Andreas Kieling: Mein Leben mit wilden Tieren

Wie fühlt es sich an, alleine durch Feindesland zu wandern, mit sechs Meter langen Krokodilen schwimmen zu gehen oder nur einen Meter Abstand zwischen sich und einem Grizzly-Bären zu haben? Wie fühlt es sich an, draußen zu Hause zu sein? Die Antworten auf diese Fragen weiß Andreas Kieling, Deutschlands renommiertester Tierfilmer. Vom 25. Januar bis 29. Februar 2012 ist er mit seiner Multivisions-Show in 24 deutschen Städten unterwegs und zeigt Ihnen seine erlebnisreichsten Erkundungstouren und bewegendste Momente mit wilden Tieren in aller Welt. Purer Atemraub und maximale Freiheit!

Archiv: 02.02.2012 [ruhr-guide] Andreas Kieling, der John Wayne unter den Tierfilmern, Andreas Kieling und Grizzly-Bärenwurde 1959 in Gotha geboren und floh 1976 aus der DDR, um Dinge zu unternehmen, die normale Menschen nur im Kino sehen. Er reiste durch Grönland, fuhr mit dem Mountainbike durch den Himalaya und arbeitete als Seemann und Förster in China, Pakistan und Indien. Seit 1990 bereist er die Welt als Naturfotograf und Dokumentarfilmer. Seine Werke werden im National Geographic Channel ausgestrahlt und sind mehrfach preisgekrönt. Für seinen ARD-Dreiteiler "Abenteuer Erde – Yukon River" erhielt er den begehrten Panda- Award. Heute lebt Kieling auf einem Bauernhof in der Eifel.

Für seine Filme hat er meistens bedrohte Tiere vor der Linse. Oft sind es die letzten ihrer Art, wie zum Beispiel Wüstenelefanten, Berggorillas oder Schneeleoparden. Die Salzwasserkrokodile in Australien werden bis zu 6 Meter lang und sind damit die größten Krokodile der Erde. Tagelang gewöhnte Kieling ein ausgewähltes Exemplar an seine Nähe, um ihm schließlich unter Wasser samt Kamera Gesellschaft zu leisten. Unter diesen lebensbedrohlichen Bedingungen entstanden eindrucksvolle Aufnahmen. Damit dies möglich ist, schaut er in die Seele des Tieres und schöpft aus seinem großen Wissen über die Artenvielfalt unserer Erde. Mit seinen cineastischen Aufnahmen hat er sich bereits eine Signatur entwickelt.

Für die spektakulären Aufnahmen begibt sich Andreas Kieling oft in brenzlige Situationen. Hier rückt Kieling gefählich nah an ein Salzwasserkrokodil heranEinmal hat ihm sogar sein Kamera-Rucksack samt Inhalt das Leben gerettet, als er ihn als Puffer zwischen Grizzly-Bär und seinem Bauch hielt. Und wenn er nicht gerade um sein Leben kämpft, muss Kieling andere Probleme bewältigen. Berggorillas darf man zum Beispiel nicht in die Augen schauen. Dies bedeutet für die vom Aussterben bedrohte Art gezielte Aggressivität. Und Komodowarane haben zwar einen vergleichsweise weicheren Biss, schwächen ihre Beute allerdings mit einem Arsenal an Giftdrüsen, um sie anschließend einfacher töten zu können. Wer dies und andere wichtige Information über Verhaltensweisen und Anatomie der Tiere im Kopf abgespeichert hat und sich in freier Wildbahn so bewegt, als gehöre er dazu, dessen Überlebenschancen stehen schon mal nicht schlecht.

Mit seiner Multivisionsshow ist Andreas Kieling am 13. Februar zu Gast in Essen und präsentiert in zwei Stunden die Highlights aus 20 Jahren Filmproduktion. Live erzählt er die Geschichten hinter den Bildern und verrät, welche Aufnahmen die gefährlichsten waren. Kieling wird darüber berichten wie wichtig es ist, tierische Aktivitäten und Reaktionen richtig zu lesen und wird außerdem schildern, wie er sich in der heutigen Neid- und Ellenbogengesellschaft seinen Traum erkämpfte. Überzeugen Sie sich selbst und genießen Sie einzigartige Bilder mit Gänsehaut-Charakter!

Termine

01.02.2012 Hannover
13.02.2012 Essen
14.02.2012 Düsseldorf
23.02.2012 Köln

Weitere Termine: www.kieling-tour.de

(nm)
Fotocredit: Andreas Kieling

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