Duisburg – Gesichter einer Stadt

Sie kennen sich nicht aus in Duisburg? Dann ist „Duisburg – Gesichter einer Stadt“ der perfekte Stadtführer! Aber auch für alteingesessene Duisburger hat das Buch von Willi Mohrs viele Hintergrundinformationen und interessante Anekdoten über die Großstadt an der Mündung der Ruhr in den Rhein zu bieten. Dabei stehen die Stadtteile als einzelne Einheiten der Stadt im Vordergrund.


[ruhr-guide] „Ich bin Duisburger!“ - so oder so ähnlich wird die stolze "Duisburg - Gesichter einer Stadt"Antwort eines Bewohners der Stadt an der Ruhrmündung lauten, wenn er fernab der Heimat nach seiner Herkunft gefragt wird. Aber im näheren Umkreis der Großstadt oder gar in Duisburg selbst wird die Antwort wahrscheinlich anders ausfallen: „Ich komme aus Alt-Walsum“, „Ich bin Marxloher“ oder „Ich wohne in Neumühl“ sind da schon eher zu erwarten. Menschen identifizieren sich nicht unbedingt nur mit ihrer Herkunftsstadt, sondern zumeist viel mehr mit den kleineren Einheiten derselben, sprich den Stadtteilen. Ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl und einen ganz bestimmter Charme zeichnen das Leben in den einzelnen Vierteln aus. In „Duisburg – Gesichter einer Stadt“ ist Willi Mohrs dem Geheimnis dieser einzelnen Parzellen nachgegangen, die zusammen das Gebilde der Stadt Duisburg ergeben.

Von Aldenrade bis Wehofen – Duisburger Stadtteile im Überblick

Insgesamt 50 Stadtteile der knapp eine halbe Million Einwohner zählenden Großstadt frischer Fisch aus Kaßlerfeldan Rhein und Ruhr hat der WAZ-Redakteur Willi Mohrs besucht, durchwandert und porträtiert. Eigentlich nur 49, denn seit 1965 existiert der Ortsteil Alsum nicht mehr. Mohrs hat ihn dennoch aufgenommen und trägt so mit dazu bei, dass er nicht in Vergessenheit gerät. Die einzelnen Reportagen sind zunächst als eine Serie in der WAZ erschienen und wurden nun im Buch „Duisburg – Gesichter einer Stadt“ noch einmal alle gebündelt herausgebracht. Der Stadtführer hält viele spannende Details und Geschichten über Duisburg bereit und kann sogar auch echten Duisburgern noch einiges über ihre Stadt lehren. Haben sie z. B. schon mal etwas über die Kiebitzmühle im Marxloher Schwelgernpark gehört? Hierum rankt sich eine gruselige Sage inklusive Goldschatz. Immer unterwegs mit stolzen Einwohnern und echten Unikaten des jeweiligen Stadtteils kann Willi Mohrs viele Geheimtipps und Hintergrundinformationen erfahren.

„Duisburg – Gesichter einer Stadt“ - Alles im Überblick!

Der Stadtführer „Duisburg – Gesichter einer Stadt“ ist sehr übersichtlichim Schutze des Rheindeichs: Laars beste Seite aufgebaut und ermöglicht dem Leser daher, die interessanten Informationen zu einem Stadtteil sehr schnell zu finden. Das Buch ist enzyklopädisch aufgebaut und liefert in alphabetischer Reihenfolge zu jedem Stadtteil eine vierseitige Reportage.
Am Ende jeder Reportage findet sich ein kurzer Abschnitt, der den Stadtteil in 60 Sekunden bezüglich seiner Lage, der Einwohnerzahl und Geschichte kurz skizziert. Daneben findet sich auch immer eine Übersichtskarte mit der Lage des Viertels im Gesamtgefüge der Stadt.

„Duisburg – Gesichter einer Stadt“ ist reich bebildert und enthält viele große Fotografien, die sich zum Teil über die halbe oder ganze Seite erstrecken. Einziger Wermutstropfen: Das Buch verfügt weder über eine Einleitung oder ein Nachwort zum Konzept und zur Entstehung des Stadtführers noch über Informationen zum Autor. Somit behält das Buch als Gesamtwerk leider den Charakter einer Enzyklopädie bei, die einzelnen Reportagen sind aber sehr informativ und spannend.

Duisburg – Gesichter einer Stadt

von Willi Mohrs
Klartext Verlag Essen
1. Auflage September 2012
208 Seiten, Broschur, durchgängig farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-8375-0681-5
13,95 EUR

Fotos: Klartext Verlag

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