Schaustellermuseum Essen

Zu diesem Thema findet sich in Deutschland keine vergleichbare Sammlung und auch im Ausland ist das Schaustellermuseum bekannt. Gründer Erich Knocke ist schon über 80 Jahre alt, war früher selbst Schausteller und ist heute der Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur und Brauchtum Essen e.V.


[ruhr-guide] So fällt gleich auf, dass der Direktor Schaustellermuseum Essendes Schaustellermuseum ein leidenschaftlicher Sammler ist, er brachte den Großteil der Exponate selbst von seinen Reisen rund um die Erde mit. Und so gibt es sehr viele Kuriositäten zu sehen, auch Stücke aus dem 19. Jahrhundert sind dabei, in dem engen Museum, das so ganz anders ist, als andere Ausstellungshäuser. Das Schaustellermuseum hat keine regelmäßigen Öffnungszeiten, als Gruppe kann man sich anmelden und wird dann von Erich Knocke und zwei Mitarbeiterinnen durch die Sammlung geführt. Ihm ist es so sicherer, denn er hat bei einer größeren Besuchergruppe schon Angst, dass möglicherweise etwas beschädigt werden könnte.

Nostalgie pur

Im Eingangsbereich hängen Bilder und Zeitungsartikel, die einen Bezug zur Stadt Essen aufweisen. Gezeigt werden die großen Jahrmärkte aus den 1930er Jahren, die es in der Form heute nicht mehr gibt. Von den modernen Märkten in Essen hält Erich Knocke nicht viel. In Schaustellermuseum Essenbeispielsweise Oberhausen-Sterkrade oder Herne-Crange gibt es noch die großen Jahrmärkte nach seinem Geschmack, die Stadt Essen aber habe in dieser Hinsicht gepennt.

In den anderen Räumen wurde ebenfalls versucht, die Exponate nach Themen zu ordnen. Da Herr Knocke jedoch all die Jahre so fleißig gesammelt hat, passen die Ausstellungsstücke nur mit Mühe in die Räumlichkeiten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Bildung von Themenbereichen nur eingeschränkt möglich war. Im Schaustellermuseum Essen findet man also ein buntes Sammelsurium von Attraktionen - ebenso wie auf der Kirmes selbst.

Drehorgeln, Miniaturkarussells und einarmiger Bandit

Während sich in einem Raum mehrere kleinere noch voll funktionsfähige Drehorgeln befinden, sind in ein paar Vitrinen Miniaturkarussells und andere kleine Figuren ausgestellt. In einer großen Halle sieht der Besucher schließlich Spielgeräte aus den 1930er Jahren, die damalsSchaustellermuseum Essen auf keinem Jahrmarkt fehlen durften, unter ihnen ein einarmiger Bandit. Außerdem ist hier die Geschichte des Films dokumentiert, denn die ersten Filmvorführungen fanden auf Jahrmärkten statt. In der ganzen Halle gibt es wiederum große Drehorgeln und verschiedene Karussellpferde aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten. Seltene schriftliche Dokumente befinden sich in der oberen Etage. Es handelt sich hierbei zum Beispiel um die Hefte der Schaustellerkinder, in denen von den Lehrern ihre Anwesenheit in der Schule bestätigt wurde.

Fazit: Das Museum ist beeindruckend und sehr sehenswert!

Schaustellermuseum Essen

Hachestr. 68
45127 Essen
Tel: 0172 2678969 oder 0179 2093054

Führungen kosten 5,- Euro pro Person
(Stand: März 08, Angaben ohne Gewähr)

(sf)

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