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Schwarzes Wasser in Wesel

Nördlich der Stadt Wesel lädt der Diersfordter Wald zu Spaziergängen und Radtouren. Inmitten dieses Naherholungsgebietes liegt der Heideweiher "Schwarzes Wasser". Diesen Namen trägt er zu Recht, ist das Wasser in der abflusslosen Dünenmulde doch tatsächlich mehr als dunkel, beinahe Schwarz. Auf dem Rundweg um das Gewässer gibt es außerdem eine eindrucksvolle Flora und Fauna zu bestaunen.


[ruhr-guide] Ganz in der Nähe des wunderbaren Auesees liegt Wald-Heide-Moor-Landschaft im Diersfordter Wald in Wesel der Diersfordter Wald auf der späteiszeitlichen Rhein-Niederterrasse. Das gesamte Gelände besteht aus Sanddünen die zu weiten Teilen mit Kiefern- und auch mit Eichenbirkenwäldern bewachsen sind - hier ist das Ruhrgebiet mehr als ruhig und idyllisch. Familien mit Kindern sind hier unterwegs, ein paar Walker nutzen den idealen Waldboden für eine sportliche Runde, Mountainbiker sind auf einer Querfeldeinfahrt unterwegs. Doch dann hat der Spaziergänger unvermittelt eine Heide- dann wieder eine Moor-Landschaft vor Augen, ein Hinweisschild auf den 6,5 Kilometer langen Rundweg weist nun die Richtung zum "Schwarzen Wasser". Die gelenkte und eingezäunte Strecke macht neugierig. Es geht über kleine Holzbrücken, vorbei an beeindruckenden Ameisenhaufen, einen kleinen Hügel hinauf. Und hier hat man zum ersten Mal den Ausblick auf den zunächst seltsam anmutenden Weiher.

Naturschutzgebiet "Schwarzes Wasser"

Um den Charakter und die Besonderheit des Heideweihers herauszustellen, wurden schon vor über zehn Jahren im unmittelbaren Umfeld des "Schwarzen Wassers" die meisten Schwarzes Wasser in WeselBäume gerodet. So bieten sich dem Naturliebhaber auf dem Rundweg verschiedene Aussichten auf den Weiher, den man aus Gründen des Naturschutzes nicht aus der Nähe betrachten kann. Und dieser Naturschutz besteht bereits seit dem Jahr 1936, damit ist das "Schwarze Wasser" eines der ältesten Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen. Selbst an einem sonnigen Tag ist das Wasser schwarz gefärbt, es wirkt unnatürlich und nicht lebendig. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, denn rund um dieses nährstoffarme Gewässer sind zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu finden. Sandflächen mit Silbergrasflur, Dünenhänge, Heide und Wald umgeben das schwarze Gewässer ebenso wie Schwingrasgesellschaften mit Torfmoosen, Seggen und Binsen, zahlreiche Libellenarten, Spechte und Frösche sowie viele Ameisen sind hier zu beobachten.

Die dunkle Färbung des Wassers

Und wieso ist nun das Wasser in dem Weiher so dunkel, fast schwarz? Die Erklärung geht weit zurück in die Schwarzes Wasser in WeselEntwicklungsgeschichte der Erde. Vermutlich blieb nach der letzten Eiszeit an der Stelle des "Schwarzen Wassers" eine abflusslose Ausblasungswanne mit einer undurchlässigen Schicht zurück, die oberhalb des Grundwasserspiegels liegt. Die aus dem hier enthaltenen Torf ausgespülten Huminstoffe der Moorvegetation sorgen für die Färbung des Wassers. Gespeist wird die Wanne ausschließlich durch Regenwasser. Der Rundweg um das "Schwarze Wasser" ist zwar kurz, doch man sollte sich Zeit nehmen und verweilen. Mit sich verändernden Lichtverhältnissen gibt es bisweilen unheimliche Ansichten des Gewässers.

Anfahrt mit dem PKW oder Fahrrad:
Von Wesel aus über die Emmericher Straße (B 8) dann die Bocholter Straße (B 473) in Richtung Hamminkeln. Links abbiegen in die Straße Kanonenberge; das Katastrophenschutz-Übungsgelände des Technischen Hilfswerkes ist ausgeschildert. Am Ende der Straße links abbiegen. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz.

(sl)





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