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Historischer Stadtkern und Altstadt Langenberg

Genau genommen ist Langenberg natürlich kein Teil des Ruhrgebiets sondern gehört zum Kreis Mettmann und somit zum Rheinland. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Langenberg eine der schönsten historischen Altstädte der Region hat und unbedingt einen Besuch wert ist. Nur wenige Autominuten von Essen oder Hattingen entfernt, hat der Ortsteil von Velbert mehr zu bieten, als nur den bekannten Fernsehsender.


[ruhr-guide] Langenberg kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und wurde schon im Jahr 1220 erstmals urkundlich erwähnt. Obwohl hier der Boden nur wenige Erträge brachte,Die wunderschöne Altstadt Langenberg bei Velbert entwickelte sich der Ort aufgrund seiner strategischen Lage bald zum Handelszentrum. Da Langenberg am Zusammenfluss zweier Bäche, des Deilbach und des Hardenberger Baches, liegt, wurden diese Wasserläufe später zur Energiegewinnung genutzt und es entwickelte sich eine florierende Kleinindustrie mit diversen Papier- oder Ölmühlen. Besonders aber die Tuchindustrie führte zu Reichtum und Vermögen des Ortes. Im Jahr 1831 erhielt Langenberg die Stadtrechte.

Obwohl Langenberg den zweiten Weltkrieg nicht unbeschadet überstanden hat, war hier die Zerstörung wesentlich geringer als in anderen Städten der Region, was sich unschwer am sehr gut erhaltenen Stadtbild ablesen lässt. Mitte der 70er Jahre endete dann die Freiheit der Stadt Langenberg und wie so viel Städte wurde sie eingemeindet. Seitdem heißt es also korrekt Velbert-Langenberg.

Ein pittoreskes Stadtbild

Heute ist die Altstadt geprägt Langenberg hat eine der schönsten historischen Altstädte der Regionvon alten Fachwerkhäuschen mit Schieferfassaden. Malerische, verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster schlängeln sich den Hang hinunter, kleine Treppen hier und dort, während der Deilbach und der Hardenberger Bach mitten durch den Ort fließen und dem Ort den Titel "Venedig des Nordens" eingebracht hat. Ein Auge sollte der Besucher auch auf die häufig verzierten Haustüren und Sprossenfenster haben. Besonders sehenswert ist die alte evangelische Pfarrkirche im bergischen Stil mit ihrer geschnitzten Kanzel. Die so genannte Neue Kirche im spätgotischen Stil mit ihrer besonders eindrucksvollen Dachkonstruktion steht heute unter Denkmalschutz und wird als Eventkirche genutzt. Erbaut wurde sie im Jahr 1877 vom Baumeister des Berliner Doms, dem Architekten Julius Carl Raschdorff.

Bücherstadt Langenberg

Einen besonderen Namen hat sich Langenberg in den letzten Jahren als Bücherstadt gemacht.Das Seidenweber-Denkmal in der Langenberger Altstadt Neben den vielen kleinen Geschäften die zum Bummeln einladen, kann alleine in sieben Antiquariaten und Buchhandlungen gestöbert werden. In manchen Antiquariaten können Sie sogar an den Wochenenden schmökern. Besonders rund um den Marktplatz laden anschließend Eisdielen, Biergärten und Restaurants zum Verweilen ein.

Der Sender Langenberg

Neben der pittoresken Altstadt und der hohen Dichte an Buchhandlungen ist Langenberg besonders für den allgegenwärtigen Sender bekannt. Auf dem 245 Meter hohen Hordtberg wurde schon 1927 der erste Sendemast errichtet. Heute ragt die Sendeantenne mit einer Höhe von 303 Metern hoch über der Stadt auf. Gesendet wird hier das Rundfunk und Fernsehprogramm der Region.

Aber nicht nur ein Aufstieg zum Sender und die zahlreichen Spazierwege auf dem Hordtberg bieten sich beim Besuch von Langenberg an: Langenberg ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in die Elfringhauser Schweiz. Folgt man zum Beispiel dem Deilbach aufwärts, laden die Hügel des Windrather Tals zum Wandern und Entspannen ein. Auch die Wanderregion um den Bergerhof ist von hier aus schnell zu erreichen. Oder Sie planen einfach eine Wandertour rund um den Sender Langenberg.

Historischer Stadtkern Langenberg

42555 Velbert

Anfahrt:
A52 Abf. Essen-Bergerhausen (30) auf B227/Ruhrallee Richtg Essen, rechts Nierenhofer Str. Richtg Langenberg, rechts L439/Kohlenstr., in Langenberg weiter auf L924/Bonsfelder Str., rechts auf Froweinplatz/Kamper Str.


(pj)

Fotos: Volker Düll; Celine Bucksteg; Stadt Velbert