Herrenhäuser-Radtour

Man mag es kaum glauben, aber zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel lassen sich auf einer nur 30 km langen Rundtour sechs Herrenhäuser – oder das, was von ihnen übrig ist – mit dem Rad erfahren.


[ruhr-guide] Unsere Die Zeche ZollernRadtour beginnt am kleinen Bahnhof in Dortmund- Bövinghausen. Wir verlassen den Bahnsteig über den regulären Ausgang und halten uns rechts. Die Straße führt uns in einer Linkskurve durch die wunderschöne, alte Zechensiedlung direkt auf die Zeche Zollern zu. Die alte Zechenanlage galt einst als Prestigeobjekt und ist heute ein Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus. Besonders sehenswert ist das alte Jugendstilportal der Maschinenhalle. Die angrenzende Gastronomie "Pferdestall" lädt zu einer ersten Rast ein.

Wir biegen vor der Zeche rechts ab und folgen dem roten Radwegesymbol nach wenigen Metern links bergab. Sofort darauf geht es Das Haus Dellwigwieder links an den Feldern vorbei ins Tal des Dellwiger Baches. Nachdem wir diesen in einer Senke überquert haben, geht es links durch den Wald, vorbei an einem malerischen Weiher. Wir halten uns wieder links, überqueren die Straße und fahren am Parkplatz vorbei. Rechts von uns liegt nun das Haus Dellwig. Das gut erhaltene Wasserschloss aus dem 12. Jahrhundert ist heute im Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Im Wirtschaftshof findet sich ein kleines Heimatmuseum, das von April bis Oktober immer sonntags von 10.30 bis 13.00 Uhr geöffnet ist.

Das Haus Wischlingen und der Revierpark

Unser Weg führt uns weiter geradeaus – man kann auch vor dem Schloss links fahren und stößt nach wenigen Metern wieder auf die kleine Dellwiger Straße. Hier geht's mit dem Rad immer auf der Straße bleibend vorbei an satten Wiesen, Feldern und Teichen, bis wir eine Siedlung erreichen. Hier halten wir uns auf der Heribertstraße rechts, fahren kurz vor Ende links und sofort wieder rechts auf die Hangeneystraße, dem Radzeichen in einer Linkskurve folgend. Rechts von uns liegt der Bahnhof Dormund-Marten. Hier fahren wir unter der Brücke nach rechts – am besten auf dem Fußweg – und queren sofort hinter der Unterführung die Fußgängerampel und fahren geradeaus den kleinen Weg parallel zur Bahnlinie hinein. Wir folgen Das Haus Wischlingen und der Revierparkden Radzeichen durch ein kleines Wäldchen, fahren dann rechts, überqueren den Roßbach und halten uns wieder links, immer dem Bach folgend. Der Weg führt uns unter der A45 hinweg und bald zum Wischlinger Weg. Diese überqueren wir nach schräg links und folgen dem Schild zum Haus Wischlingen. Leider sind von dem ehemaligen Rittergut Wischlingen nur noch die 1783 errichtete sehenswerte Fachwerkkapelle und einige im Gebüsch versteckte Grabsteine erhalten geblieben.

Weiter geht es links am Haus vorbei, immer zwischen Schnellstraße und dem Revierpark Wischlingen entlang. Der Park bietet sich für eine Rast an, viele Liegewiesen laden zum Picknick ein und wer es richtig sportlich mag, besucht den großen Hochseilgarten, der sich malerisch in den Wald einfügt. Wir radeln weiter und erreichen bald den kleinen See, fahren links und nach wenigen hundert Metern wieder links über die kleine Brücke, überqueren die Schnellstraße und halten uns wieder links. Weiter geht es zwischen Zubringer und Sumpfgebieten entlang, bis wir nach einer Steigung wieder auf den Wischlinger Weg stoßen. Nun fahren wir rechts bis zur Rahmer Straße, halten uns vor dem kleinen Bahnhof auf dieser nach rechts und biegen kurz darauf links in die Westhusener Straße ab. Nach 500 Metern führt uns der Radweg wieder links in den Wald und nach dem wir einen kleinen Bolzplatz passiert haben rechts hinunter, dann wieder rechts und sofort wieder links ab.

Durch den Wald zum Schloss Westhusen

Nun fahren wir Das Schloss Westhusenüber den Hof des malerisch gelegenen Forsthauses Rahm, überqueren den Nettesbach und fahren geradeaus bis zur nächsten Wegkreuzung, dann rechts, unter einer Bahnlinie hindurch und erreichen Schloss Westhusen. Das Schloss wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt, der heutige Bau stammt allerdings aus dem 17. Jahrhundert und ruht auf 350 Eichenpfählen. Heute wird die Anlage als Seniorenresidenz genutzt und kann nur von außen besichtigt werden.

Wir fahren hier links bzw. vom Schlosspark aus geradeaus bis zum Bahnübergang, dann wieder links und erreichen nach 200 Metern den Bahnhof Westerfilde. Hier geht es geradeaus über die Westerfilder Straße hinweg, immer entlang der Bahnlinie, bis wir die Bodelschwingher Straße erreichen. Hier halten wir uns links und fahren an dem sehenswerten alten Malakowturm der Zeche Westhausen vorbei. Die Zeche wurde 1872 gegründet und förderte bis 1956.

Wir fahren weiter Das Schloss Bodelschwingh geradeaus bis wir eine kleine Tankstelle erreichen. Hier halten wir uns links und fahren in die Schlossstraße und sofort wieder rechts in die Parkstraße. Wer einen fantastischen Ausblick auf Schloss Bodelschwingh genießen möchte, fährt auf der Schlossstraße wenige Meter weiter geradeaus und dann rechts in die Einfahrt. Vor uns liegt das stolze und wundervoll erhaltene Schloss, das sich allerdings in Privatbesitz befindet und nicht besichtigt werden kann. Erbaut wurde es im 13. Jahrhundert von Ritter Giselbert I. Sehr sehenswert ist auch der Vogtsturm neben dem Tor.

Unsere Radtour aber folgt der Parkstraße an der alten Kirche vorbei durch die Burgfreiheit Bodelschwingh, dann nach links um das Schloss herum, zwischen den Schrebergärten und dem Schlosspark über die Autobahnbrücke in den Wald hinein. Hier geht es sehr steil nach rechts, sofort wieder links und dann rechts über den neuen Hellweg hinweg durch die Siedlung. Anschließend fahren wir links und geradeaus in die Felder hinein. Dort, wo zur Rechten das Buschwerk aufhört und wir die Windräder erreichen, führt rechts ein kleiner Pfad im Bogen talwärts. Wer möchte, kann hier dem kleinen Weg ein paar Meter folgen und sieht bald darauf zur Rechten, versteckt im Wald, Haus Dorloh, einen alten Rittersitz, der sich ebenfalls in Privatbesitz befindet und nicht betreten werden kann.

Die Sonne auf der Halde Schwerin

Wir aber fahren durch die Felder Der Hammerkopfturm  der Zeche Eringeradeaus auf die Halde Schwerin zu, die kleine Steigung rechts hinaus und weiter rechts um die Halde herum. Hier bietet sich ein Ausflug zum "Gipfel" an, der einen fantastischen Ausblick und eine beeindruckende Sonnenuhr bietet. Nach der Umrundung der Halde halten wir uns rechts zur Bodelschwingher Straße hinunter und wieder rechts, der Straße in einem kleinen Bogen immer folgend, bis wir auf den majestätischen Hammerkopfturm mit dem keltischen Baumkreis stoßen. Hier fahren wir links und bergab durch den Park von Haus Goldschmieding. Heute ist hier ein Restaurant untergebracht und nur wenig erinnert daran, dass Haus Goldschmieding im Jahr 1275 als wehrhafte Grenzfeste errichtet wurde. Auf dem ehemaligen Gelände der Vorburg befindet sich heute ein Hotel. Sehenswert ist auch der schöne Schlosspark, ein Minigolfplatz lädt zu einer Rast ein.

Weiter geht es über die Straße hinweg und schräg rechts gegenüber in den Park. Hier weiter geradeaus bis zur "Rennbahn", dann rechts weiter bis zur Bahnlinie, links und sofort wieder rechts, dann rechts über den Bach hinweg und nun immer dem Bachlauf folgen. Wir fahren über die nächste Straße hinweg und erreichen bald die Albrechtstraße – vor uns öffnet sich ein großes Feld. Hier fahren wir links und dann rechts die Unterspredey und bald weiter rechts In der Recke hinauf, an den Schrebergärten vorbei. Wir bleiben auf der Straße und fahren in einem Linksbogen bergauf, unter dem neuen Hellweg hinweg, erreichen den alten Hellweg und fahren rechts bis zum Bahnhof Merklinde. Hier halten wir uns links, fahren die Bockenfelder Straße hinauf, folgen in der Kurve den Gleisen weiter nach rechts, bzw. geradeaus, überqueren vor der Brücke die Bövinghauser Straße und fahren gegenüber in die Merklinder Straße. Nach 150 Metern erreichen wir unser Ausgangsziel.

(pj)

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