Radfahren im Ruhrgebiet: Radwege und Tourenvorschläge

Die Zeiten, in denen das Ruhrgebiet vor allem durch rostige Industrieruinen, graue Häuserschluchten und Smogalarm geprägt war, gehören längst der Vergangenheit an. Heute gilt der Ruhrpott als lebenswerte Kulturregion, die neben eindrucksvollen Industriedenkmälern auch eine erlebnisreiche Natur zu bieten hat. Die flache, abwechslungsreiche Landschaft lädt geradezu zum Radfahren ein und ein ausgedehntes Radwegenetz führt zu den faszinierendsten Sehenswürdigkeiten der Region.


700 Kilometer Industriegeschichte - die "Route der Industriekultur"

Jahrzehntelang gehörte das Ruhrgebiet zu den wichtigsten Industrieregionen weltweit. Noch Radfahren im Ruhrgebiet: Radwege und Tourenvorschlägeheute erinnern Fördertürme, Hochöfen und Gasometer an die damalige Zeit. Viele der ehemaligen Industriebauten stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. Die Zeche Zollverein zählt sogar zum UNESCO-Welterbe. Die "Route der Industriekultur" führt über eine Strecke von insgesamt 700 Kilometern entlang dieser imposanten industriellen Hinterlassenschaften und gewährt damit einen spannenden Einblick in 150 Jahre Industriegeschichte. Das Kernnetz der ausgeschilderten Straßenroute umfasst 25 Highlights der Industriekultur, 16 herausragende Aussichtspunkte und die 13 schönsten Siedlungen aus verschiedenen Epochen. Große Teile des Wegenetzes verlaufen auf attraktiven Ufer- und Waldwegen, ehemaligen Bahntrassen und verkehrsarmen Straßen.

Auf den Spuren der Römerkultur - die "Römer-Lippe-Route"

An den Ufern der Lippe, des längsten Flusses Nordrhein-Westfalens, erstreckt sich der touristische Fernradweg "Römer-Lippe-Route". Die Tour startet am Hermannsdenkmal in Detmold und führt über spannende Römerstätten, grüne Auenlandschaften und historisch reizvolle Innenstädte bis nach Xanten. Diese Strecke eignet sich besonders für Radwanderer, die zugleich bezaubernde Natur, die Kultur der Römer und europäische Historie erleben möchten. Neben der Hauptroute, welche die Lippe auf 295 Kilometern begleitet, ermöglichen thematische Schleifen mit einer Gesamtlänge von 154 Kilometern kleinere Rundtouren von bis zu drei Tagen. Als speziellen Höhepunkt bietet dieser Radfernweg an drei Stellen die einzigartige Gelegenheit, die Lippe kostenfrei mit eigener Muskelkraft zu überqueren, nämlich an den Fähren Lupia in Hamm, Baldur bei Dorsten und Quertreiber bei Wesel.

Immer am Fluss entlang - der "RuhrtalRadweg"

Der "RuhrtalRadweg" folgt der Ruhr über 230 Kilometer von ihrer Quelle im Sauerland bis dorthin, wo sie in Duisburg in den Rhein mündet. Wie kein anderer Flussradweg verbindet diese Route Städte und Landschaften miteinander. Am Wegesrand finden sich sanfte Hügellandschaften, Felder, Wälder, Seen und Auen. Geschichtsliebhaber können Burgen-Idylle, alte Städte, Zeitzeugen aus der Frühgeschichte der Industrialisierung und imposante Bergbauhistorie entdecken. Wer mag, kann unterwegs ins Paddelboot, ins Kanu oder auf ein Schiff der Weißen Flotte umsteigen. Rollstuhlfahrer und Radler mit Handicap haben die Möglichkeit, bis zu 40 Kilometer lange, barrierefreie Streckenabschnitte zu erkunden. Aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit erhielt dieser Radweg im Jahr 2007 das Qualitätssiegel "Radroute des Jahres" vom Tourismus NRW e.V.

Übrigens: Wer Inspiration nicht nur bei der Planung einer Fahrradtour, sondern auch in Sachen Fahrradkauf braucht, ist bei einem Fachhändler wie z. B. ROSE Bikes gut aufgehoben.

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