Ronal der Barbar

Lack, Leder, Nieten und Piercings – die 80er erleben in der dänischen Funtasy-Komödie "Ronal der Barbar" ab dem 22.12.2011 ein gelungenes Revival in 3D. Unter der Regie von Philip Einstein Lipski, Thorbjorn Christoffersen und Kresten Vestbjerg Andersen entstand ein rasanter Animationsfilm im Stil der Metal- und Hardrockbands wie Manowar und Europe, indem ein schwächlicher Underdog schwierige Missionen erfüllen muss. Der Streifen läuft seit dem 22.12.2011 in den Kinos.

[ruhr-guide] Mit dem Volk der Barbaren können sich bestimmt nicht viele Filmposter Ronal der BarbarMenschen identifizieren. Hier herrscht ein rauer Ton unter den bemuskelten und mit Öl beschmierten Kriegern. Man muss anpacken können, vor Männlichkeit strotzen und sich nicht davor scheuen, mit nichts als einem Tanga bekleidet herumzulaufen. "Babes, Balls & Muscles" lautet das Motto, mit dem der friedfertige Ronal nicht viel anfangen kann. Er hat weder Muskeln, noch Eier, und die Frauen liegen grundsätzlich anderen zu Füßen. Doch wie es das Schicksal so will, hält Ronal ausgerechnet dann Nachtwache, als der Erzbösewicht Volcazar seinen Stamm entführt.

Ronal ist letzte Hoffnung seines Stammes

Somit ist der schlaksige Hänfling die letzte Hoffnung seines Stammes und begibt sich in Richtung Feindesland. Doch alleine ist er nicht unterwegs. Zu seinen Helfern gehören ein metrosexueller Elb, ein talentfreier Jungbarde und die jungfräuliche Kampfbraut Zandra, die auf der Suche nach einem Duellpartner ist, der sie besiegen kann. Diesen würde sie dann zum Mann nehmen. Zusammen müssen sie das sagenhafte Schwert des Barbarengottes finden und dabei viele Quests bewältigen. Doch Volcazar's Häscher und vollbusige Amazonen erschweren den Trip gewaltig.

Der Streifen ist auf jeden Fall nichts für Sensibelchen, denn alles und jeder Für Sie zu gewinnen: Europe-CDwird hier aufs Kreuz gelegt und männliche Leichen und abgetrennte Gliedmaßen gehören ebenso dazu wie ein abwertendes Frauenbild. Das ist Parodie vom feinsten – wenn auch nur für das etwas ältere Publikum – oder alle diejenigen, die es lustig finden, wenn man sich komplett mit einem Unsichtbarkeitselexier einschmiert, aber ausgerechnet die Hoden vergisst.

Ein Film für Conan-Fans

Am Ende lernt Ronal, dass man nicht nur Muskeln braucht, um ans Ziel zu gelangen, sondern vor allem Selbstvertrauen. Sie stehen auf die klassische Disney-Erzählstruktur, die Conan-Reihe, rabiaten Spaß und entblößte Hinterteile? Dann ist "Ronal der Barbar" – mit einer Überraschung im Nachspann - genau der richtige Film für Sie!

(nm)
Fotocredit: Copyright Einstein Film 2011, Edel Records

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