Das war das Kinofest Lünen 2009

Zwischen dem 19. und 22. November 2009 fand bereits zum 20. Mal das Kinofest Lünen statt. Die Jubiläumsausgabe konnte sich während der vier Festivaltage über regen Publikumszuspruch und damit volle Kinosäle freuen. Zudem waren mehr als 100 Filmschaffende und Prominente aus der Filmbranche anwesend um mit dem Publikum über ihre Arbeiten zu diskutieren.


[ruhr-guide] Festivalluft schnupperte auch Ilja Richter, Kinofest Lünender locker und gewohnt fröhlich durch die Eröffnungsgala am Donnerstagabend führte. Nach vier bis zum Rand vollgestopften Festivaltagen ging am Sonntagabend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung das Kinofest zu Ende. Schauspieler Peter Lohmeyer moderierte die festliche Preisverleihung im Rahmen der Abschlussgala, bevor mit SOUL KITCHEN, Fatih Akins neues Werk das 20. Kinofest abschloss.

Auch in diesem Jahr gab es in Lünen viele Preise zu gewinnen. Insgesamt wurden in den einzelnen Wettbewerben Geld- und Sachpreise im Wert von 70.300 Euro vergeben. Das Programm aus 35 Langspielfilmen wurde durch 23 Kurzfilme ergänzt, davon liefen 37 Werke in den Wettbewerben um den Hauptpreis Lüdia, den Produzentenpreis oder einen der Kurzfilm- oder Schülerpreise, um hier nur einige Auszeichnungen zu nennen. Den besonderen Stellenwert des Publikums unterstreicht das Festival, indem es die Zuschauer durch Abstimmung den Gewinner der Lüdia bestimmen lässt. Dieser ist als Hauptpreis des Kinofests mit 20.000 Euro dotiert.

Das vielfältige Programm des Festivals zeigt neben den Spiel- und Dieter Moor in 2012Kurzfilmen auch Dokumentationen und lokale Werke. So konnte am Freitagabend Independentfilmer Ralf Möllenhoff aus Lünen sein neuestes Werk Lifeless auf der großen Leinwand zeigen. Spannende Dokumentarfilme wie Dana Linkiewiczs Film Anne Perry – Interiors, Astrid Schults bewegende Doku Der innere Krieg oder Melanie Liebheits Wiedergeboren in Westfalen, der die größte Exil-Hindugemeinde vorstellte, hatten ihren festen Platz im diesjährigen Festivalplan. Der Eröffnungsfilm Ein Schnitzel für Drei konnte durch Wortwitz und drei unterhaltsame Charaktere punkten und der Abschlussfilm Soul Kitchen war der passende Ausklang des Festivals, welcher nicht zuletzt wegen seiner Lockerheit gefiel. Das auch ernste Themen Teil eines Events wie dem Kinofest sein können, zeigte der Spielfilm Unter Bauern, welcher die Geschichte der Jüdin Marga Spiegel erzählt, die durch die Hilfe von Landwirten die Nazi-Zeit überlebte. Gäste des Kinofest Lünen waren auch die Schauspieler Robert Stadlober, Ludger Pistor und Dieter Moor, der den Kurzfilm 2012 präsentierte.

(mo)

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