Tag des offenen Denkmals 2018

Etwa 600 geschichtliche Denkmäler in Westfalen öffnen ihre Türen: Es ist zum 25. Mal Tag des offenen Denkmals! Jedes Jahr im Spätsommer findet der Aktionstag auf bundesweiter Ebene statt und bietet den Besuchern "Geschichte zum Anfassen". Das Besondere: Es handelt sich oft um sonst nicht zugängliche Bauwerke. Freuen Sie sich auf Archäologische Führungen, Rundgänge und vieles mehr. Das diesjährige Motto lauet: "Entdecken, was uns verbindet"!


[ruhr-guide] Am zweiten Sonntag im September findet jedes Jahr der Tag des offenen Denkmals statt. Etwa vier Millionen Geschichts- und Architekturinteressierte nutzen den bundesweit stattfindenden Veranstaltungstag, Tag des offenen Denkmals, Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz um Gebäude und Denkmäler zu erkunden, die sonst nicht oder nur zum Teil für Publikumsverkehr geöffnet sind. Die rund 470 Denkmäler werden dabei von professionellen Denkmalpflegern präsentiert, die als Archäologen, Restauratoren oder Handwerker Einblicke in ihre Aufgaben und Tätigkeiten geben. Dabei wird das gemeinsame Ziel der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für kulturelles Erbe, Geschichte und Denkmalpflege verfolgt.

48 Standorte in Dortmund

An insgesamt 48 Standorten im Raum Dortmund stellen verschiedenen Veranstalter am diesjährigen Tag des offenen Denkmals ihre Ausstellungen vor oder führen Interessierte durch historische Gebäude, Parks oder entlang der zahlreichen Denkmäler in Dortmund. Beispielsweise lädt der Historiker Klaus Winter zu einem Spaziergang durch das ehemalige „Herz der Stadt“, den Dortmunder Steinplatz, ein. Die Archäologin Christina Althoff führt ihre Besucher währenddessen entlang des historischen Handelswegs Dortmund. Doch auch in anderen Teilen des Ruhrgebiets gibt es am der Tag der offenen Denkmäler einiges zu entdecken. Das LWL-Musuem für Archäologie gewährt seinen Besuchern beispielsweise an diesem Tag freien Eintritt und bietet verschiedene Führungen zu Themen wie Ausgrabungen, Fundorte und Fälschungen an. In Heek-Nienborg im Kreis Borken haben die Besucher sogar die Möglichkeit, an einer Führung durch die derzeitige Ausgrabung teilzunehmen.

Entstehung des Tags des offenen Denkmals

Im Jahr 1984 hatte der damalige französische Kulturminister Jack Lang die Idee, die "Journées Portes ouvertes monuments historiques" ins Leben zu rufen. Die Aktion war ein voller Erfolg, weshalb sie sich der Europarat 1991 zum Vorbild nahm und die offiziellen „European Heritage Days“ begründete. An diesen beteiligen sich heute alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention. Deutschlands Beitrag ist seit 1993 der Tag des offenen Denkmals, der seitdem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. Um das Gelingen zu sichern, ziehen viele Initiatoren gemeinsam an einem Strang, so z. B. Städte, Vereine, Bürgerinitiativen oder Privateigentümer von Denkmälern. Es wirken aber auch viele Großinitiatoren, wie beispielsweise die Kultusministerkonferenz und die Deutsche Bischofskonferenz, mit.

Seit 1999 gibt es ein vorgegebenes, bundesweites Thema am Tag des offenen Denkmals. Dieses ist aber keineswegs zwingend! So drehen sich zumeist rund die Hälfte der Denkmäler um das Motto. So können dieses Jahr historische Sehenswürdigkeiten erkundet werden, die ohne den Einsatz der Bürger vielleicht schon längst abgerissen worden wären.

Thema 2018: "Entdecken, was uns verbindet"

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals findet unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ statt. Am 9. September 2018 werden die Besucher auf ganz unterschiedliche Entdeckungsreisen in die Geschichte entführt. Das bundesweite Motto knüpft an das für 2018 ausgerufenen Kulturerbejahr an, welches zum Entdecken von Gemeinsamkeiten im europäischen Kulturraum aufruft. Die unterschiedlichsten Kultureinrichtungen wie Museen, Schulen, Hochschulen, Bürgerinitiativen oder sonstig kulturell Engagierte beteiligen sich am Kulturerbejahr und teilen unter dem Motto „Sharing Heritage“ einen Teil ihrer Kultur. Die Jahresthemen werden immer so gewählt, dass den Veranstaltern, Organisatoren und Denkmaleigentümern genug Interpretationsfreiraum bleibt, um ihr Denkmal individuell in Szene zu setzten. Wichtig ist dabei nur, dass das historische Gebäude, der Park oder die archäologische Stätte im Vordergrund steht.

Denkmal des Tages

Auf der Webseite des Tages des offenen Denkmals wird täglich ein besonderes Denkmal vorgestellt. Unter anderem werden die Geschichte des Denkmals, Adresse, Öffnungszeiten und, falls vorhanden, Führungszeiten angegeben. Dadurch kann man sich bei Interesse optimal auf den 9. September einstimmen.

Wo sind die Denkmäler zu finden? Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Wie finde ich die Denkmäler?

Bei der so großen Anzahl von 470 offenen Denkmälern in ganz Deutschland kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Damit man die Bauten und Angebote ausfindig machen kann, für die man sich am meisten interessiert, bietet die Website www.tag-des-offenen-denkmals.de die Möglichkeit, sich über das Angebot in einem bestimmten Gebiet zu informieren, z. B. im eigenen Bundesland oder in einer bestimmten Stadt. Anhand einer Übersichtskarte kann man sich einen Merkzettel erstellen und ausdrucken. Wer ein Smartphone besitzt, kann sich aber auch auf der Seite eine kostenlose „Denkmal-App“ herunterladen. So kann man spontan nach interessanten Denkmälern in der Umgebung schauen.

Der Tag des offenen Denkmals ist – wie der Name verrät – nur ein einziger Tag. Ein Tag, an dem es exklusiv Dinge zu sehen gibt, die sonst nicht zugänglich sind. Hier kann man viel lernen und sich mit auf eine Zeitreise nehmen lassen – das sollte man auf keinen Fall verpassen!

Tag des offenen Denkmals 2018

9. September 2018
bundesweit

Fotos: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Empfehlungen

function sc_smartIntxtNoad() { }