Camera Obscura - Museum zur Vorgeschichte des Films

Die weltweit größte begehbare Camera Obscura steht mitten im Ruhrgebiet, in Mülheim an der Ruhr! Sie befindet sich im alten Wasserturm in Mülheim-Broich und beleuchtet zusammen mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films die Ursprünge des bewegten Bildes. Physik gestaltet sich in der Camera Obscura spannend und zum Anfassen nah. Die Vorgeschichte des Films wird eindrucksvoll anhand von vielen einzigartigen Exponate der Sammlung „S“ aufgezeigt, unter denen sich einige echte Schätzchen befinden. Ein Ausflug nach Mülheim lohnt sich!


[ruhr-guide] „Als die Bilder laufen lernten“ ist eine Phrase, die wunderbar Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Filmsbeschreibt, was der Besucher in dem 38 m hohen, ehemaligen Wasserturm in Mülheim-Broich vorfindet. Neben der alleine für sich schon total faszinierenden Camera Obscura, die hier seit 1992 existiert, kann man seit 2006 im Museum zur Vorgeschichte des Films mehr über die spannenden Entwicklungen erfahren, die im Laufe der Jahrhunderte immer mehr auf das bewegte Bild hingearbeitet haben. Ein spannender Ausflug für Groß und Klein, bei dem man auf alle Fälle nicht alltägliche Dinge zu sehen bekommt!

Bau der Camera Obscura in Mülheim an der Ruhr

Der historische Wasserturm aus dem Jahr 1904 wurde ursprünglich als Wasserspeicher für die Dampflokomotiven des Reichsbahnausbesserungswerks Mülheim-Speldorf errichtet. Nach der Zerbombung des Eisenbahngeländes im Zweiten Weltkrieg verlor der Turm jedoch seine Funktion und wurde viele Jahre nur gastronomisch genutzt. Als 1992 die Landesgartenschau nach Mülheim kam, entwickelte Professor Werner Nekes die Idee, in der Kuppel eine riesige, begehbare Camera Obscura einzubauen. Umgesetzt wurden die Pläne zusammen mit der Firma Carl Zeiss Jena, dem Aushängeschild Deutschlands im Bereich Feinmechanik und Optik.

Die Funktionsweise einer Camera Obscura ist bereits seit der Antike bekannt und beruht auf einem recht einfachenMitmachstation im Museum zur Vorgeschichte des Films Prinzip. Gemäß ihrer lateinischen Bedeutung ist die Camera Obscura ein komplett dunkler Raum. In der Wand befindet sich ein kleines Loch, wodurch ein Lichtstrahl in die Kammer fällt. Dieser Lichtstrahl wirft Projektionen, z. B. von Gegenständen, auf dem Kopf stehend an die Wand. Nach dem selben Prinzip funktionieren auch das menschliche Auge und eine Lochkamera.
In der Mülheimer Camera Obscura sorgen ein Spiegel und ein fokussierbares Objektiv dafür, dass das ganze Gelände der MüGa ab 13 Metern Entfernung bis zum Horizont scharf eingefangen werden kann. Bis zu 25 Personen können am Projektionstisch der Camera Obscura die Umgebung naturgetreu beobachten. Es gibt einiges zu entdecken!

Das Museum zur Vorgeschichte des Films bereichert die Camera Obscura

Bald war klar, dass es Sinn machen würde, auch die anderen Etagen des Wasserturmes in thematischen Zusammenhang zur Camera Obscura zu stellen. Im Jahr 2006 konnte das Museum zur Vorgeschichte des Films in dem alten Industriedenkmal schließlich feierlich eröffnet werden. Die Exponate stammen allesamt aus der Sammlung „S“ des passionierten Sammlers KH. W. Steckelings aus Wuppertal. Der Fotograf und Kurzfilmemacher verkaufte seine Sammlung dem Betreiber der Camera Obscura, der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH, der die interessantesten und kuriosesten Stücke auf drei Museumsebenen im Turm arrangierte.

In der ersten Etage des Museums zur Vorgeschichte des Films erfährt man mehr zum Thema „Licht und Schatten“, aufIm Museum zur Vorgeschichte des Films gibt es viel zu entdecken! Ebene zwei geht es um „Das bewegte Bild und die frühen Techniken“, während man im dritten Obergeschoss der „Camera Obscura, Guckkästen und Fotografie“ näher kommt. Wer sich auf der dritten Ebene umgeschaut hat, befindet sich schon in der Kuppel und der Weg zur Camera Obscura ist nicht mehr weit. Im Museum vereinen sich bemerkenswerte Erfindungen mit allerlei optischen Spielereien - Laternae Magicae, Schattenspiele, Kaleidoskope, Faltperspektiven, Guckkästen, Zwirbelscheiben oder Daumenkinos lassen vor allem auch die kleinen Besucher staunen! Diese werden auch begeistert sein, wenn sie an 14 unterschiedlichen Stationen selber Hand anlegen dürfen. Hier kann man an Nachbauten der historischen Geräte selbst herausfinden, wie die Technik funktionierte. Aber auch für die Erwachsenen bieten die Stationen neue Einblicke und natürlich auch jede Menge Spaß!

Führungen, Rallayes, Workshops und die Kulturreihe „Sonntags um 12“ bringen jede Menge Abwechslung in die Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films, sodass sich ein Wiederkommen sehr lohnt. Und wer mag, kann hier auch seinen Kindergeburtstag feiern oder sogar heiraten! Vielleicht aber auch nur einen kurzen Abstecher in die Cafeteria oder den Museumsshop gefällig? Hier gibt es leckere Erfrischungen und optische Spielzeuge für zuhause. Einem schönen Ausflug mit der ganzen Familie steht also nichts mehr im Wege!

Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films

Am Schloß Broich 42
45479 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 02 08 / 3 02 26 05
www.camera-obscura-muelheim.de

Öffnungszeiten Sommer:
1. Februar bis 18. Oktober 2016
Mi – So, 10 – 18 Uhr

Öffnungszeiten Winter:
19. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017
Mi – So, 10 – 16 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 4,50 EUR
Kinder bis 14 Jahre und Ermäßigungen: 3,50 EUR
Kinder bis 6 Jahre: frei
Familien: 11 EUR

Fotos: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

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