STUPID WHITE MEN

Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush.

Der kürzlich für "Bowling for Columbine" mit dem Michael Moore - Intimfeind von George BushOskar ausgezeichnete Michael Moore rechnet diesmal nicht mit der amerikanischen Waffenlobby ab, sondern mit allen "stupid white men" des "neuen" Amerikas.

Nicht nur George W. Bush bekommt in dieser beißenden Zustandsanalyse der amerikanischen Gesellschaft und ihrer Befindlichkeiten sein Fett weg, sondern auch "die Junta aus Geschäftsfreunden seines Daddys."

Michael Moore zeigt uns, dass nicht alle Amerikaner bedingungslos hinter einem Präsidenten stehen, der nie gewählt wurde, sich auf einer göttlichen Mission wähnt und mit der Hilfe von Daddys Kumpels die Weltherrschaft anstrebt. Moore spricht die Dinge aus, die in den gleichgeschalteten Medien Amerikas totgeschwiegen werden.

Moore wendet sich in seinem Buch auch liebevoll an George persönlich und stellt ihm lauter wohlwollende Fragen: Bist du Alkoholiker und wenn ja, welchen Einfluss hat das auf dein Verhalten als Oberbefehlshaber? George, kannst du lesen und schreiben wie ein normaler Erwachsener? Bist du ein Verbrecher?

Neben seiner satirischen Schärfe ist es übrigens ein hervorragend recherchiertes Buch. Die oben gestellten Fragen diskutiert Moore in seinen fiktiven Briefen auf der Grundlage harter Fakten. Und eben diese Fakten sind es, die einem Angst und Bange werden lassen. Wenn man zu Ende gelacht hat, fragt man sich: Ist eigentlich ganz Amerika eine geschlossene Abteilung unheilbarer Psychopathen und falls ja, warum unternimmt niemand etwas?

(pk)

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