Das Geleucht von Moers

Was nach einer gewöhnlichen Lampe klingen mag, ist in Wahrheit das größte Montankunstwerk der Welt. Mitten im Ruhrgebiet auf der Halde ist das Moerser Geleucht mit begehbarer Grubenlampe vorzufinden und versetzt die Besucher ins Staunen. Sowohl die beeindruckende Ansicht des kolossalen Lichtturms, als auch die dahinterliegende rustikale Industriekulisse lockt die Touristen aus nah und fern an.


[ruhr-guide] Auf der Halde Rheinpreussen in Moers-Meerbeck entwarf der Das Geleucht Moers / Foto: Stadt Moers Künstler Otto Piene den, an Berühmtheit immer mehr zunehmenden, Lichtturm. Dieser wird mit einer Höhe von 122,60 Meter als größtes Montankunst- werk weltweit betitelt und gilt zusätzlich als bekannteste Land- marke der Industriekultur. Besonders fesselnd ist das Geleucht aufgrund der Schatten-und Lichteffekte durch eine sprunghafte Beleuchtung. Das Überbleibsel des Industriegebietes wurde 2007 durch die künstlerische Begabung von Otto Piene zum Leben erweckt und gilt nun als heißbegehrter Hotspot. Dank des Gesamtkunstwerkes wächst das touristische Interesse an der nordrhein-westfälischen Montanindustrie.

Fuchsrote Nostalgie

Ein außergewöhnliches Konzept lässt nicht lange darauf Das Geleucht bei Nacht / Foto: Stadt Moers warten, bis die ersten Anstürme der Besucher los- gehen. Doch was macht einen Licht- turm so besonders? Dies lässt sich ganz simpel erläutern. Das begehbare Geleucht erweckt ein Nostalgiegefühl bei allen Hüttengenerationen. Und zwar nutzte Otto Piene das Zusam- menspiel des natürlichen Ambientes in Verbindung mit dem historischen kulturellen Aspekt. Der Künstler nutzte dabei die charakterisierenden Fragmente „Feuer“, „Kohle“, „Wärme“ und „Bergbau“ der industriellen Ära. Zu den Abendstunden wird die rustikale Industriekulisse, durch die Grubenlampe, in einen romantischen fuchsroten Schimmer getaucht und reißt dabei ein Ausleuchtungsfeld von über 8.000 Quadratmetern mit. Der atemberaubende und überwältigende Anblick reißt garantiert jedermann mit.

Warum gerade eine Lampe in Übergröße?

Die Geschichte hierzu ist nicht nur spannend, sondern auch heldenhaft. Denn alles begann mit einer gewöhnlichen, mittelgroßen Davy-Lampe. Im 19. Jahrhundert verdankten unzähligen Hütten,-und Bergleute der Sicherheitsleuchte ihr Leben. Licht ist nämlich für jeden Bergmann ein unverzichtbares Mittel, ohne jenes er die Arbeit nicht verrichten kann. Außerdem barg das Lichtmittel auch die Gefahr vor einer Schlagwetterexplosion, sprich einer lebensgefährlichen Explosion brennbarer Gase. Nun ist das kleine Geleucht als gigantisches Denkmal verewigt und wacht bis in die Ewigkeit über unser geliebtes Ruhrgebiet.

Mehr als nur Geleuchte

Das Stahlkonstrukt bietet nicht nur einen faszinierenden Blick Die Grubenlampe "Geleucht"/ Foto: Stadt Moers von der Aussichtsplattform, sondern verfügt eben- falls über Wanderung- en, Kinderfeste, sowie Informationstafeln zu nahegelegenen Städten, Industrie- gebieten und vielem mehr. Insbesondere die 1-3 stündige Nachtwanderung bei Vollmond ist empfehlenswert, wenn die zylinderförmige Silhouette des Geleuchtes im feuerroten Schleier erscheint. Ideal geeignet ist das Geleuchte auch als kurzer Zwischenstopp auf Radfahrten, Motorradtouren, Wanderwegen oder Joggings. Über die A2 ist die Grubenlampe nur einen Katzensprung entfernt. Die Objektbetreuung und Führung wird von Herrn Karl Brand absolviert.

Das Geleucht Moers

Die Halde liegt im Nordwesten der Stadt Moers
Gutenbergstraße. 47443 Moers
Eintritt ist frei

Beleuchtung eingeschaltet:
April-Oktober: bis 23 Uhr, November-März: bis 21 Uhr
Öffnungszeiten:
Mi, Do, Sa, So: 14-18 Uhr (April bis Oktober)
Sa, So: 13-18 Uhr (November bis März)

Fotos: Stadt Moers

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