Peter Frampton: Thank You Mr. Churchill - Tour 2011

Peter Frampton ist alive und produzierte nicht nur berühmte Rockklassiker sondern ist selbst einer. In den Siebzigern bescherten ihm die Singleauskopplungen "Baby, I Love Your Way", "Do You Feel Like We Do?" und "Show Me The Way" große Welterfolge aus dem Nichts. Danach wurde es ruhig um ihn. Doch nun ist Peter Frampton zurück. Mit seinem aktuellen Album "Thank You Mr. Churchill", das autobiografische Züge trägt, beweist er, dass er rockiger denn je ist und noch lange nicht wieder im Nichts verschwunden.


Archiv: 09.03.2011 [ruhr-guide] In jungen Jahren spielte Peter Frampton Foto: Denis OPeter Frampton in diversen Bands wie etwa bei "Humble Pies" oder der Teeniegruppe "The Herd", mit der er erste beachtenswerte Erfolge verzeichnete und welche ihm den Titel "Gesicht von 1968" einbrachte. Schon zu Schulzeiten saß Frampton manchmal mit einem gewissen David Bowie in der Mensa und probte erste Songs. Potenzial für den ganz großen Wurf war also vorhanden. 1972 schlug er mit seinem ersten Album "Wind of Change" den Solopfad ein. Was folgte, war eines jener Märchen, die im Musikgeschäft für Aufsehen sorgen und dem Künstler zu einem Namen verhelfen, den niemand mehr so schnell vergisst. Peter Frampton gelang mit "Frampton Comes Alive!" ein Ausnahmealbum, welches mit Titeln wie "Do You Feel Like We Do, Baby", "I Love Your Way" und "Show Me the Way" riesige Erfolge verzeichnete. Sechsfaches Platin, zahlreiche Preise und ausverkaufte Konzerte waren die Folge.


Karriereknick und Auferstehung

Doch der Erfolg brachte Peter Frampton auch jede Menge Druck und schlaflose Nächte. Die nachfolgenden Alben schafften es nicht, an "Frampton Comes Alive!" anzuknüpfen und auch der Film "Sgt. Pepper's Lonely Heart Club Band", in dem er eine Rolle übernahm, floppte. Als er auf den Bahamas einen schweren Autounfall erlitt, schient der Tiefpunkt des ehemaligen Rockstars erreicht. In den folgenden Jahren tourt Peter Frampton mit Schulfreund David Bowie sowie Ringo Starr durch die Städte und bekommt zu spüren, dass sein Name noch immer einen Platz in den Erinnerungen der Musikwelt besitzt.

Thank You Mr. Churchill

Mit "Now" veröffentlicht er 2003 sein Peter Frampton Foto: Gregg Rotherstes Studioalbum nach neun Jahren und für das 2006 folgende Album erhält er sogar einen Grammy. Frampton war vielleicht verloren aber nicht vergessen. Dies zeigt sich auch auf seinem aktuellen Album "Thank You Mr. Churchill", das stark autobiografisch geprägt ist. Die Songs rocken, der Stil ist progressiv. Möglicherweise kam Peter Frampton noch nie so kraftvoll und abwechslungsreich daher. Mit Akustik- und E-Gitarre spielt der Brite gleichsam gefühlvolle Stücke sowie auch harte Riffs ein. Jeder Song ist individuell und geht ins Ohr.

Frapmton ist wieder da!

Selbst der Titel von Framptons Album gehört zum autobiografischen Ausdruck des Gesamtwerks. "Thank You Mr.Churchill" drückt aus, dass es seinen Vater möglicherweise nicht mehr gäbe, wenn Churchill nicht den Krieg gewonnen hätte. Der gleichnamige Track scheint als heftig rockender Opener auf der Platte beispielhaft dafür zu stehen, dass Peter Frampton kein bisschen von seinem Elan verloren hat, obwohl seine Karriere nicht nur Sonnenseiten besaß. Zum ersten Mal ist auch Sohn Julian auf einer Platte gemeinsam mit seinem Vater zu hören. Für ein Konzert kommt Peter Frampton nun auch ins Ruhrgebiet. Er kam aus dem Nichts, er ging ins Nichts. Doch nun ist er wieder alive – kraftvoll, laut und überzeugend.

Thank You Mr. Churchill - Tour 2011


(sb)

Bildquellen:
Denis O'Regan
Gregg Roth

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