RuhrKunstMuseen

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 schlossen sich 20 Museen zu den RuhrKunstMuseen zusammen: Kunst hoch 20! Das neue Einheitsgefühl der Metropole Ruhr bleibt uns auch in diesem Jahr noch erhalten und so bleibt auch der Zusammenschluss der 20 Museen bestehen. Mit verschiedenen Tourangeboten und einer eigenen Busflotte soll in diesem Rahmen nicht nur Touristen, sondern auch jugendlichen und erwachsenen Metropoleneinwohnern sowohl die Kunst als auch die Museen näher gebracht werden.


[ruhr-guide] Die Mannigfaltigkeit der Kunstlandschaft des Ruhrgebiets ist nahezu einzigartig. Im drittgrößten Ballungsraum RuhrKunstMuseenEuropas, der doch immernoch bestimmt ist durch seine Vielzahl unabhängiger Städte, entwickelte sich über mehr als 100 Jahre ein enormer Museums- und Sammlungsreichtum. Doch leider ist es kaum möglich, diese Vielfalt ohne großen Aufwand zusammenhängend zu erleben, da es bisher wenig Vernetzung zwischen einzelnen Museen oder auch Städten im Ruhrgebiet gab. Dies änderte sich im Kulturhauptstadtjahr 2010 grundlegend. Nicht nur, dass ein neues Wir-Gefühl in der Metropole erlangt wurde, auch die Kultur wurde durch dieses Projekt besser verknüpft. Den ersten Schritt einer langen Reise gingen 20 Museen an verschiedenen Standorten im Revier mit dem Zusammenschluss als RuhrKunstMuseen. Vom Museum DKM in Duisburg über die Oberhausener Ludwiggalerie, das Mülheimer Kunstmuseum, das Museum Folkwang in Essen und das Kunstmuseum Bochum zum Museum Ostwall in Dortmund und dem Gustav-Lübke-Museum in Hamm sind die 20 meistgeschätzten Museen der Metropole dabei.

Die Ziele der engen Zusammenarbeit sind in erster Linie die Vermittlung der Kunst, aber auch eine Professionalisierung der Kunstbetreuung und der Öffentlichkeitsarbeit. Ebenfalls soll die jeweilige Entwicklung der einzelnen Sammlungen vorangetrieben werden, ist diese doch durch mangelnde finanzielle Möglichkeiten der Kommunen meist gehemmt. Die RuhrKunstMuseen wollen Kunst für jedermann erlebbar machen und haben, um dies zu erreichen, bereits mehrere Projekte realisiert.

Collection Tours

Das erste, umfangreiche Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen "Collection Tours" wurde ins Leben gerufen, um sowohl mit Schülern Collection Tours für Erwachseneals auch Erwachsenen unter Berücksichtigung modernster Methoden kunstpädagogisch zu arbeiten. Die Angebote "Zweimal Kunst und zurück", "Tour Ost/West" und "Reisegespräche" zielen darauf ab, Kunst und besonders die Vernetzung der Kunst im Ruhrgebiet erfahrbar zu machen. Mit diesen Touren soll es Privatpersonen sowie auch Pädagogen einfacher gemacht werden, einen Ausflug zur Kunstvermittlung zu organisieren. Durch die eigene Busflotte der RuhrKunstMuseen können die einzelnen Museen besucht und während der Reise eine Interaktion mit den jeweiligen Schwerpunkten forciert werden. Im Rahmen des Angebots "Zweimal Kunst und zurück" wird es zum Beispiel Schülern im Klassenverband ermöglicht, in jeweils zwei Museen ein bestimmtes Leitthema unter die Lupe zu nehmen. An einem Tag ist ein Besuch in einem Museum der Heimatstadt vorgesehen, an einem anderen bringt ein Bus der RuhrKunstMuseen die Schüler in ein weiteres Museum außerhalb der eigenen Stadtgrenze. Zum Einen wird während der Reise intensiv über das Erlebte und Gesehene kommuniziert, zum Anderen soll sie die eigenen Grenzen buchstäblich erweitern, indem über die räumlichen Grenzen hinausgegangen wird. Dieses Angebot der RuhrKunstMuseen soll für Schüler kostenlos verfügbar sein und den Lehrern entgegenkommen, ihren Schülern ein solches Erlebnis zu ermöglichen.

Mapping The Region

Ein weiteres Erstlingswerk der RuhrKunstMuseen ist das gemeinsame Ausstellungsprojekt "Mapping The Region". Mit dem Begriff "Mapping" Collection Tours für Kinderist die kartographische Herangehensweise an ein Untersuchungsfeld gemeint und bedeutet umgangssprachlich die Netzwerke eines Raumes zu erfassen. In der Kunst ist das "Mapping" besonders seit den 1950er Jahren wichtiges Thema und mit den verschiedensten Medien erfasst worden. Ob als Landkarte, Fotografie, Film, individuelle Schreibsysteme, Diagramme oder Tonaufnahmen werden im Rahmen dieses Projektes an mehreren Standorten der RuhrKunstMuseen Werke unterschiedlicher Künstler zu sehen sein.

Nachhaltige Vernetzung der Kultur im Ruhrgebiet

Auch über das Jahr 2010 hinaus sollen diese und viele weitere Projekte der RuhrKunstMuseen nun realisiert werden. Die Aufmerksamkeit, die das Kulturhauptstadtjahr mit sich brachte, soll nun genutzt werden um die Nachhaltigkeit dieser Angebote zu forcieren. Nach einer langen Periode der Industrielandschaft Ruhrgebiet wird mit Angeboten dieser Art das neue Image eines Kulturballungsraumes gestärkt und der lange Weg zu einer gemeinsamen Metropole Ruhr geebnet.

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