RUHR.2010: Bilder entdecken

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" und vermag es oftmals Menschen in ganz besonderer Weise anzusprechen. Bilder provozieren, faszinieren, wecken Freude oder auch Ekel. Dabei ist es wohl eher eine Frage der persönlichen Vorlieben, ob man sich eher durch klassische oder zeitgenössische Malerei oder gar Fotografie begeistern lässt. Zum Glück für alle Unentschlossenen bietet der Programmpunkt "Bilder entdecken" einen durchaus abwechslungsreichen Einblick in verschiedene Kunstformen.

[ruhr-guide] Hilla und Bernd Becher Hannibal, Bochum-Hofstede, Ruhrgebiet, D 1973, Hilla und Bernd BecherDer Programmpunkt Bilder entdecken umfasst drei Unterpunkte, die zudem auch noch in Kooperation mit den Projekten des Hauptprogramms Metropole gestalten stehen. Die Besucher dürfen sich daher auf verschiedene Kunstausstellungen in außergewöhnlichem Umfeld freuen. Neben den 20 Kunstmuseen im Revier haben unter anderem auch Das schönste Museeum der Welt und das Gasometer Oberhausen ihre Pforten für die Ausstellungen geöffnet. Genug der Worte, kommen wir zu den Bildern:

RuhrKunstMuseum

Hinter diesem Programmnamen verbergen sich die Ausstellungsprojekte Mapping the Region und Collection Tours. Das Besondere daran? Anlässlich des Kulturhauptstadtjahres ist es gelungen, die Dachmarke RuhrKunstMuseum zu schaffen, welche sich letztlich aus 20 verschiedenen Kunstmuseen aus dem gesamten RuhrKunstMuseen
Foto: Eric JobsRuhrgebiet zusammensetzt. Unglaublich aber wahr, in der Kunstszene zwischen Duisburg und Dortmund wird 2010 kräftig kooperiert und dies auf höchstem Niveau. Ziel dieser Generalprobe ist es denn auch, langfristige Strukturen für dauerhafte Kooperationsformen zu "erproben", wie es von offizieller Seite heißt. Die Ausstellungsreihe Mapping the Region zeigt Besonderheiten der Region durch die künstlerische Brille. So widmet sich beispielsweise Zwischen Kappes und Zypressen der Gartenkunst an Emscher und Ruhr, wohingegen 100 Lichter / 100 Gesichter den Fokus auf die Geschichten einzelner Studierender im multikulturell geprägten Ballungsraum Ruhrgebiet legt. Unterschiedlichste Herangehensweisen und Schwerpunkte verlieren dabei nie das eigentliche Ziel aus den Augen, nämlich Besonderheiten der Region aufzuzeigen.

Fotografie

Fotografisch in Szene gesetzt, kann auch aus dem banalsten Motiv ansprechende Kunst werden. Dabei geht es, zum Glück für das Ruhrgebiet, nicht zwingend um Schönheit, sondern vielmehr um Echtheit, Charme und eine gewisse Widersprüchlichkeit in den Motiven. Die Entwicklung des Ruhrgebiets von einem Industriemoloch, geprägt von Kohle Ruhrblicke
SANAA- Gebäude, Welterbe Zollverein, Essen, Foto: Sparkassen-Finanzgruppe
und Stahl, hin zu einem urbanen, multikulturellen Ballungsraum mit industriekulturellen Wurzeln und vielfältiger Gestalt, drängt sich demzufolge als Motiv nahezu auf. Denn, ehemalige Industrieanlagen, die mittlerweile zweckentfremdet eine ganz andere Bestimmung haben, gibt es hier zu genüge. Vielleicht entdecken Sie ja auf den ausgestellten Fotos ein Gebäude, einen Winkel oder eine Gasse, die Ihnen bekannt vorkommt aber bislang nie wirklich in Erscheinung getreten ist? Oder aber ein findiger Fotograf hat Sie beim "Rumhängen in Europa", dem hangingaround/Heimatquartier eiskalt erwischt? Keine Sorge, Sie können sich dann mit Fug und Recht als Kunstwerk bezeichnen.

Ausstellungen

Wenn es darum geht Bilder zu entdecken, dürfen natürlich Ausstellungen in jeglicher Form und Gestalt nicht fehlen. Hinter dem Programmpunkt Ausstellungen verbergen sich Exponate zum Thema Bilder einer Metropole, Das schönste Museeum der Welt aber auch die Unternehmensgalerie RUHR.2010. Wem das Alles zu bodenständig ist, der läßt sich im Gasometer Oberhausen einfach zu Sternstunden in die unglaublichen Weiten des Weltalls mitnehmen.

Die genauen Programminformationen entnehmen Sie bitte der Internetpräsenz der RUHR.2010 unter:www.ruhr2010.de.

(mf)

Fotos: Hilla und Bernd Becher, Sparkassen-Finanzgruppe, Eric Jobs.

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