Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart

Im Ruhrgebiet isst man nicht nur Currywurst und Co, das beweisen 130 verschiedene schmackhafte Rezepte! Die Bandbreite in „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ reicht von deftiger Hausmannskost bis hin zur edlen Küche: neben herzhaften Suppen, dem üblichen „Durcheinander“ und Sonntagsbraten werden in dem Kochbuch auch leichte Snacks, regionale Fischgerichte, Süßspeisen und andere kulinarische Leckereien präsentiert. Dazu bekommt man jede Menge Einkaufstipps, sowie Infos zu den Waren und den einzelnen Ruhrstädten. Da kann direkt selbst den Kochlöffel schwingen und nebenbei das Ruhrgebiet besser kennenlernen!


[ruhr-guide] Das Ruhrgebiet kann mehr als Currywurst! Das zeigt wunderbar anschaulich das Ruhrgebiets-Kochbuch „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ mit insgesamt 130 leckeren Gerichten. Die sind dabei unglaublich vielfältig, denn die pöttische Küche wurde innerhalb der Jahrzehnte von mehr als 200 Nationen beeinflusst. Deshalb findet man hier alles von bodenständiger Hausmannskost bis hin zu nahezu exotischen Kreationen.

Deftiges nach der Maloche

Damals, als die Kohle noch den Pott regierte, Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensartkam in den Haushalten des Ruhrpotts ausschließlich deftige Hausmannskost auf den Tisch. Kohl, „Kappes“, erfreute sich großer Beliebtheit und wurde in verschiedensten Variationen aufgetischt. Meist noch selbst angebaut im eigenen Garten, wurde er verarbeitet zu schmackhaften Eintöpfen, Suppen, oder z. B. mit gestampften Kartoffeln serviert. Neben den verschiedenen Kohlvariationen waren natürlich Kartoffeln und anderes heimisches Gemüse wie Bohnen oder auch Erbsen nicht aus der heimischen Küche wegzudenken. Dazu gehörten Fleischeinlagen wie Mett-, Blutwurst oder Kasseler. Sonntags wurde der Sonntagsbraten aufgetischt. Egal ob Schmor-, Hackbraten oder Kaninchen aus der eigenen Züchtung, es war stets der große Stolz der Hausfrau. Und heute ist auch ohne die Maloche am Kohlenpütt so eine deftige Erbsensuppe oder Kohlroulade einfach nur lecker.

Frisch aus der Ruhr oder lecker am Imbiss

Fans von Meeresfrüchten können eines der vielen regionalen Fischrezepte probieren. Vom Bismarckhering über gegrillten Kräuterforelle bis hin zum Zanderfilet mit Schwarzbrotkruste – es gibt viele Möglichkeiten den Fang aus der Ruhr schmackhaft zuzubereiten. Trotzdem darf die Imbissbudenkultur mit Currywurst, Frikadelle und Co. In dem Kochbuch nicht fehlen. In dem Kapitel „Im Herzen des Reviers“ werden daher nicht nur pikante Snacks zum selber machen, sondern auch die besten Currywurst-Buden im Revier vorgestellt. Zu ein bisschen Fußballkunde kann man sich zum Beispiel an der besagten Wurst, gebackenen Blumenkohl oder auch Frikadellen mit Apfel-Walnuss-Salat versuchen. Bier wird natürlich auch im Revier reichlich getrunken und gebraut, deshalb bietet „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ einige außergewöhnliche Bierrezepte. Wie wäre es mal mit Hähnchenkeulen in Bier-Sahne-Soße oder Schweinebraten in Bier?

Leichte Snacks für die Sightseeing-Tour im Pott

Wem das alles zu schwer im Magen liegt, der wird sich über die leichten Gerichte freuen. Die Kartoffel-Porree-Reibekuchen,Kräuter-Hackbällchen, oder der Linsensalat mit Ziegenfrischkäse kann man auch problemlos mit zu einem Picknick in einem der Parks des Ruhrgebietes nehmen. Passend zum Picknick gibt „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ interessante Freizeittipps, denn im Ruhrgebiet gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Museen und auch die Halden sind einen Besuch wert.

Wie bei feinen Leuten

Hausmannskost, Fisch und Snacks sind nicht alles:Spargelsalat Im Ruhrgebiet wird durchaus auch „Wie bei feinen Leuten“ gegessen. Folglich werden in diesem Kapitel heimische Rezepte für die besonderen Anlässe vorgestellt. Den Rehbraten mit Portwein und glasierten Schalotten, genau wie die zarte Fasanenbrust oder den schicken Spargelsalat im Glas kann man sich gut auf der Speisekarte des feinen Adels in den vielen Burgen und Schlösser im Ruhrgebiet vorstellen. Diese Rezepte in „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ eignen sich hervorragend für ein regionales Festtagsmenü der besonderen Art. Wer lieber außerhalb edel speisen möchte, kann das in einem der vorgestellten Sterne-Restaurants tun.

Süße Verführungen aus dem Schrebergarten

Nach all den leckeren Mahlzeiten fehlt nur noch eins: Der Nachtisch. „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ hat da natürlich auch einige süße Verführungen parat. Wer kann schon beim Aprikosenkuchen mit Vanillequark, Eierlikörkuchen oder dem klassischen Bienenstich widerstehen? Diese und andere süße Kreationen dürfen auf der Kaffeetafel oder beim gemütlichen Klönen im Schrebergarten nicht fehlen, ebenso wie hausgemachte Marmeladen oder ein selbst aufgesetzter Likör als Absacker.

Nicht nur ein Kochbuch

Das Kochbuch „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ bietet eine vielfältige Palette an regionalen Rezepten an, wobei vom deftigen Eintopf, über raffinierte Fischgerichte, leichte Kost und süße Verführungen alles dabei ist. Die 130 Rezepte sind verständlich und nicht zu ausschweifend, sodass nicht nur erfahrenen Köche sich an die Kreationen heranwagen können. Dazu ist das Rezeptbuch wirklich schön bebildert. Neben den Gerichten findet man hier und da etwas Warenkunde und Einkaufstipps für regionale Produkte, sodass man so authentisch wie möglich nachkochen kann. Tipps zum Ausgehen, für Freizeitmöglichkeiten und Informationen über Tauben, Siedlungen, Zechen, Fußball usw. sowie über die einzelnen Ruhrstädte lassen einen während des Kochens den Pott noch näher kennenlernen. Sehr praktisch: am Ende des Buches findet man alle nützlichen Adressen noch einmal aufgelistet.

Fazit: „Ruhrgebiet: Rezepte und Lebensart“ schickt Ruhrgebiet-Fans und Einheimische auf eine spannende kulinarische Reise durch den Pott!

Ruhrgebiet. Rezepte und Lebensart

Droste Verlag
176 Seiten
Festeinband
24,50 €
ISBN 978-3-7700-1407-1

Fotos: Droste Verlag

(kb)

Empfehlungen