Loveparade 2007 in Essen

Die erste Loveparade im Ruhrgebiet ist Geschichte, die größte Party der Welt hat ihre Premiere im Revier mit über 1 Million Besucher geschafft! Und bis spät in die Nacht strömten die Fans der Technoparty nach Essen. Das Motto "Love is everywhere" wurde noch bis Sonntagabend in den Clubs, Discos und Off-Locations in der gesamten Region praktiziert. Pech nur für diejenigen, die mit dem ÖPNV unterwegs waren, denn in und um Essen herrschte Stillstand bei Bussen und Bahnen!


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Archiv: 15.10.2009 [ruhr-guide] War das ein Spektakel! Jetzt ist sie angekommen in ihrer neuen Loveparade 2007 in EssenHeimat, die "Loveparade Metropole Ruhr 2007-2011", so der offizielle Titel der Megaparty. So ein buntes Partyvolk hat die zukünftige Kulturhauptstadt bislang wohl noch nicht gesehen. Und überhaupt: Der Raver im Ruhrgebiet ist zwischen 10 und 80 - Familienfest mit lauter Musik! Menschen mit bunten Haaren, in schrillen Klamotten oder beinahe gar keiner Kleidung, mit Plüschhühnern auf dem Kopf, Flokatis an den Füßen, Bauarbeiterwesten und sogar die Trillerpfeife dürfen auch im Ruhrgebiet nicht fehlen: Alles wie gehabt, nur jetzt bei uns!

Größer und anders im Revier

Die Loveparade hat also zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Hauptstadt verlassen und das Ruhrgebiet zur Hauptstadt der Jugend- und Clubkultur gemacht. Seit Donnerstag wurde in den Loveparade 2007: Berliner Platz in EssenClubs und Discos der Region gefeiert, DJs aus der ganzen Welt legten auf und präsentierten alle Facetten der elektronischen Tanzmusik. Im Rahmen dieses Wochenendes, das bis zum Sonntag das Ruhrgebiet in eine einzige Partyzone verwandelte, stellte die Loveparade in Essen mit ihren 27 Floats den Höhepunkt dar. Durch die mit Berlin verglichene sehr enge Strecke war man als Besucher ganz nah dran an den großen Trucks, wegen des gleichzeitig stattfindenden Bühnenprogramms auf dem Berliner Platz geriet die eigentliche Parade aber beinahe zum Nebenschauplatz. Denn auf dem Gelände am Colosseum Theater haben seit dem frühen Nachmittag Live Acts wie Kosheen und DJs wie die Disco Boys oder Marusha, umringt von den PRO7-Popstars-Tänzern, für Partylaune gesorgt. Zum krönenden Abschluss brachten an der imaginären Siegessäule und vor der beeindruckenden Innenstadtbaustelle mit ihren vielen Baukränen u. a. Chris Liebing, Booka Shade, die Ruhrstädter Moguai, Phil Fuldner und ATB, Bad Boy Bill sowie die Blue Man Group mit einer kurzen, aber beachtlichen Performance Marusha auf der Loveparade 2007 in Essendie Menschenmenge zum Tanzen. Mit Einbruch der Dunkelheit entfaltete dann auch die riesige Multimedia- monsterbühne mit ihren fahrbaren LED-Wänden und überdimensionalen Scheinwerfern ihr ganzes Können und wer dabei war oder die Bilder live im TV gesehen hat, weiß jetzt: Das Ruhrgebiet kann mächtig feiern! Dass die Loveparade nach wie vor doch auch Westbams Party ist, zeigte sich dann ab 22:30 Uhr, als Deutschlands Techno-Urgestein die schwarzen Scheiben schwang und sich zum Finale mit seiner Loveparade-Hymne "Love is everywhere" feiern ließ.

Was bleibt? In erster Linie sehr sehr viel Müll. All diejenigen, die leichtsinnig mit offenem Schuhwerk zur Loveparade kamen, hatten wohl am meisten mit den am Boden liegenden Abschlusskundgebung der Loveparade 2007. Foto: OptixxGlasflaschen und Scherben zu kämpfen. Darüber hinaus wurde die Musik allzu oft vom Getöse der am Himmel kreisenden Hubschrauber übertönt, die ohrenbetäubende Lautstärke der außerdem permanent und von überall zu hörenden Krankenwagen- sirenen ließ sich dagegen wohl eher weniger vermeiden.
Auch waren An- und Abreise mit Bussen und Bahnen auch nur aus den Nachbarstädten eine Zumutung. Dadurch, dass immer mehr Besucher auch noch am Abend am Essener Hauptbahnhof ankamen, wurde dieser für Abreisende über einen längeren Zeitraum gesperrt und Menschenmassen standen bei beinahe nicht mehr vorhandener Luft eingepfercht in den engen Gängen und auf den Treppen zu den Gleisen.

Loveparade 2008 in Dortmund

Jetzt ist es amtlich: Im nächsten Jahr zieht der Technozug durch Dortmund, wahrscheinlich am dritten oder vierten Juli-Wochenende. Als Strecke wird ein Weg über den nördlichen Wall zum U-Turm heiß gehandelt.

(sl)

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