Deutsches Fußballmuseum

'54, '74, '90, 2014! Für alle, die Fußball aufregend und Museen uninteressant finden, wurde am 25. Oktober 2015 ein Museum eröffnet, das Fußballfans Spaß machen wird. „Wir sind Fußball“ ist der Leitgedanke, der alle Fans vereinen soll. Denn dazu gehören weit mehr Menschen, als die der rund 26.000 Vereine, die dem DFB angehören. Dass das Fußballmuseum seinen Platz in Dortmund gefunden hat ist weniger verwunderlich, denn das Ruhrgebiet ist eng mit dem Sport verbunden. Sonderausstellung 50 Jahre Wembley.


[ruhr-guide] Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau Fußballmuseum, Foto: Carsten Kobow/DFMdurchschnitt am 25. Oktober gemeinsam mit DFB-General- sekretär Helmut Sandrock und Ligaverbandspräsident Dr. Reinhard Rauball das rote Band um Punkt 11.03 Uhr für die Eröffnung des Deutschen Fußball- museums in Dortmund. Der Countdown wurde von Museumsdirektor Manuel Neukirchner, dem Geschäftsführer Michael Keßeler und vielen zahlreich erschienenen Besuchern auf dem Vorplatz heruntergezählt. Die Eröffnung des neuen Fußballmuseums in Dortmund war restlos ausverkauft, sodass die Tageskassen gut befüllt und pro Stunde 300 Besucher die Ausstellung betreten durften. Insgesamt waren es über 1500 Menschen, die die Ausstellung besucht haben. Mit mehr als 1.600 Exponaten wie auch Mario Götzes WM-Schuhen oder Jogi Löws blauem Pulli ist in diesem Museum die erste Dauerausstellung des Fußballs zu besichtigen. Löw selbst sagt zur Ausstellung: “Es ist eine imposante Ausstellung. Die Bilder von der WM 2014 sind wunderbare Eindrücke, die noch sehr präsent sind. Ich bin froh und sicher auch ein Stück weit stolz, dass sie im Deutschen Fußballmuseum bewahrt werden.” Hier soll ein neuer Zusammenhang zwischen Fußball und Kultur entstehen. Ein voller Erfolg für die Veranstalter!

Deutsches Fußballmuseum zeigt „50 Jahre Wembley“

Das Endspiel um die VIII. Fußball-Weltmeisterschaft 1966 zwischen England und Deutschland (4:2 n.V.) ist zum Mythos geworden. Zum 50. Jahrestag der unvergessenen Begegnung mit dem legendären „Wembley-Tor“ zeigt das Deutsche Fußballmuseum vom 31. Juli 2016 bis 15. Januar 2017 die Sonderausstellung „50 Jahre Wembley – Der Mythos in Momentaufnahmen“. Präsentiert werden künstlerische Medieninstallationen und zum Teil unveröffentlichte Fotografien zu diesem besonderen Kapitel der deutschen Fußballgeschichte.

Große Investitionen

Der Bau des Deutschen Fußballmuseums dauerte drei Jahre. 17,5 Millionen Euro sind dank des Deutschen Fußball-Bundes und 18,5 Millionen Euro durch die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in das Projekt eingeflossen. Durchgerechnet sind es knapp 36 Millionen Euro Realisierungskosten des Museums. Gesellschafter sind der DFB und die Stadt Dortmund zu gleichermaßen und die gemeinnützige DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum ist die Betreiberin des neuen Museums.

Stimmungsvolles Vorplatzfest

Neben der Eröffnung des Museums fand Das Fußballmuseum, Foto: Carsten Kobow/DFMaußerdem ein Vorplatzfest statt, dass die Besucher mit einer Live-Band, Comedy, Foto- und Schminkstationen, Ballkünstler sowie Gewinnspielen bei Laune gehalten hat. Für Ullrich Sierau und Helmut Sandrock steht fest: Dortmund, als Standort für das Deutsche Fußballmuseum, ist eine sehr gute Wahl! “Das Deutsche Fußballmuseum ist eine Attraktion für unsere Stadt und die Region. Es wird sich auszahlen, dieses Projekt mit Alleinstellungsmerkmal nach Dortmund geholt zu haben. Es ist ein offenes, kommunikatives Museum und eine attraktive Erlebniswelt, in die es sich lohnt einzutauchen.”, so Ullrich Sierau. Auch Dr. Reinhard Rauball ist Fan des Museums: “Der Fußball bietet seit Generationen dank herausragender Stars und Typen tolle sportliche Leistungen und spannende Unterhaltung. Er liefert unendlich viel Gesprächsstoff, steht für Leidenschaft und Emotion und sorgt für unvergessliche Momente. All das spiegelt sich auch in der Ausstellung des Deutschen Fußballmuseums wider.”

Sport mit Aussagekraft

Um Besuchern ein lebendiges Forum bieten zu können, indem Diskussionen für alle möglich sind, wird der Ausstellungsort zu einem Erlebnisort. Hier sollen den Besuchern alle Aspekte und Botschaften des Fußballs aufgezeigt werden. Auch in Bereichen wie der Politik oder der Ökonomie. Dafür stehen dem Museum moderne Ausstellungskonzepte und Ausstellungsmedien zur Verfügung.

Breites Publikum

Als Nachwuchsfans des Fußballs sollen gerade Kinder mit dem Museum angesprochen werden. Daher werden extra für Kinder verschiedene Angebote veranstaltet. Der Kindergeburtstag kann hier gefeiert werden, oder auch die Vereinsmannschaft und die Klassen aus den Schulen können sich von dem Museum inspirieren lassen.Modernität, Foto: DFM Denn als Eventlocation soll das lebendige Forum ein Bereich für Begegnungen sein. Nicht nur Pressekonferenzen und Preisverleihungen finden hier Platz, sondern auch Galas, Workshops und Firmenfeste. Auch private Feiern können auf 35 bis 700 Quadratmetern von bis zu 500 Personen in dem Museum statt finden. Auch werden individuelle Erlebnispakete angeboten, die VIP-Führungen und exklusive Museumsrundgänge durch die Hall of Fame oder andere Bereiche beinhalten.

Fußball – Ruhrgebiet

Der Sport ist eng verbunden mit dem Ruhrgebiet. Hier versteckt sich eine der weltweit höchsten Aktivenzahl und ebenso auch Zuschauerzahl. Die mehrmaligen Deutschen Meister und Europapokalsieger FC Schalke 04 und Borussia Dortmund werden hier ermutigt und bekräftigt von ihren Fans. Gerade die Rivalität zwischen den Fans der Teams macht das Ruhrgebiet und seinen Sport so besonders. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Deutsche Fußballmuseum ausgerechnet in Dortmund sein Zuhause findet. Das 7.000 Quadratmeter große Museum liegt in der Kunst- und Kulturmeile direkt gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es deshalb besonders leicht zu erreichen und kann mit seiner Glasfront nicht übersehen werden!

Das Deutsche Fußballmuseum

Königswall 21
44137 Dortmund

Öffungszeiten Museum:
Die - So 10-17 Uhr

Eintritt
Erwachsene 15 Euro
Erwachsene ermäßigt 12 Euro
Familen (4 Pers.) 49 Euro
weitere Infos unter www.fussballmuseum.de
(Stand: Okt. 2015, alle Angaben ohne Gewähr)

Foto 1+2: Carsten Kobow/DFM Foto 3: DFM

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