Etwas anstrengende Tour, ca. 3 ½ Stunden, starke Steigungen. Die wunderschöne Landschaft entschädigt allerdings für die Strapazen. Der Ausgangspunkt der Wanderung ist der Wittener Hauptbahnhof.
[ruhr-guide] Der Ausgangspunkt der Wanderung
ist der Wittener Hauptbahnhof. Sie können hier beruhigt parken, da wir von Wetter mit der S-Bahn zurückfahren. Vom Bahnhof aus halten wir uns rechts und folgen dem Wegzeichen X. Dieses werden wir unterwegs übrigens in verschiedenen Versionen vorfinden, was uns aber nicht stören sollte. Entlang des Stadtparks wandern wir in das schöne Naherholungsgebiet Hohenstein. Hier finden sich ein Streichelzoo, ein Wildgehege mit dem wohl größten Wildschweingehege der Region, ein Lehrbienenstand, Naturlehrpfad, Trimm-Dich-Strecke, Grillplätze, Spielplätze, Minigolfplatz, Bäche, Teiche und vieles mehr.
Weiter dem X folgend,
gelangen wir zu dem kleinen Wanderparkplatz Kohlensiepen. Hier trennen sich die Wegzeichen. Wir folgen ab nun dem Ruhrhöhenweg mit der Kennzeichnung XR der kleinen Straße Wartenbergweg. Nach einem steilen Anstieg führt uns der Weg nun durch waldreiche Landschaft. An einem Zaun biegen wir dem Zeichen XR folgend rechts ab und steigen kurz darauf in das Gederbachtal hinunter. Nun wird es dann auch ziemlich steil – gutes Schuhwerk ist hier ein Muss. Man sollte gar nicht glauben, dass es im Ruhrgebiet solche Höhenzüge gibt. Die wunderschöne Landschaft entschädigt allerdings für die Strapazen.
Nun geht’s wenige Meter rechts entlang der Straße, bis der Ruhrhöhenweg über eine winzige Brücke den Gederbach quert und links die nächste Anhöhe hinaufführt. Rechts
vom Weg liegen einige alte Gutshöfe im Wald, u.a. das Gut Obergedern während sich links im Wald versteckt die Grabstätten der Familien finden. Nach dem Abstieg in das Enderbachtal biegen wir rechts auf eine stark befahrene Straße ab. Nach ca. 100 Metern geht es aber wieder dem XR folgend den nächsten Hügel hinauf, bis wir zum Haus Schede kommen, dem Sitz der Industriellendynastie Harkort. Erstmals erwähnt wurde Gut Schede im 9. Jahrhundert. Der berühmte Friedrich Harkort fand in einem Buchenwald in der Nähe seine letzte Ruhestätte. Hier biegen wir auf einem wunderschönen Fachwerkhof am alten Backhaus rechts ab. Nun beginnt der Abstieg nach Wetter.
Wenn wir im Tal auf die Hauptstrasse treffen, wandern wir nach links bis zum Kreisverkehr und biegen hier rechts zum Bahnhof ab, um mit der S-Bahn nach Witten zurückzufahren. Wer möchte und noch genug Kondition hat, kann zuerst allerdings noch die Burgruine und die Alte Freiheit Wetter besichtigen oder zum nahen Harkortsee spazieren. Nach dem uns die wunderschöne Landschaft die ganze Zeit vorgegaukelt hat, man könne nicht mehr im Ruhrgebiet sein, bringt uns nun der Wittener HBF schnell in die Realität zurück: es gibt wohl wenige hässlichere und schmutzigere Schandflecken in der Region.
(pk)

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