Besucher-Bergwerk Kleinenbremen

Glück auf! Das Besucher-Bergwerk Kleinenbremen lockt mit einer fast über 200 Jahre alten Geschichte. Erfahrene Bergführer begleiten die Besucher in die ehemalige Eisenerzgrube Wohlverwahrt und erzählen von der harten Arbeit Untertage. Für mehr Hintergrundwissen ist ein Abstecher zum Betriebsgebäude des Bergwerks zu empfehlen. Dort befindet sich inzwischen ein Museum mit zahlreichen Informationen rund um die Kumpel von Kleinenbremen.

Besucher-Bergwerk Kleinenbremen, Foto: Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen gGmbH, Thomas Weber [ruhr-guide] Bereits am 15. Juni 1835 stellte Johann Dinnendahl den Antrag für eine Abbaugenehmingung zwischen Kleinenbremen und Hausberge mit dem Namen Wohlverwahrt. Tatsächlich musste damals zunächst das königliche Oberbergamt in Dortmund dem Eisensteinabbau zustimmen. Und auch wenn dies in Anbetracht der deutschen Vorliebe für langwierige Behördengänge relativ schnell der Fall war, wurde erst 48 Jahre später im Jahr 1883 der erste Spatenhieb gesetzt. In den folgenden Jahren wurde mit kurzer Unterbrechung erfolgreich Eisenerz abgebaut sowohl im Tage- als auch im Tiefbau. Nach einer Verbindung mit der Grube Nammen wurde 1957 der Betrieb auf der Wohlverwahrt eingestellt. Hauptgrund dafür war, dass Erzförderung nicht mehr den wirtschaftlichen Erfolg von früher einbrachte. Am 18. Mai 1988 wurde dann schließlich das Besucher-Bergwerk Kleinenbremen eröffnet und für Interessierte zugänglich gemacht.

Blaue Lagune, Foto: Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen gGmbH, Thomas Weber

Auf'm Pütt

Die Führung durch die Grube Wohlverwahrt fängt im historischen Betriebsgebäude an, welches inzwischen als Herberge des Museums fungiert. Von dort werden die Besucher von einem erfahrenen Bergführer etwa 200 Meter durch den alten Steinbruch geleitet. Dabei geht es vorbei am Brecherturm bis hin zum Stolleneingang, der auch "Fuchsbau" genannt wird. Flächendeckende Abbaufelder mit Stützpfeilern bieten ein beeindruckendes Bild auf dem Weg in die Weiten der Grube. Die Grubenbahn führt Sie tiefer in die geheimnisvolle Welt Untertage, die vor vielen Jahren Bergleuten als Arbeitsplatz diente. Ein Highlight der Grube Wohlverwahrt ist die sogenannte blaue Lagune. Ca. 1,6 Millionen m³ Wasser haben sich hier angesammelt und bilden, umgeben von den dunklen Grubenwänden eine spektakuläre Kulisse. Auch über Tage können Besucher Zeugen der Überbleibsel des geschäftigen Treibens, was in Kleinenbremen einmal herrschte, werden. Der Erz- und Kalksteinabbau aus dem 20. Jahrhundert hat auch über Tage seine Spuren hinterlassen.

Bergbau und Erdgeschichte

Das Museum im historischen Betriebsgebäude der Grube verfügt über zwei Abteilungen. Auf der Station Bergbau erwartet die Besucher eine Fotogalerie, die sich der Geschichte der Montanindustrie in der Region Porta Westfalica widmet. Zudem sorgen interaktive Modelle, umfassende Sammlungen und Maschinerien wie die Jugendklaue im Originalzustand für ein authentisches Bergbauerlebnis. In der erdgeschichtlichen Abteilung können Sie Fossilien vom Karbon bis zum Quartär bestaunen. Die Ausstellung beinhaltet unter anderem eine Nachbildung des zweitgrößten Ammoniten der je gefunden wurde sowie einen Außenbereich mit museumseigenen Steinbruch und Gesteinsgarten. Das Besucher-Bergwerk Kleinenbremen bietet seinen Besuchern ein umfassendes Bergbauerlebnis und haucht der stillgelegten Grube wieder Leben ein.

Besucher-Bergwerk Kleinenbremen

Rintelner Str. 396
32457 Porta Westfalica

Öffnungszeiten:
November bis Februar:
Samstag & Sonntag
März bis Oktober:
Dienstag bis Donnerstag sowie Samstag und Sonntag
Montag und Freitag sind Ruhetage
An NRW-Feiertagen geöffnet
10-16 Uhr
Einfahrten ins Besucher-Bergwerk
11.30, 13.00, 14.30 Uhr

Preise Museum und Museum plus Bergwerk:
Erwachsene: 4,50 / 9,50 Euro Kinder, Studenten, Menschen mit Behinderung: 2,50 / 6,00 Euro
Kinder bis 5 Jahre: frei
Familienkarte: 11,50 / 25,00 Euro
(Stand: März 2019, alle Angaben ohne Gewähr)

Weitere Infos unter www.bb-mk.de

Fotos: Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen GmbH, Thomas Weber

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