HERLINDE KOELBL – Fotografien von 1980 bis heute

Die Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen präsentiert "HERLINDE KOELBL – Das deutsche Wohnzimmer, Spuren der Macht, Haare und andere menschliche Dinge – Fotografien von 1980 bis heute". Vom 25. Januar bis 3. Mai 2015 ist die Ausstellung der erfolgreichen Fotografin zu sehen und lädt zum bestaunen und betrachten von zahlreichen bekannten Projekten und Werken ein.

Archiv: 19.12.2014 [ruhr-guide] Erst einige Zeit nach Ihrem Modestudium entdeckte Herlinde Koelbl ihre Leidenschaft für die Fotografie und das Schreiben. Ein Werk von Herlinde Koelbl, Foto: Herlinde KoelblSie arbeitete für renommierte Zeitschriften und verfasste ihre ersten Bücher. Ganz besonders interessierte sich die zielstrebige junge Dame für den Menschen. Wie Einflüsse und Dinge Personen darstellen,verändern und beeinflussen können. Das tiefgehende Interesse an dem Menschen findet sich in ihren zahlreichen Arbeiten wieder. Heute ist sie eine der wichtigsten Fotografinnen Deutschlands. Denn ihre Werke, vor allem ihre faszinierenden Fotografien erzählen Geschichten die nicht in Worte zu fassen sind.

Herlinde Koelbl – profiliert und meist diskutiert

Die bemerkenswerte Dame wurde im Oktober 1939 in Lindau geboren. Die berühmten Werke der Fotografin, sei es der Bildband „das deutsche Wohnzimmer“, die „Jüdischen Porträts“ oder die Langzeitstudie „Spuren der Macht“ sind faszinierend und spannend. Ganz besonders interessant ist allerdings der Hintergrund und die Entstehung der Arbeiten. Herlinde Koelbl reizt die spezielle Geschichte, die Umstände und die Einflüsse der ausgewählten Motive. Denn nur dieses tiefgehende Interesse an dem Menschen, sowie die langen und ausführlichen Interviews machen die Werke Herlindes so einzigartig wie sie heute sind. Von Januar bis Mai werden in der Ausstellung „HERLINDE KOELBL - Das deutsche Wohnzimmer, Spuren der Macht, Haare und andere menschliche Dinge – Fotografien von 1980 bis heute“ alle wichtigen Werke vereint, die sich mit Themen beschäftigen die in der Gesellschaft diskutiert oder gar tabuisiert wurden und werden. „Seit Ende der 80er Jahren eine der in Deutschland meistdiskutierten Fotografinnen.“, so liest es sich im Lexikon der Fotografen.

Spuren der Macht – das tiefgehende Interesse für Menschen

Das bekannteste Projekt der deutschen Fotografin ist wohl die Langzeitstudie „Spuren der Macht“. Herlinde Koelbl analysierte acht Jahre lang verschiedene Politikerinnen und Politiker sowie Vorstandsvorsitzende.Herlinde Koelbl, Foto: Johannes Rodach Jedes Jahr untersuchte sie mit ihren Probanden ob Amt und Verantwortung, öffentliche Aufmerksamkeit und Erfolgsdruck einen Einfluss auf äußerliche Veränderungen haben. Die Fotografien zu Gerhard Schröder, Angela Merkel und Joschka Fischer sind nicht nur sehr bekannt, sondern stehen ebenfalls ab Mai in der Ausstellung der Ludwiggalerie Oberhausen aus. "Die Verwandlung des Amtes durch den Menschen dauert etwas länger als die Verwandlung des Menschen durch das Amt.", lautet die Unterschrift des Porträts von Joschka Fischer während der Studie im Jahre 1998. Die mit viel Hingabe und Einfühlungsvermögen entstandenen Fotografien sind jeweils mit einem Zitat der durchgeführten Gespräche unterlegt.

Fazit

Das jedes der Projekte der Fotografin Herlinde Koelbl einen Hauch von soziologischer Analyse mit sich bringt, macht die Werke unfassbar faszinierend und spannend. Mal untersucht sie die Wirkung von Umgebungen und Umständen und mal den gesamten Menschen mit Haut und Haar. Die Ausstellung „HERLINDE KOELBL - Das deutsche Wohnzimmer, Spuren der Macht, Haare und andere menschliche Dinge – Fotografien von 1980 bis heute“ freut sich auf Ihren Besuch. Lassen Sie sich von einer Künstlerin inspirieren, die Ihr Interesse und Ihre Leidenschaft nicht nur lebt sondern uns die Ehre gibt, diese mit uns zu teilen.

"HERLINDE KOELBL – Das deutsche Wohnzimmer, Spuren der Macht, Haare und andere menschliche Dinge – Fotografien von 1980 bis heute"

25. Januar bis 3. Mai 2015
Ludwiggalerie - Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
www.ludwiggalerie.de

Fotos:
Bild 1 - Schein und Sein, Andrea und Anita © Herlinde Koelbl
Bild 2 - Herlinde Koelbl, 2014 © Johannes Rodach

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