Vom Schloss Steinhausen zur Burg Hardenstein

Historisch spannende und landschaftlich sehr reizvolle Wanderung vom Schloss Steinhausen an der Ruhr entlang des Muttentals zur Burgruine Hardenstein. Mittlere Wanderung, ca. 2,5-3 Stunden, ca. 10 Kilometer, hügelige Route, insgesamt ca. 200 Höhenmetern im Anstieg, festes Schuhwerk ist unbedingt empfehlenswert.


[ruhr-guide] DieseDas Schloss Steinhausen in Witten Wanderung verbindet unvergleichlich das Mittelalter mit der Neuzeit, landschaftlichen Genuss in malerischer Umgebung mit Kultur und Geschichte. Zwei mittelalterliche Relikte – oder das, was davon heute noch erhalten blieb – und die Wiege des Ruhrbergbaus liegen auf unserer Wanderung rund um das malerische Muttental. Diese Tour verläuft aber nur auf kurzen Strecken gleich mit der Rundwanderung durch das Muttental.

Wir starten die Tour auf dem Parkplatz Nachtigallstraße in Witten-Bommern und wandern gegenüber des Parkplatzes bergauf in Richtung Schloss Steinhausen. Ursprünglich stand hier einst eine Burg, die aber Anno 1434 zerstört wurde. Im 16. Jahrhundert wurde das Rittergut wieder aufgebaut und bezogen. Heute ist hier ein Restaurant untergebracht. In dem - sehr kleinen - Schlosspark sind wunderschöne Shona-Skulpturen aus Simbabwe zu bestaunen und können auch erworben werden – eine erste Rast lohnt sich hier allemal! Im Sommer bietet sich die Möglichkeit, im Biergarten die Sonne zu genießen.

Durch die Felder in den Wald

Vom Schloss Durch die Felder in den Waldaus wandern wir genau gegenüber in die Frielinghauser Straße, die uns bergauf in die Felder führt. Nachdem wir die Hügelkuppe erreicht haben, liegt vor uns ein großes Gestüt. An der Reithalle biegen wir rechts ab und wandern zwischen den sehenswerten alten Gebäuden und dem modernen Reitstall hindurch die Straße hinauf bis wir auf den Waldweg stoßen. Hier geht es in den Wald hinein – Vorsicht, meistens recht schlammig – und wir folgen von nun an für eine ganze Weile dem Ruhrhöhenweg und dem Wanderzeichen X.

Bald erreichen wir den unteren Wanderweg, der durch das Muttental führt und halten uns links. Nun geht es an Stollen und Überresten der alten Zechen immer links vom Muttenbach durch eine der wenigen Regionen, wo die Natur ein einstmals industriell genutztes Areal vollständig zurückerobert hat. Man mag in diesem wunderschönen Bachtal kaum glauben, dass hier einst die Wiege des Ruhrbergbaus lag – währen da nicht die Zeugnisse der Vergangenheit, die durch informative Tafeln am Wegesrand wieder zum Leben erwachen.

Die Wiege des Ruhrbergbaus: das MuttentalWir wandern weiter entlang des Baches, immer dem X folgend, bis wir zur Gaststätte Rauendahl gelangen. Hier überqueren wir die Rauendahler Straße und folgen dem Weg leicht bergan. Bald biegt der Ruhrhöhenweg nach rechts ab und nach kurzer Zeit sehen wir ungewöhnliche Schafe am Wegesrand, die teilweise an Rastafari erinnern. Weiter geht’s, an dem Angelteich in der Niederung vorbei und anschließend nach rechts, über den Bach hinweg, an der Zufahrt zum Parkplatz vorbei und wieder links in den Wald. Hier verlassen wir den Ruhrhöhenweg und biegen sofort wieder an der Bank rechts ab. Nun geht es durch den Wald bergauf und an der ersten Kreuzung rechts, nun dem Kreis folgenden immer geradeaus, bis wir wieder auf die Rauendahler Straße stoßen.

Hinunter ins Tal der Ruhr

Hier halten wir uns kurz rechts und biegen nach wenigen Metern links in den Wald ab, weiter dem O hinterher, am Parkplatz vorbei, dann rechts und über die nächste Wegkreuzung hinweg wieder bergauf. Nun biegt der Kreis rechts ab – wer es sehr abenteuerlich mag, kann ihm hier folgen, allerdings muss er einige Windbrüche überwinden Soll heißen: der Weg ist eigentlich unpassierbar. Daher bleiben wir noch einige Kurven auf dem breiten Forstweg, bis rechts der A1 abzweigt. Diesem folgen wir über einen malerischen Wurzelpfad bergab. Im Tal angekommen, treffen wir auch unseren O wieder und halten uns links.

Mehrfach teilt sich hier der Weg in den markierten Wanderweg und einen neuen Pfad, der bald darauf unser Retter wird – wieder stehen wir vor umgestürzten Bäumen, die anscheinend niemand auf einem markierten Wanderweg zu stören scheinen. Uns schon, weil wir nicht auf allen vieren robben möchten - daher wieder einige Meter zurück und den Windbruch auf dem neuen Pfad einige Meter neben dem alten Weg umgangen. Nach wenigen Schritten geht es auf dem Talboden weiter, dem O zur Burg Hardenstein folgend. Neben uns fließt ein kleiner Bach, der aber meist nur nach starkem Regen Wasser führt.

Die Burg Hardenstein

Bald Die Burg Hardensteindarauf tauchen vor uns die Ruinen der einst stolzen Burg an der Ruhr aus dem Nebel auf – heute führt der Bach tatsächlich Wasser, aber der Regen lässt nun langsam nach. Die Burg Hardenstein wurde im 13. Jahrhundert errichtet und ist eine der schönsten Ruinen im Ruhrgebiet. Malerisch an der Ruhr gelegen, bieten sich die Wiesen im Burghof zum Picknick an. Weitere Infos zur Burg Hardenstein finden Sie hier. Die Bahngleise werden nur noch von der historischen Ruhrtalbahn genutzt.

Von der Ruine aus laufen wir nach rechts, immer an der Ruhr entlang und sehen bald auf der linken Seite hinter einer kleinen Unterführung, die Anlegestelle der MS Schwalbe und der Ruhrtal-Fähre. Von hier aus bieten sich Abstecher zum Kemnader See oder zum Haus Kemnade mit dem Schiff an. Fahrsaison ist zwischen Ende März bis Ende Oktober. Auch führt hier ein neuer Radweg in Richtung Zeche Nachtigall und kann als Abkürzung benutzt werden. Wir aber wandern weiter auf der rechten Seite der Bahnlinie entlang der Felsen. Wer genau hinsieht, Die Anlegestelle der MS Schwalbe und der Ruhrtal-Fährewird am Wegesrand plötzlich ein großes Gesicht erkennen.

Rast an der Zeche Nachtigall

Bald darauf erreichen wir die Muttentalstraße und halten uns links. Nun geht es immer der Straße entlang bis zum Museum Zeche Nachtigall. Hier sollten Sie unbedingt einen Besuch einplanen. Infos zur Zeche Nachtigall finden Sie in unserem ausführlichen Artikel. Weiter geht es auf der Straße, bis ein neuer Fußgängerweg rechts in den Wald und in Richtung Parkplatz führt. Zuerst aber überqueren wir die Gleise der Ruhrtalbahn und den neuen Bahnhof und halten uns links. Bald erreichen wir das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia. Das Museum öffnet von Ostern bis Oktober an jedem ersten und dritten Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr seine Pforten und gibt den Blick frei auf 90 Lokomotiven und über 200 Waggons. Von hier aus sind es dann nur noch wenige Meter die Straße entlang bis zu unserem Ausgangspunkt.

(pk)

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