200 Jahre Westfalen. Jetzt!

Vom 28. August 2015 bis 28. Februar 2016 zeigt das Dortmunder Museum für Kunst und Kultur die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“. Hier können die Bewohner der Provinz viel Neues über ihre Heimat erfahren und einiges dazu lernen! Es wird zum Nachdenken über das eigene Heimatgefühl angeregt, Klischees umgeworfen und Wissen vermittelt. Wir freuen uns schon!


Archiv: 05.01.2016 [ruhr-guide] Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte widmet sich in diesem Jahr ganz der Provinz Westfalen. 200 Jahre WestfalenDie Sonderausstellung, die vom 28. August 2015 bis zum 28. Februar 2016 zu sehen sein wird, untersucht unter anderem die Fragen, ob es ein westfälisches Heimatgefühl gibt, was das Bild von Westfalen prägte und noch immer prägt und welche Rolle dieses in der heutigen Zeit spielt. Dabei geht es natürlich auch um Klischees wie Sturheit und Arbeitseifer sowie regionale Klassiker wie Korn und Pumpernickel. Begleitet wird das ganze von einem umfangreichen Rahmenprogramm, das lauter Wissenswertes und viele Überraschungen für Groß und Klein bereit hält.

Die Ausstellung

In Kooperation mit dem LWL-Museum für westfälische Regionalgeschichte und dem Westfälischen Heimatbund zeigt das BäckereiDortmunder Museum auf ganzen 1.000 Quadratmetern rund 800 „Zeitzeugnisse“ unterschiedlichster Art. Thematisch aufgeteilt und inszeniert werden die Exponate in die Kategorien „Territorien“, „Prolog“, „Straße“, „Siedlung“, „Horizont“ und „Gewächshaus“. Die Besucher können mit Hilfe von Bild-, Ton-, Schrift- und Filmdokumenten eine Zeitreise durch das 200 Jahre alte Territorium Westfalens machen und die Geschichte durch Partizipation hautnah erleben. Dabei können sie ihr eigenes Bewusstsein hinterfragen: Identifizieren sie sich mit ganz Westfalen oder doch eher nur ihrer Heimatstadt? In wie weit prägen Klischees ihr Denken?

Die Inszenierung

Das „Territorium“ ist das Herzstück der Ausstellung, welches sich alle zwei Monate verändern und verschiedene Themen in den Vordergrund stellen wird. Los geht es mit „Industrie und Mobilität“, wo die technische und wirtschaftliche Entwicklung Westfalens nachgezeichnet wird. Eine gute Infrastruktur und die gesicherte Versorgung der Menschen waren nötig, um aus Fabriken und Manufakturen erfolgreiche Weltkonzerne zu entwickeln, weshalb in Westfalen nun eine besonders breite Masse an Weltmarktführern zu finden sind. Wasser spielt als Energielieferant und für Schifffahrtswege eine entscheidende Rolle, die in der Sonderausstellung thematisiert wird und auch die Textilherstellung war beispielsweise im Münsterland und Ostwestfalen ein wichtiger Schwerpunkt.

In der zweiten Themenausstellung „Arbeit und Produktion mit Wasserkraft“ dreht sich alles200 Jahre um Talsperren und Staumauern. Im abschließenden Teil, der am 7. Januar 2016 beginnt und den Namen „Gegensätze und Toleranz“ trägt, geht es vor allem um die Menschen. Dabei werden die Migration, Integration, soziokulturelle Spannungen, Religionen sowie Fremde und Heimat untersucht. Über die von Vereinen und Handelsleuten bespielte „Straße“ gelangt man zum „Prolog“. Dieser lässt im Vorraum der Sonderausstellung Hörbilder und Filme zu den Besuchern sprechen. Der „Horizont“ bietet allen Interessierten einen Zeitstrahl der politischen und kulturellen Entwicklungen vom Wiener Kongress 1815 bis heute. Mitten im „Horizont“ liegt die „Siedlung“: Die Gäste besuchen die Wohnstuben zweier Fußballfans und eines Arbeiters, ein Vereinsheim und eine Amtsstube. Exponate, die dem Museum vom Westfälischen Heimatverein geliehen wurden, finden sich im „Archiv“ vor und im „Gewächshaus“ dreht sich alles um die Pflanzen und Tiere Westfalens. Das Thema Heimat und Fremde spiegelt sich in diesen Exponaten wieder und präsentiert beispielsweise einen Prinzen, der aus Westfalen stammt und aufgrund seiner Schulden in die Ferne ziehen muss oder um ein Massaker, welches im Arnsberger Wald stattfand und lange Zeit verschwiegen wurde.

Das Rahmenprogramm

Das umfangreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ macht Geschichte begreifbar und wird die Besucher sicherlich an der ein oder anderen Stelle zum Staunen bringen. Es wird Führungen und Aktionen für Schulklassen geben, bei denen die Jugendlichen angeregt werden, über sich und ihre Heimat nachzudenken. Dieses Programm wurde extra mit den Lehrplänen aller Jahrgangsstufen abgestimmt, so dass ein Besuch im Dortmunder Museum für Kunst und Kultur eine wirklich gute Gelegenheit ist, Schwung in den Alltag der Schüler zu bringen. Auch Exkursionen ins westfälische Umland sind eine lohnenswerte Option. Weiterhin werden spezielle Programme für Gruppen und Familien angeboten, dazu gehören beispielsweise „westfälische“ Stadtgespräche, Familiensonntage, Konzerte und kulinarische Highlights.

Mit seiner neuen Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ bringt das Dortmunder Museum für Kunst und Kultur den Bewohnern von Westfalen ihre Heimat näher, deckt spannende Überraschungen auf und regt die Gäste an, über Klischees und Zugehörigkeitsgefühle nachzudenken. Eine wirklich lohnende Ausstellung für alle Dortmunder, Westfalen und Zugezogene!

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Hansastr. 3
44137 Dortmund

200 Jahre Westfalen. Jetzt!

28. August 2015 bis 28. Februar 2016

Foto 1: Herbert Stahlschmidt, Ferndorfer Duffel, um 1930 mit KeyVisual der Ausstellung / NEU, Büro für Kommunikation
Foto 2: Stefan Grey
Foto 3: Heimatverein Borghorst e.V.

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