Phoenix-See in Dortmund

Am Phoenix-See – vier Kilometer Luftlinie von der Dortmunder Innenstadt entfernt – ist es ruhig und idyllisch. Kleine Boote segeln über das ruhige Wasser, Familien spazieren am Ufer entlang, während sie von sportlichen Joggern, Radfahrern und Skatern überholt werden. Kinder toben über die Wiesen und Spielplätze. In der Gastronomie genießt man Currywurst oder Kaffee und Kuchen. Entdecken Sie die neue Ruhe-Oase der Stadt Dortmund! Neuer Ruder- und Tretbootverleih eröffnet!


[ruhr-guide] Dass sich hier einmal das Industriegelände von Thyssen KruppPhoenix-See in Dortmund Hoerde befand, daran erinnert heute nur noch die Thomasbirne auf der „Kulturinsel“ im See. Mithilfe eines solchen Konverters konnte im sog. Thomasverfahren, das 1879 entwickelt und bis 1964 in Hörde genutzt wurde, aus Roheisen Stahl erzeugt werden. Sie steht für 160 Jahre Hörder Industriegeschichte, die 2001 zu Ende ging und 200 Hektar Fläche in der Nähe eines lebendigen Stadtkerns plötzlich gottverlassen zurückließ. Heute blüht das Gelände neu auf. Auch wenn sich vieles noch in der Entwicklung befindet, so bietet das Areal bereits diverse Freizeitmöglichkeiten.

Von der Hermannshütte zum Phoenix-See

Auf der Fläche des ehemaligen Hochofen- und Stahlwerkgeländes von Thyssen Krupp nahm die Stadt Dortmund eines ihrer „radikalsten Strukturwandelungskonzepte zur Umnutzung eines ehemaligen Industriestandortes“ in Angriff, was nicht nur auf Begeisterung in der Bevölkerung stieß. Hohe Kosten, Erhaltung der Wasserqualität und strenge Auflagen für die Bebauung sind nur einige der Kritikpunkte. Wohngebiete, Dienstleistungsanbieter und Freizeitmöglichkeiten sollten rund um einen künstlich angelegten See auf einem 96 Hektar großen Areal entstehen – dass das nicht ohne Probleme verlaufen kann, liegt bei solch einem Großprojekt schon in der Natur der Sache. Doch das Projekt wurde realisiert. Schon 2000 wurden Konzepte für das Gelände ausgearbeitet, gefolgt von Machbarkeitsstudien und intensiven Planungen. Im Mai 2004 kaufte die Stadt Dortmund das Grundstück der Hermannshütte von der Thyssen Krupp Stahl AG. Nach der „Genehmigung der Gewässerlandschaft durch die Bezirksregierung Arnsberg“ arbeiteten ab September 2005 zahlreiche schwere Maschinen an dem Gelände. Am 1. Oktober 2010 konnte der See schließlich befüllt werden. Seit dem 9. Mai 2011 ist der Rundgang um den See für die Öffentlichkeit freigegeben.

Phoenix-See für die gesamte Familie

Ein ca. 3,4 km langer Weg, der um den gesamten Phoenix-See führt, lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Für Sportler eignet sich diese Strecke hervorragend zum Radfahren und Joggen. Damit sich hier niemand in die Quere kommt, sind Geh- und Radwege getrennt. Am stillen See entlang – fern der Hektik der Großstadt – kann hier somit jeder sein Tempo selbst bestimmen. Rund um den See gibt es drei Abenteuerspielplätze für Kinder verschiedener Altersgruppen. Die Plätze „Phoenix Nest“ vor dem Magazingebäude, „Phoenix Kolonie“ im großen Tal oben und der „Flug des Phoenix“ am Fuß des Landschaftsbauwerks bieten mit Rutschen, Klettergerüsten uvm. ideale Möglichkeiten zum spielen, toben und entdecken. Thematisch orientieren sich alle drei Plätze an dem Fabelwesen, nach dem der See benannt ist; so liegen zum Beispiel im „Phoenix Nest“ große Eier. Der „Seepark“ am südlichen Ufer ist mit Liegeflächen, Spielbereichen (Boulebahnen), Seedecks und Steganlagen ausgestattet, womit er viele weitere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet.

Boote auf dem Phoenix-See

In Ost-West-Richtung weist der See eine Länge von 1,2 km auf, seine Breite in Nord-Süd-RichtungSegeln auf dem Phoenix-See beträgt 320 m. So umfasst die Wasseroberfläche 24 Hektar, womit sie größer als die Hamburger Binnenalster ist. Wassersportler können den Phoenix-See seit April 2012 nutzen. Segel-, Tret-, Paddel- und Ruderboote dürfen auf den See. Auch eine Segelschule findet sich dort. Die Sportbootschule „Adriatic Sailing Team“ verfügt über eine Schulungsjolle und bietet ab sofort Segelkurse auf dem Phoenix-See an. Für alle Bootsklassen gilt eine Begrenzung der Bootslänge von maximal 6,70 m und einem maximalen Tiefgang von 1,40 m. Segelboote sind bis zu einer Segelfläche von 20 m² und einer Messzahl von 14 m² zugelassen. Im Hafenbereich des Phoenix-Sees sind rund 40 Liegeplätze für Segelboote enstanden. Weitere Plätze für Ruderboote und Segeljollen werden am Südufer hinzu kommen. Eine Erlaubnis, den See zu befahren, vergibt der PHOENIX Seebetrieb der Stadt Dortmund, bei dem Tages-, Monats- und Jahreskarten beantragt werden können. Schlauchbooten, Modellrennbooten und Booten mit Verbrennungsmotor hingegen ist das Fahren auf dem See untersagt. Auch schwimmen ist hier nicht gestattet. Diese Restriktionen dienen dem Schutz des ökologischen Gleichgewichts des Sees, der eine empfindliche Flora und Fauna beherbergt.

Start des Ruder- und Tretbootverleihs am PHOENIX See

Der neue Ruder- und Tretbootverleih am PHOENIX See rundet nun das vielfältige Wassersportangebot ab. Am Hafen des PHOENIX Sees wurde insbesondere zu diesem Zweck ein gesonderter Steg errichtet. Dieser bietet Platz für maximal 19 Ruder- bzw. Tretboote. Aktuell sind die neuen Boote (sechs Ruderboote, acht Tretboote) eingetroffen. Diese bieten gerade Familien viel Freude. Genießen Sie den wunderschönen Blick über das Wasser direkt vom Boot aus. Dabei kommt sicherlich Urlaubsfeeling auf!

Gastronomie mit Seeblick

Das erste Restaurant am See – das Fénix – eröffnete im Juli 2012 und meldete leider schon im Oktober 2013 Insolvenz an. Direkt am Yachthafen angesiedelt bot es seinen Gästen einen hervorragenden Blick über den See. Curry-Wurst darf natürlich auch am Phoenix-See nicht fehlen. Der Edel-Imbiss Wurst mit Soße präsentiert den Klassiker jedoch in schickem Ambiente. Hier werden Curry und Eintöpfe hausgemacht und das Fleisch stammt aus artgerechter Tierhaltung. Alles rund um das Thema Steaks bedient das „Pfefferkorn“, das vielen Dortmundern bereits aus seinem Restaurant am Hohen Wall bekannt ist. Das „Cafe Solo“ hat im Frühjahr 2014 eröffnet. Beide laden dann mit gemütlichen Biergärten direkt am Wasser im nördlichen Hafenquartier bei schönem Wetter zu erholsamen Stunden ein. Freunde der japanischen Esskultur werden im Best Friends Sushi fündig.

Wohnen am Phoenix-See

Unter hohen architektonischen Ansprüchen, die ein harmonisches Gesamtbild und nahezuBlick über den Phoenix-See Richtung Florian jedem Anwohner Seeblick garantieren sollen, entstehen am Phoenix-See freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäuser. So werden am „Südhang im Norden des Sees“ Immobilien in Form von Stadtvillen und Terrassenhäusern geschaffen. Südlich der Hörder Burg entsteht ebenfalls neuer Wohnraum in Form von Eigentums- und Mietwohnungen. In der Straße „An den Mühlenteichen“ wurden Grundstücke für ein besonderes Projekt reserviert; hier sollen 18 EnergiePlus-Häuser – nachhaltige, energieeffiziente Gebäude – entstehen.
Nach langen Diskussionen wurden im Südosten des Sees an der Schüruferstraße 7300 m² Grundstücksfläche für sozialen Wohnungsbau reserviert.

Das Areal rund um den Phoenix-See in Dortmund Hörde ist einfach mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es bietet viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die in naher und ferner Zukunft noch erweitert werden. Genießen Sie die Ruhe und entdecken Sie das individuelle Angebot, bei dem der Seeblick stets garantiert ist!

(mg)

Fotos: PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft

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