Pop Art goes Britain

Die Anfänge der Pop Art mal anders präsentiert! Kunst muss nicht immer leise sein: Mit Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band und vielen weiteren lässt sich diese Ausstellung nicht nur schön ansehen, sondern reist mit seinen Besuchern auch Musik-thematisch in der Zeit zurück. Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen bietet zahlreiche Werke der originalen British Pop Art aus der Sammlung Heinz Beck und zeigt interessante Einblicke in die englische Seite der beliebten Kunstbewegung.

Werk Eduardo Paolozzis, Bild: © Trustees of the Paolozzi Foundation [ruhr-guide] Pop Art – die eigentlich aus den U.S.A. bekannte Kunstrichtung – findet seine Anfänge in den frühen 50er Jahren interessanterweise in England. Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, die weniger bekannte Seite der Pop Art in Szene zu setzen. Wo die meisten Menschen an Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Keith Haring denken, möchte Dr. Christine Vogt, Direktorin des Museums, besonders britische Pioniere der Pop Art, wie Eduardo Paolozzi, Richard Hamilton und Peter Blake hervorheben. Dies geschieht jedoch nicht nur durch die Präsentation von visuellen Werken, es wird auch ein „Soundwalk“ angeboten, der aus 27 Pop-Songs der 50er bis 70er Jahre besteht und die einzelnen Kunstwerke musikalisch untermalt. Vom 27. Januar bis zum 12. Mai 2019 können Besucher die Werke aus der Sammlung Heinz Beck in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen bestaunen.

„Kunst für Alle“

Dies ist der Slogan, der sich wie ein roter Faden durch die Richtung der British Pop Art zieht, die Ludwiggalerie greift dieses Thema besonders gekonnt auf: In Rundgängen auf drei Etagen Lips (1970), Bild: © Michael English werden die verschiedensten Ausprägungen der Alltagskunst gezeigt. Ob nun ein bemaltes Keramik-Service, Collagen aus Magazin-Ausschnitten, oder die berühmten Plattencover der Beatles – alles wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu Kunst und jeder konnte sich diese ins Wohnzimmer holen. Thematiken wie „This is (/was) tomorrow“, „Kommerzialisierung in der Nachkriegszeit“ und „Sex Sells“ wurden erstmals in der Kunst reflektiert und aufgegriffen, all dies kann auf Schloss Oberhausen erlebt werden.

Auch lassen sich einige bekannte Gesichter erkennen: darunter Marilyn Monroe, Liz Taylor und natürlich die Beatles. Es zeigen sich die Zusammenhänge und Unterschiede der Trends, Vorstellungen und Obsessionen von damals und heute: Besonders interessant ist zum Beispiel die Dokumentation des in über 50 Jahren erreichten Fortschritts unter dem Thema „This is (/was) tomorrow“.

Plattencover The Beatles, Bild: © Apple Corps. Ltd.

Volles Programm

Diese Ausstellung bietet jedoch nicht nur schöne Kunstwerke und beliebte Pop-Songs, sie überzeugt auch durch ein ansprechendes Besucherprogramm. Besondere künstlerische Leckerbissen hält das Museum für Beatles-Fans bereit: Am 15. Februar um 19 Uhr gastiert das Theater Oberhausen in der Ludwiggalerie mit „Lennon“ und am 30. März um 15 Uhr können sich Interessierte durch den Vortrag „Pop Art für Alle – Sgt. Pepper, das Weiße Album und andere Plattencoverdesigns von Peter Blake bis Richard Hamilton“ über die berühmt Kunst auf den Plattenhüllen der Kult-Band informieren. Auch jüngere Gäste können sich an die Pop Art herantasten: Auf dem Pop Art *Family Event am 24. März von 15 bis 17 Uhr lernen Jung und Alt über die Kunstform und können dabei eigene Werke kreieren. Außerdem werden monatlich Kuratorinnenführungen mit Direktorin Dr. Christine Vogt für besonders Interessierte angeboten.

Wer sich die Ausstellung gern mit nach Hause nehmen möchte, kann im Museumsshop einen der liebevoll gestalteten Kataloge erstehen, in welchem die British Pop Art noch einmal aufgegriffen wird und jedes der ausgestellten Werke wiedergefunden werden kann. Auf 218 Seiten wird die geballte Kraft der British Pop Art zusammengefasst.

BRITISH POP ART

27. Januar bis 12. Mai 2019

Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen

Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr

Eintritt: 8 Euro / 4 Euro ermäßigt. (Kinder bis 6 Jahre: Freier Eintritt)
Soundwalk: 3 Euro
British Pop Art Katalog: 29,80 Euro

Kuratorinnenführung:
Sonntag, 10.02.2019, 17.03.2019, 14.04.2019, 05.05.2019, jeweils 15 Uhr

Bild 1: © Trustees of the Paolozzi Foundation
Bild 2: © Michael English
Bild 3: © Apple Corps. Ltd.

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