Kim Wilde – Come Out and Play

Sie ist blond, sie ist mit Preisen überhäuft und ihre Karriere liest sich wie ein Märchen. Kim Wilde war eine Pop-Ikone der 80er und ihre Hits wie "Kids in America" sind noch heute auf New Wave-Samplern zu finden. Die Tochter des Rock n' Rollers Marty Wilde kam bereits mit zwanzig groß raus, doch auch 2011 ist sie mit ihrem neuen Album "Come Out and Play" aktueller denn je.


Archiv: 28.02.2011 [ruhr-guide] Sie begleitete einst den King of Kim Wilde Foto: Konzertbüro Schoneberg GmbHPop und David Bowie auf Tourneen: Kim Wilde, die sich für eine ganze Generation als Princess of Pop bezeichnen lässt, schaffte es mit einer speziellen Mischung aus Pop und Sex-Appeal zum Erfolg. Besonders in Deutschland waren die Hallen Mitte der Achtziger mehrfach ausverkauft, während in ihrer britischen Heimat kaum einer Notiz von ihr nahm. Nachdem es schließlich ruhiger um Kim Wilde geworden war, landete sie 1986 mit einer Cover-Version des Supremes-Klassikers "You Keep Me Hangin’ On" einen weiteren Mega-Erfolg und schaffte es endlich auch auf der Insel, die Leute zu überzeugen. Dass man die Pop-Lady mit dem unverwechselbaren 80er-Sound nicht abschreiben darf, zeigt sich auch heute noch. 2003 gelang es ihr, durch ein Duett mit Nena, nahtlos an frühere Erfolge anzuknüpfen und im letzten Jahr brachte sie mit "Come Out and Play" ein neues Album auf den Markt.


Pop-Prinzessin mit grünem Daumen

In der Phase, als ihre Kinder noch klein waren, Kim Wilde Foto: Konzertbüro Schoneberg GmbHerinnerte sich Kim Wilde an ihr ehemaliges Hobby. In ihrer Rolle als Mutter veröffentlichte sie ein Buch mit dem englischen Titel "Gardening with Children" und etablierte sich als ausgebildete Landschaftsgärtnerin mit TV-Sendungen und Moderationen über Gartenarbeit. Doch dabei vergaß sie ihre musikalischen Ambitionen nie. Als ein Hauch von Revival mit Klassikern aus den Achtzigern aufkam, trat sie sogleich mit "The Human League", Udo Lindenberg oder Rosenstolz auf. Das nun erschienene "Come Out and Play"-Album knüpft an die Erfolge aus der Vergangenheit an und präsentiert sich auch musikalisch als echtes Pop-Album der Achtziger.

Kim Wilde live im Pott

Die unverwechselbare Stimme Kim Wildes hat ebenso Wiedererkennungswert, wie Tempo und Stimmung der 13 Songs. Diese laden bereits ein, die CD im Auto einzulegen und vom Sommer zu träumen. Wie wenige ihrer Kollegen schafft Wilde es, auch im neuen Jahrtausend ihrem Stil treu zu bleiben und dennoch nicht bloß auf einer Welle der Retrospektive zu reiten. Für zwei Konzerte kommt die blonde Powerfrau 2011 auch ins Ruhrgebiet und ist am 27. Februar in Oberhausen und am 3. März in Dortmund anzutreffen. Ein Muss – nicht nur für die Generation der Achtzigerjahre.

Come Out and Play-Tour 2011

01.03.11 - Stuttgart, Theaterhaus (am Pragsattel)
02.03.11 - Dresden, Kulturpalast Dresden
03.03.11 - Dortmund, Westfalenhalle 3A
04.03.11 - Hamburg, CCH Congress Center


(sb)

Bildquelle: Konzertbüro Schoneberg GmbH

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