Zeche Hannover in Bochum

Das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum im Städtedreieck Bochum, Herne und Wattenscheid liegt direkt am Königsgruber Park, einer phantastisch renaturierten Industriebrache. Ein Biergarten lädt zum Verweilen ein und Kinder lernen in der Zeche Knirps das Bergmannshandwerk kennen.


[ruhr-guide] Am Dreieck Wanne-Röhlinghausen, Wattenscheid undZeche Hannover in Bochum by Annette Hudemann Bochum entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts die Zechen Königsgrube und Hannover. Die Zeche Hannover, benannt nach dem Wohnort ihres Gründers Carl Hostmann, wurde 1857 errichtet und ging 25 Jahre später in den Besitz von Alfred Krupp über. Um Wohnraum für die dringend benötigten Arbeiter zu schaffen, errichtete die Familie Krupp unter anderem 1907 die sehenswerte Gartenstadt Dahlhauser Heide - nur wenige Meter von der Zeche Hannover entfernt. Nach ihrer Überführung in die Ruhrkohle AG im Jahr 1969 endete mit der Schließung der Zeche Hannover als letzter Zeche in Bochum vier Jahre später eine lange Bergbautradition "tief im Westen, wo die Sonne verstaubt." Während die Zeche Königsgrube Mitte der 70er vollständig abgerissen wurde, blieben der Malakowturm und das Maschinenhaus der Zeche Hannover erhalten.

Wie eine Festung erbaut

Bis heute erinnert der trutzige Malakowturm eher an eine mittelalterliche BurgDer Förderturm der Zeche Hannover by Annette Hudemann als an eine ehemalige Zeche – noch beeindruckender war aber früher wohl der Anblick der zwei großen Türme bei Gründung der Zeche. Sehr imposant wirkt auch die ehemalige Fördermaschine im Maschinenhaus. Die Zeche Hannover gehört heute zum Westfälischen Industriemuseum und kann samstags und sonntags von Mai bis Oktober besichtigt werden. Für Gruppen besteht ganzjährig dienstags und samstags die Möglichkeit, eine Führung zu buchen. Regelmäßig finden auf der Zeche Hannover auch interessante Ausstellungen, Sonderführungen und Events wie z.B. das große Dampffestival statt. In der ehemaligen Gebläsehalle ist heute eine kleine Gastronomie eingezogen. Im Sommer lädt ein Biergarten zum Verweilen ein und im Winter finden hier interessante Events statt.

Die Zeche Knirps

2001 wurde auf dem Gelände die Zeche Knirps "geteuft", eine Lehr- und SpielzecheZeche Knirps auf der Zeche Hannover by Torsten Janfeld für Kinder mit eigenem Stollen "untertage". Für Schulklassen und Gruppen zwischen 10 und 25 Kindern von 6 bis 12 Jahren hält die Zeche Hannover in der Zeche Knirps spannende museumspädagogische Angebote bereit. Hier haben Kinder die Möglichkeit, spielerisch die Arbeitswelt eines Bergmanns zu erfahren, Kies statt Kohle zu fördern und sie können auch mit Helm und Bergmannskluft zünftig ausgestattet werden.

Sehenswerter Park auf ehemaliger Industriebrache

Auf dem Gebiet der angrenzenden Zeche Königsgrube entstand ein großer wildwachsender Park mit Teichen und einem Modellflugplatz, der zum Spazieren gehen einlädt. Daneben bietet ein biologischer Lehrpfad einen Einblick in den Wandel der Kulturlandschaft im Ruhrgebiet. Der Park ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und eine kleine, begrünte Halde bietet einen schönen Rundumblick.

Tipp: Wählen Sie die Anfahrt über die Dahlhauserstraße in Bochum. So finden Sie nicht nur ausreichenden Parkraum, sondern können auch die Bergarbeitersiedlung Dahlhauser Heide besuchen.

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum

Günningfelder Str. 251
44793 Bochum-Hordel
Tel: 0234 6100874

Öffnungszeiten:
Museumssaison 2015 27.3. bis inklusive 1.11.:
Mittwoch–Samstag: 14–18 Uhr
Sonntags und Feiertags: 11–18 Uhr

Das Kinderbergwerk Zeche Knirps ist für Einzelbesucher während der Museumssaison geöffnet:
Samstags: 14–18 Uhr
Sonntags und Feiertags: 11–18 Uhr
Angemeldete Gruppen können mit Führung das Kinderbergwerk Zeche Knirps ganzjährig Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr und Samstags 9–14 Uhr besuchen.
Angemeldete Führungen und museumspädagogische Programme sind im Museum ganzjährig Dienstag bis Sonntag 9–18 Uhr möglich.

Biergarten Zeche Hannover

April bis Oktober
Sa: 14 - 18 Uhr
So: 11 - 18 Uhr

(Stand: März 2015, Alle Angaben ohne Gewähr)

(pj)

Fotos: LWL-Industriemuseum/Annette Hudemann, Torsten Janfeld

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