Im Schatten von Schlägel und Eisen

Die authentische Familiengeschichte aus dem Ruhrgebiet des 19. Jahrhunderts von Autor Jörg Krämer. Der Leser begleitet in dem Buch die Geschichte der armen Bergarbeiterfamilie Biel aus dem Städtedreieck Bochum- Dortmund- Witten über einen Zeitraum von knapp 40 Jahren.


[ruhr-guide] Das Buch beginnt im Jahr 1865 mit Johannes Biel dem Bergmann, Im Schatten von Schlägel und Eisen erschienen im net-Verlagder auf der Zeche Neu-Iserlohn arbeitet. Seine Ehefrau, Wilhelmine Biel kümmert sich um die Familie. Sie bringt acht Kinder zur Welt, die sie in armen Verhältnissen resolut aber liebevoll großzieht. Wir sind ganz nah dran, wenn ihre Tochter Elisabeth als Hausmädchen in einer wohlhabenden Familie arbeitet, Heinrich sich in die Freundin seines Bruders verliebt und die Mädchen ihre ersten Freunde kennen lernen und leiden mit, als einer der Söhne völlig überraschend stirbt. Abseits der glanzvollen Geschichten bekannter Industriellenfamilien gewährt der Autor tiefe Einblicke in das Leben der einfachen Bergleute. Die Arbeit auf der Zeche ist nur zweitrangig, vielmehr dreht es sich in der Handlung um die Rolle der Frau, die sich in dieser harten Zeit auch behaupten muss.

Die Geschichte hinter dem Roman

Entstanden ist der Roman aus den Aufzeichnungen der Großmutter des Autors, Hilde Niggetiet. Sie hat die Familiengeschichte zuerst handschriftlich, später auf Kassetten gesprochen, bis zum Ende des 20. Jahrhunderts festgehalten. In einem Zeitungsinterview von 1985 erklärte Großmutter Niggetiet auf die Frage, wie sie an die Informationen aus der Zeit, die sie nicht miterlebt hat gekommen ist: „ Früher gab es ja noch kein Fernsehen. Und so saß die Familie abends um den großen Tisch und dann wurden Dönekes erzählt. Meine Oma erzählte von ihren eigenen Eltern. Es wurde viel über Streiche gelacht, und langsam konnte ich mir dann auch ein Bild von ihrer Zeit machen“.

In eine andere Zeit zurückversetzt

Ihr Enkel Jörg Krämer hat aus diesen Aufzeichnungen und Informationen den Roman „Im Schatten von Schlägel und Eisen“ geformt. Die Sprache im Roman ist eine ganz besondere: einfach, höflich, zuvorkommend. Beim Lesen fühlt man sich in eine Zeit mit anderen Werten zurückversetzt. Die Schauplätze aus dem Roman existieren teilweise heute noch. So ist der Kleyberg heute eine Schrebergartenanlage am Rande Dortmunds. Die Zeche Neu-Iserlohn, auf der die Männer der Familie gearbeitet haben, ist nun die heutige JVA Bochum-Langendreer.

Im Schatten von Schlägel und Eisen

Jörg Krämer
net-Verlag
ISBN: 978-3-95720-037-2

Weitere Informationen finden Sie unter www.baerenhund-witten.de


Bildquelle: net-Verlag / Jenny Schneider

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