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Entlang der Steveraue

Eine Wanderung und Radtour entlang der Steveraue bei Olfen. Neben alten Wassermühlen und der "Alten Fahrt" warten Heckrinder, Konikpferde, Esel, Rehe und Hirsche am Wegesrand. Sehr leichte Tour, ca. 2 Stunden, ca. 8,5 Kilometer, kaum Steigungen, einige Asphaltpassagen, gutes Schuhwerk ist nur bedingt nötig. Sehr schöne Radtour, die sich beliebig verlängern lässt.


[ruhr-guide] Unsere Wanderung Entlang der Steveraueführt diesmal rund um die Steveraue in Olfen. Die Stadt Olfen liegt zwischen zwischen Stever und Lippe im südlichen Münsterland oder am nordöstlichen Rand des Ruhrgebiets – ganz nach Betrachtungsweise. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 889 und ist heute eine beliebte Wohnstadt im Grünen. In den letzten Jahren wurde der Rad- und Wanderweg rund um die Steveraue angelegt. Der Weg ist hervorragend ausgeschildert und bei jedem Wetter gut zu gehen.

Heckrinder und Konikpferde

Wir starten unsere Tour durch die Steveraue an dem Parkplatz der Tennishalle in Olfen. Direkt geradeaus führt uns von hier der Weg zum Gatter von Leon und Nala. Das besondere an dem Rundweg um die Steveraue ist nicht nur die natürliche Auenlandschaft, sondern vor allem das, was die Stadt Olfen sich dazu hat einfallen lassen: 29 Heckrinder, 14 Konikpferde und einige Esel leben hier auf der 62,5 ha großen Auenlandschaft in völliger Freiheit. Die nächsten Kilometer wird uns die Weidefläche zur Rechten begleiten. Mit etwas Glück kommen dann die Rinder oder Pferde auch mal direkt an den Zaun – allerdings dürfen Sie die Tiere unter gar keinen Umständen füttern, da dies zu lebensgefährlichen Koliken führen kann.

Wir wandern oder fahren nun mit dem Rad nach links und folgen auf der gesamten Strecke den blau markierten Holzpfählen mit der Beschilderung "Steverauenweg". Nach ein paar hundert Metern treffen wir auf eine Straße und folgen hier dem Weg nach rechts und biegen kurz darauf wieder links ab, immer am Zaun des Hirschgeheges entlang. Hier lassen sich nicht nur recht zutrauliche Rehe und Hirsche beobachten, auch Hühner und Pfaue teilen sich mit dem Damwild das Gehege.

An der nächsten Straße halten wir uns wieder rechts und dann links und erreichen bald den modernen Sportplatz der Stadt Olfen. Gegenüber wurde eine Aussichtsplattform geschaffen, von der man die Heckrinder und Pferde besonders gut beobachten kann – falls sie sich denn gerade in diesem Gebiet aufhalten. Weiter geht es nun durch eine Wohnsiedlung, an deren Ende wir in die letzte Straße links abbiegen, um sofort wieder rechts in Richtung Wald zu wandern oder zu fahren. Im Wald geht es zunächst geradeaus, dann rechts und sofort wieder links. Hier bieten sich auf einem erhöhten Punkt Bänke zum Ausruhen an und der Blick öffnetEine mittelalterliche Wassermühle sich über die grandiose Landschaft der Steveraue.

Eine mittelalterliche Wassermühle

Bald darauf treffen wir wieder auf eine Straße, der wir nach rechts über die Stever folgen. Hier treffen wir auf die sehenswerte alte Füchtelner Mühle, eine ehemaligen Ölmühle, die zuletzt als Sägemühle für den Ruhrbergbau diente. Erbaut wurde die frühere Landesmühle schon im Mittelalter von Fürstbischof Otto III., Graf von Rietberg (1301-1306). Damals stand in unmittelbarer Nachbarschaft auch noch die Wasserburg Haus Füchteln, von der heute nur noch die Gräften zu sehen sind. Die Wassermühle ist zur Zeit im Privatbesitz. Nach wenigen Metern führt uns der Weg nach rechts, an dem historischen Restaurant "Füchtelner Mühle" vorbei – dem über 700 Jahre alten Müllerssitz, dessen Terrasse zum Verweilen und Einkehren einlädt. Hinter dem alten Gut bietet sich ein Abstecher von wenigen Metern nach links zum Hof Schulze-Kökelsum mit seinem Hofladen an. Uns aber führt der Weg geradeaus durch die Felder oberhalb des Nordufers der Stever. Nach wenigen Metern erreichen wir eine kleine Brücke, die rechts vom Weg eine sehr schöne Aussicht über den Fluss bietet.

Die "Alte Fahrt"

Zweimal Die alte Bogenbrücke von 1894überqueren wir nun in Folge eine Straße und halten uns jeweils rechts und sofort wieder links, immer den blauen Markierungen folgend. Bald darauf gelangen wir auf unserem Rundweg zur "Alten Fahrt", einem alten, nicht mehr genutzten Teilstück des Dortmund-Ems-Kanals. Heute ist der Abschnitt bei Olfen verfüllt und lädt zum Radeln und Spazierengehen ein. Durch seine exponierte Lage bietet sich hier ein großartiger Ausblick über die Landschaft des Münsterlandes.

Wir halten uns rechts und steigen ein paar Meter zum alten Kanalbett hinauf. Nach wenigen Metern erreichen wir die alte Bogenbrücke von 1894, die ehemals den Kanal trockenen Fußes über die Stever führte. Kurz darauf biegt der Weg rechts ab und führt uns durch die Steverauen an einem Teich vorbei zurück zum Ausgangspunkt.

Tipp: Wer die Tour mit dem Rad noch ausdehnen möchte, folgt einfach der "Alten Fahrt" und kann hier bis zum Hafen nach Datteln fahren. Außerhalb von Olfen führt der alte Kanal sogar noch Wasser und die Brücke über die Lippe ist mehr als sehenswert.

Anfahrt:

Immer der B235 nach Olfen folgen bis rechts der Ternscher See ausgeschildert ist. Hier links nach Olfen hinein, am zweiten Kreisverkehr rechts und sofort wieder rechts. Am Ende der Straße bei der Tennishalle parken.

(pk)