Wertanlagen 2: Jim Avignon in Recklinghausen

Vom Offenen Atelier bis zum Livepainting, von Performancekunst bis zur Podiumsdiskussion - vom 19. April bis zum 15. Juni heißt es in der Festspielstadt Recklinghausen Bühne frei für die "weichen" Werte. Im Rahmen des Kunstprojekts "Wertanlagen 2" zeigte der in New York lebende Künstler Jim Avignon am Montag, 16. April, in der Sparkasse Recklinghausen, wie schnell Kunst entsteht.


Archiv: 17.04.2007 [ruhr-guide] Kunst kommt von Verkaufen, Kunst = Kunst = KapitalKapital. Dort wo das Geld zu Hause ist, ist die Kunst oft nicht weit. Anlässlich der Ruhrfestspiele findet bei der Sparkasse Vest Recklinghausen das Kunstprojekt "Wertanlagen 2" statt, wobei es nicht bloß um Geld geht, sondern auch um Werte wie Glück, Vertrauen oder Liebe. "Wertanlagen 2" wird in Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern, Recklinghäuser Schülern und allen Kunstinteressierten, die spontan mitmachen wollen, realisiert. Bis zum 18. April, also vor dem offiziellen Start des Projekts, konnte man im Offenen Atelier im Kutscherhaus den Künstlern bei der Arbeit und der Entstehung ihrer Kunstwerke zuschauen und sogar mitmachen.

Jim Avignon malte im Ruhrgebiet

Jim AvignonJim Avignon in Recklinghausen lieferte seinen Beitrag zum Wert der Kunst mit seiner ganz besonderen Cheap-Art-Malerei. Beim Livepainting demonstrierte er am 16. April den begeisterten Zuschauern, in welch unglaublicher Geschwindigkeit seine Bilder entstehen. Auf einer überdimensionalen Leinwand schuf er ein buntes Pop Art-Gemälde mit skurrilen Figuren, rauchenden Schloten und ins Nichts führenden Leitern. Hochkonzentriert und zugleich blitzschnell schuf Jim Avignon das Gemälde im XXL-Format, ob direkt auf dem Boden knieend oder hoch oben auf der Leiter.

Weitere Künstler und ihre Beiträge

Die Berliner Videoperformerin Eve Hurford inszeniert Videointerviews mit Meinungen völlig unterschied­licher Menschen und sorgt dafür, dass der Betrachter selbst zum Objekt ihrer Videografiken wird.
In der Installation des Essener Künstlers Mirko Reinecke findet jeder Wert seinen Platz, ob materiell, immateriell, positiv oder negativ – bewerten soll der Betrachter.
Am liebsten alle Menschen mobilisieren will der Waltroper Aktionskünstler Helmut R. Schmidt mit seiner Performance "Maßstäbe setzen". Die symbolhaften Wertmaßstäbe aus Holz werden von der Sparkasse zu Orten getragen, die besondere Wertschätzung verdient haben. Jeder kann mitmachen!
Mit weiteren Beiträgen sind die Schüler des Gymnasiums Petrinum und des Max-Born-Berufskollegs vertreten. Die Einbindung von jungen Menschen ist ein besonderes Anliegen von "Wertanlagen 2".

Termine:


10. – 18. April 2007: Offenes Atelier im Kutscherhaus
Kutscherhaus, Willy-Brandt-Park 5, Recklinghausen

17. April 2007: Erste Performance – Wertmaßstäbe setzen
Helmut Schmidt lädt zu seiner ersten aktiven Performance ein. Hölzerne Wertmaßstäbe werden von der Sparkasse Vest Recklinghausen in die Stadt getragen und an Orten, die Wertschätzung erfahren sollen, gesetzt. Diesmal an der Gastkirche. Jeder ist herzlich eingeladen, mitzumachen und selbst einen Wertmaßstab zu setzen!
Treffpunkt für alle Interessierten: Zentrale Sparkasse Vest Recklinghausen, Herzogswall 5, Recklinghausen, 15.30 Uhr

19. April 2007: Vernissage
Offizielle Eröffnung von "Wertanlagen 2". Die Künstler sind anwesend.
Zentrale Sparkasse Vest Recklinghausen, Herzogswall 5, Recklinghausen, 19.30 Uhr

16. Mai 2007: Podiumsdiskussion "Der Wert der Kunst"
Der Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten, Marl, Dr. Uwe Rüth diskutiert mit namhaften Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, wie z.B. dem freischaffenden Künstler Felix Dröse und der "Hype!"-Autorin Piroschka Dossi. Moderation: Uwe Kammann, Geschäftsführer des Adolf-Grimme-Instituts.
Zentrale Sparkasse Vest Recklinghausen, Herzogswall 5, Recklinghausen, 19.30 Uhr

(sl)

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