Wecker und Wader gemeinsam auf Tour

Nach siebenjähriger Pause ist das berühmte Musiker-Duo in diesem Jahr wieder zurück auf den großen Bühnen: Konstantin Wecker und Hannes Wader, zwei sehr verschiedene Protagonisten der klassischen Liedermacher-Szene, die doch so viele Ähnlichkeiten haben und wahre Größen in ihrem Genre sind. Nach ihrem viel gelobten Comeback und dem neuen gemeinsamen Album "Kein Ende in Sicht" setzen sie ihre Tournee nun im Sommer 2011 fort.

Archiv: 06.12.2010 [ruhr-guide] Die Nachfrage nach ihren Konzerten Wecker und Wader Konzert Foto: Thomas Karstenim Sommer war so groß, dass das Duo beschloss, weitere Termine für das folgende Jahr festzulegen. Presse sowie Zuschauer zeigten sich begeistert von der Rückkehr Weckers und Waders, die 2000 das erste Mal gemeinsam auftraten. Das erste Gastspiel 2011 wird dabei im Juni im Ruhrgebiet, genauer gesagt in Gelsenkirchen, stattfinden. Mit ihren Grundprinzipien von Frieden, sozialem Zusammenhalt und politischem Engagement möchten sie die Menschen in der Emscher-Lippe-Halle zusammenführen und mit einem weiteren poetischen Liederabend begeistern. Ihre Songs, die stets eine ganz eigene Dynamik entwickeln und die Lust an der Musik widerspiegeln, werden dabei von einer hochkarätigen Band inszeniert. Jo Barnikel übernimmt das Klavier, der dänische Gitarrist Nils Tuxen wird die Saiten bearbeiten und der afghanische Perkussionist Hakim Ludin rundet das Klangerlebnis ab.


Seelenverwandte aus Nord und Süd

So verschieden die beiden Künstler auch sind, es eint sie auch eine ganze Menge. Mit ihren Texten rütteln sie auf, bekämpfen ein Mainstream-Image mit Poesie und Herz und leben den Traum von einer Welt, in der noch oder wieder alles in Ordnung ist. Ihr Lied "Guttiland" aus dem aktuellen Album "Kein Ende in Sicht" richtet sich beispielsweise eindeutig gegen Krieg und Verbrechen. Was den Besucher im kommenden Jahr erwartet? Mit Sicherheit ein energiegeladener und gleichzeitig melancholischer und stimmungsvoller Abend, der weit mehr zu bieten hat als einen Mix aus zwei Solokonzerten. Die beiden trauen sich, "was keiner wagt" und haben auch Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen nichts von ihrer besonderen Ausstrahlung verloren.

Musikgeschichte im Revier

Nun wollen der sozial engagierte und mitunter auch recht amüsante Wecker und der eher zurückhaltende Wader im Sommer auch nach Gelsenkirchen in die Emscher-Lippe-Halle kommen und werden das Eis, das dort von September bis März die Vorherrschaft übernimmt, zu brechen wissen. Mit menschlicher Wärme, gefühlvoller Musik und dem Status zu den ganz großen und prägenden Figuren in der deutschen Musikgeschichte zu gehören. Dabei werden sich die älteren Generationen an die vergangenen Erfolge der Beiden erinnern und die Jüngeren etwas vom Flair der poetischen Rebellen und ihren Ideen zu spüren bekommen – vielleicht einmal eine interessante Abwechslung zu den täglichen Charts. Wie es mit dem Erfolgsduo wohl weitergeht? Es ist kein Ende in Sicht.

"Kein Ende in Sicht"-Tour 2011



(sb)

Bildquelle: Thomas Karsten

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