Woolpower - Funktionswäsche aus Merinowolle - Testbericht

Eigentlich war ja alles klar. Seit es vernünftige Kunstfasern gab spielte die Baumwolle bei Funktionsbekleidung keine Rolle mehr. Saugten sich doch Bekleidungsstücke aus Wolle mit Schweiß voll, statt ihn zu transportieren, hingen Shirts kalt und klebrig am Körper, statt zu wärmen. Die Alternative: Funktionskleidung aus Merinowolle! Wir haben für Sie das Crewneck von Woolpower getestet.


[ruhr-guide] Baumwolle Merinowolle als Base-Layer in 200g Dichte. Foto Hemd_Blau:	Ullfrottéist natürlich weiter passé, aber seit ein paar Jahren wird Funktionswäsche aus Merinowolle auf den Markt gebracht. Funktionsbekleidung aus Merinowolle hat viele entscheidende Vorteile. Die Struktur der Wollfaser bindet mehr Luft und isoliert so sehr gut: bei Kälte wärmt die Wolle, währenden sie bei Hitze kühlt. Schweiß wird schnell abtransportiert und Merinowolle hält auch noch im feuchten Zustand warm. Ein weiterer Vorteil: Merinowolle riecht auch bei anstrengenden Touren nicht unangenehm. Die Wolle wird von australischen oder neuseeländischen Merinoschafen gewonnen, die dort starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, was hohe Ansprüche an ihr Fell stellt.

Funktionskleidung aus Merinowolle

Seite 1972 produziert die Firma Ullfrottè aus Östersund in Schweden, die nun ihre Produkte unter dem Markennamen Woolpower vertreibt, Funktionskleidung aus Merinowolle. Neben Socken, die wir hier getestet haben, produziert Ullfrotté Base-Layer und Mid-Layer, die nach dem Zwiebelschichten-Prinzip kombiniert werden, wobei die Thermowäsche mit 200g/m² Dichte die unterste Schicht bilden. Wir haben uns für Sie einmal den Woolpower Crewneck 200g/m² näher angeschaut.

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Als Baselayer wird der Crewneck direkt auf der Haut getragen und überrascht zuerst einmal durch sein sehr angenehmes und luftig-leichtes Tragegefühl. Kein Kratzen, wie man es vielleicht von einem Wollprodukt erwartet hätte. Ullfrotté Original besteht auch nicht zu 100% aus Wolle, sondern ist ein Materialmix aus zwei drittel Merinowolle und einem drittel Synthetikfasern, was die Elastizität erhöhen soll. Und elastisch ist der Crewneck in jedem Fall. Sehr überzeugend für seinen Einsatz als Thermounterwäsche ist auch der Schnitt mit dem verlängerten Rückenteil. Angenehm auch der Abschluss durch die breiten, gut sitzenden Bündchen der langen Ärmel, die als Pulswärmer dienen.

Wärmt im Winter, kühlt im Sommer

Durch die nahtlose Rundstrickung entstehen weniger Nähte, und die unvermeidbaren sind flach gehalten. So wird ein Scheuern des Rucksacks vermieden. Frottee_Luftschlingen: Foto Johanna MobergDer Woolpower Crewneck isoliert durch die vielen kleinen Frotteeschlaufen hervorragend und man hat auch bei wärmeren Temperaturen nicht das Gefühl, im eigenen Saft zu braten. Der Schweiß wird schnell abtransportiert und die Trocknungszeit ist hervorragend. Auch bei schweißtreibenden Anstrengungen riecht das Teil nicht unangenehm und ist zudem bei 60 Grad waschbar. Die Base-Layer haben ein breites Einsatzspektrum, wärmen im Winter und kühlen im Sommer, nur bei sehr warmen Temperaturen greift man lieber zu einem dünneren Shirt.

Größen: XS, S, M, L, XL, XXL, XXXL
Empfohlener Verkaufspreis: 79,90 €

Bewertung: Das Woolpower Crewneck von Ullfrotté konnte auf ganzer Linie überzeugen, es isoliert hervorragend ist hoch atmungsaktiv, trägt sich sehr angenehm und überzeugt auf ganzer Linie.

(pj)
Foto Hemd: Ullfrotté
Foto "Frottee_Luftschlingen": Johanna Moberg

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