Gwar

Was anfangs als studentisches Provokations-Projekt startete, ist heute zu einer der bekanntesten Trash-Metal Bands herangewachsen. Doch die konzeptionelle Arbeit von GWAR umfasst weitaus mehr als nur Musik. Mit einer theaterähnlichen Bühnenshow, detailliert ausgearbeiteten Kostümen und diversen Spielfilmen und Comics haben sie das Herz jeden Trashliebhabers erobert.


Archiv: 07.06.2011 [ruhr-guide] Wer sie nicht kennt dem sollte gesagt sein, Gwar ist keine normale Band. Mit ihren Schaumstoff-GWAR; Bildquelle: B & M Concerts GmbHund Gummikostümen ähneln sie schon mal optisch eher einer lebensechten Ausgabe von Spielzeugfiguren, die irgendwie nicht ganz so gut drauf sind. Fäkalsprache, nachgeahmte Körperflüssigkeiten, die durch das Publikum gespritzt werden und die Darstellung von Gewalt, Sex und Drogenkonsum dienen hier als stilistisches Mittel. Im Sinne der unverfälschten Provokation schießen die selbst ernannten 'Scumdogs of The Universe' weit über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus und erreichen dadurch eine riesige Fanbase. Wo Bands wie Slipknot durch ihre Ernsthaftigkeit schnellstens an Authentizitätsverlust leiden, schafft es GWAR, durch die vollständige Übertreibung nicht aus der Rolle zu fallen. Und das scheint gar nicht so einfach, wenn man in verrückten Kostümen, die aus Dinosaurierknochen bestehen, steckt.


Die Bandgeschichte

Um GWAR besser verstehen zu können, wenn dies überhaupt möglich ist, sollte man sich die Geschichte dieser Band genauer anschauen. Leider ist auf Grund von fehlenden Quellenangaben unbekannt, ob jedes Detail der Wahrheit entspricht, jedoch erklären GWAR nach eigenen Angaben, dass sie schon seit einigen Millionen Jahren existieren und unsere Schöpfer seien, wenn man das mit der Funktion eines Samenspenders gleichsetzt. Zuerst noch als Weltraumpiraten unterwegs, wurden sie von ihrem Boss verstoßen und aus bestrafungstechnischen Gründen auf die Erde verbannt. Wahrscheinlich aus Frust, beseitigten sie hier erst einmal alle Dinosaurier. Als sie daraufhin Geschlechtsverkehr mit einigen prähistorischen Affen hatten, erschufen GWAR uns, die Menschen. Dieses einfache, aber brillante Prinzip der "Eigenherstellung" von Käufern und Fans hat sich bezahlt gemacht und scheint von unserem heutigen Rentensystem adaptiert worden zu sein.

Weitere Infos gibt es auf der völlig abgespaceten Internetseite von GWAR: gwar.net.

GWAR

22. Juni 2011
Zeche Carl
Essen

(ch)/(eh)
Bildquelle: Ruhr.Kultur.Marketing

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