue Klangbild, das sich daraus ergab, war ungewöhnlich aber beeindruckend. Zwar wird es bei Deep Purple keine Zugabe vom legendären Werk "Concerto for Group and Orchestra" geben, doch touren sie 2011 mit klassischer Unterstützung durch Deutschland!


Archiv: 01.07.2011 [ruhr-guide] Rund elf Jahre nach dem letztenDeep Purple Foto: Hammerl Kommunikation Auftritt mit orchestraler Begleitung in Deutschland sind sie zurück – Deep Purple, Urgesteine des Rocks und ehemals lauteste Band der Welt. Am 20. Juli 2011 kommen die Rocker um Sänger Ian Gillan mit einem 50-köpfigen Orchester ins Amphitheater Gelsenkirchen, um zu beweisen, wie perfekt Hardrock und Klassik miteinander harmonieren können. Das Orchester, das mit Streichern, Holz- und Blechbläsern aufwartet, wird dabei klanglich nicht hinter der Band zurückstehen. In 43 Jahren Bandgeschichte inklusive Trennung und Reunion ist die Auswahl der Titel natürlich groß. Deep Purple und das Orchester kündigten an, sowohl Klassiker wie das unvergessene "Smoke on the Water" als auch nur Insidern bekannte Raritäten zu spielen.


Pioniere im Stilwechsel

Wussten Deep Purple damals mit ihrem Debutalbum "Shades of Deep Purple" die eher noch an den Beatles orientierte Musikszene mit den Grundzügen des späteren Hardrocks zu verblüffen, überraschten sie schon im 1969 erschienenen zwölfminütigen "April" mit einer Verbindung zur Klassik hin. Jon Lord, bis 2002 an der Hammond-Orgel, schrieb als klassisch ausgebildeter Musiker schließlich das bis heute großartige "Concerto for Group and Orchestra" und verband den Rock von Deep Purple so kunstvoll mit der Klassik der Royal Philharmonic Orchestra". Eine eher unkonventionelle aber erfolgreiche Idee, die Ende der Sechziger gar nicht einmal unpopulär war.

Die Gemeinsamkeit von Rock und Klassik

Bands wie Emerson, Lake and Palmer und Procol Harum oder später auch Metallica verbanden Klassik mit Rock. Denn trotz aller augenscheinlichen Unterschiede zwischen den beiden Musikrichtungen verbindet sie das Bombastische, das Laute und Eindringliche, welches auch bis hin zu einer Ballade abklingen kann. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dass Deep Purple, die bereits 2010 in deutschen Hallen unterwegs waren, auch mit Orchester absolut hörenswert sind, sollte den 20. Juli 2011 nutzen, um die Rockstars live im Revier zu erleben.

Special Guest: The Kordz

Kürzlich haben nun auch The Kordz bestätigt, dass sie als Special Guest das Vorprogramm der Tournee von Deep Purple & Orchester in Deutschland bilden werden. Die Band kommt ursprünglich aus dem Libanon und bringt somit exotischen Flair in die Konzerte. Eine Kombination aus Rock und traditionellen nahöstlichen Rhythmen und Melodien werden unter Garantie das Publikum anheizen und einen würdigen Auftakt für das fulminante Hauptprogramm liefern.

Deep Purple & Orchester


(sb)

Bildquelle: Hammerl Kommunikation

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