Helge Schneider – „Lass knacken Oppa!“

“Comeback!“ Helge Schneider ist wieder da! Nach einer beispiellosen Karriere verkündete Helge Schneider 2014 seinen Abschied von der Bühne. Nach einer kurzen Pause merkte der Komiker schnell, dass er zu jung für die Rente ist und geht 2016 wieder auf Konzertreise mit seinem neuen Programm „Lass knacken Oppa!“. Vier seiner Termine plant der Mühlheimer Musiker und Schauspieler im Ruhrgebiet!


[ruhr-guide] Seit drei Jahrzehnten polarisiert und provoziert Helge Schneider mit seinem ganz persönlichen Unsinn, für den er mit vielen Auszeichnungen wie den ECHO, den deutschen Comedypreis, den Ruhrpreis fürLass knacken Oppa!, Foto: gymnasm Kunst und Wissenschaft, das Prädikat „Klavierspieler des Jahres“ und diversen weiteren belohnt wurde. Nach seinen Millionen Kilometern im Bandbus auf der Autobahn verkündete Helge Schneider 2014 seinen Rücktritt. Nach dem er sich mit seiner kleinen Rente in Sierra Nevada in einem windschiefen Campingzelt eingelebt hat und manchmal an seinem Miniaturflügel vor sich hinspielte, fiel ihm dabei auf, dass er das Publikum etwas vermisst. Als er beim Vorbeigehen an einer Schaufensterscheibe sein Spiegelbild erspäht, war für ihn eine Sache klar: „Für Rente bin ich doch viel zu jung! Ich will wieder arbeiten! Ja! Das ist eine gute Idee!“. Zwischen Künstlern wie Dürer und Beethoven findet sich Helge Schneider gut aufgehoben und prägte sowohl den deutschsprachigen Humor, als auch die deutsche Musiklandschaft. Mit seinem einzigartigen Stil verbindet er beide Genres.

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Helge Schneider ein unheimlich fauler Typ

Im Jahre 2015 feierte Helge Schneider seinen 60. Geburtstag und der KIWI-Verlag spendierte ihm als Geburtstagsgeschenk das Buch „Orang Utan Klaus“, welches die besten aufgeschriebenen Geschichten von seinen Bühnenauftritten zeigt, samt Originalzeichnungen von Helge Schneider. Dazu veröffentlichte er seinen Konzertfilm zu seiner letzten Show im Temprodrom in Berlin „Lass knacken Helge! - Helge der Film! - Helge, Life!“, der ebenfalls eine Dokumentation seines bisherigen Schaffens ist. Nun beendet er in diesem Jahr seine „Kurzrente“ und lässt es wieder mit seiner mittlerweile dreißig Jahren alten Perücke und seinem kürzlich sich selbst geschenktem Flügel knacken, ganz nach dem ultimativen Tour-Motto „Lass knacken Oppa!“. Da denkt man sich: ganz schön fleißig dieser Schneider. Doch der Komiker ist wie immer sehr bescheiden und kommentiert: „Eigentlich bin ich ein unheimlich fauler Typ. Ich übe nie, versuche alles so weit wie möglich aufzuschieben. Trotzdem sieht es aus, als wäre ich unheimlich aktiv. Ich mache es aber so schnell. Wenn ich eine Schallplatte aufnehme, habe ich keine Lust, mehr als zwei Minuten im Studio zu verbringen.“

Opas sind Helge Schneiders Vorbilder

Am 30. August 1955 wurde Helge Schneider in Mühlheim an der Ruhr geboren und wollte deshalb zunächst Clown werden. Die Schule war für ihn kein Hindernis, da er weder Abitur noch etwas ähnliches machte. Als kleiner Junge verkleidete er sich schon als Opa und studierte in den 70er Jahren das Verhalten von alten Männer in seinem „Eduscho-Studium“ im gleichnamigen Stehcafé. Er war fasziniert, dass diese „Oppas“ trotz ihrer Unzulänglichkeit immer souverän blieben und machte sie zu seinem Vorbild. Weil er mit 17 Jahren in eine eigene Wohnung ziehen wollte um selbständig zu sein, ging er von zuhause fort. Sein großer Durchbruch gelang ihm 1992 mit seinem Album „Guten Tach“. Mit seinem „Wetten dass..?“ Auftritt wurde Helge Schneider im Jahre 1994 richtig bekannt und landete daraufhin mit seinem Song „Katzeklo“ in den Charts. Seit seinem Film „Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem“ ist er als Rollendarsteller genauso gefragt, wie als Komiker und Entertainer auf der Showbühne. Als Jazzmusiker versteht es Helger Schneider wie kaum ein anderer diesen „Way of making music“ heimlich in seine Auftritte einzuführen. Dank seiner erfolgreichen Karriere hat er viel zu tun und kaum Privatleben und wenn er doch mal Zeit hat, geht er seinem Hobby Holzhacken nach. Weder Fliegen noch Rauchen gehören zu seinem Laster und sein Klavierspiel ist ein Produkt seiner fünfzig jahrelangen dauernden täglichen Übungsstunden.

Mit „Lass knacken Oppa!“ wird Helge Schneider wieder seine skurrile schräge musikalische Art auf die Bühne bringen und die Zuschauer unterhalten. Freuen Sie sich darauf!

Helge Schneider – „Lass knacken Oppa!“

08.09.2017 Mülheim Freilichtbühne

Foto: gymnasm

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