In Düsseldorf können Karnevalsfreunde ihr Kostüm schon einen Tag vor Rosenmontag Open Air zur Schau tragen. Beim bunten Kö-Treiben am 3. Februar ziehen Narren mit geschmückten Handwagen über die Königsallee und schunkeln sich für den Rosenmontagszug warm. Beim Tuntenlauf am 2. Februar gerät Düsseldorfs Prachtmeile ebenfalls kräftig in Bewegung, wenn als Frauen verkleidete Männer auf hohen Absätzen um die Wette laufen (www.karneval-in-duesseldorf.de). Wer in Düsseldorf mitschunkeln möchte, kann zwischen verschiedenen Pauschalen wählen. Eine Übernachtung inklusive Frühstück, ein närrisches Überraschungspaket und ein Düsseldorf Info-Paket kosten ab 44 Euro pro Person im Doppelzimmer. Zusätzlich kann ein Tribünen-Platz für den Rosenmontagszug reserviert werden. Erwachsene zahlen dafür 65 Euro, Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren 33,33 Euro, jüngere Kinder sind in Begleitung eines Erwachsenen frei (Tel.: 0211/17202854).
Den Auftakt zum närrischen Endspurt bildet traditionell Weiberfastnacht am 31. Januar. Wie in Bonn, die Wiege der Weiberfastnacht, übernehmen vielerorts die "Möhnen" für einen Tag die Macht im Rathaus. Seit 1824 zeigen die Waschweiber in Bonn-Beuel den männlichen Narren einmal im Jahr, wer die Hosen an hat (www.kamelle.de). Bei einem Aufenthalt lassen sich Karneval und Kunst kombinieren: Ein Paket mit sechs Übernachtungen inklusive Frühstück und Shuttleservice enthält auch eine Regio WelcomeCard, die eine Woche lang nicht nur zur Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch zum Eintritt in über 20 Bonner Museen berechtigt. Das Angebot gilt vom 30. Januar bis 5. Februar und kostet 299 Euro pro Person im Doppelzimmer (Tel.: 0228/82020).
Wer in Köln an einer der vielen Sitzungen teilnehmen, einen Karnevalsball besuchen oder den Straßenkarneval erleben möchte, ist mit dem Kölle-Alaaf-Paket gut gerüstet: Es enthält neben einer Übernachtung mit Frühstück und einer Köln WelcomeCard für 24 Stunden auch einen Kamelle-Büggel, eine Pappnase sowie ein Karnevals-T-Shirt. Der Preis beträgt je nach Hotelkategorie ab 91,50 Euro pro Person im Doppelzimmer, Verlängerungen sind möglich. Über Besonderheiten des Kölner Karnevals, warum etwa die Kölsche Jungfrau im Dreigestirn ein Mann sein muss, können sich Interessierte auf der Führung "Kölle Alaaf" informieren. Am 13., 20. und 27. Januar beginnt sie jeweils um 12 Uhr. Treffpunkt für den zweistündigen Spaziergang ist das Service-Center von KölnTourismus, in dem die Karten für zwölf Euro gekauft werden können (Tel.: 0221/221-30400).
Neben Prinzen und Jungfrauen gehören auch Ritter zu den traditionellen Gestalten des Karnevals in NRW: In Aachen wird alljährlich ein Ritter des "Ordens wider den tierischen Ernst" gekürt. Erster Würdenträger war ein britischer Militärstaatsanwalt, der 1950 in Aachen einen Verurteilten während der Karnevalstage aus der Haft entließ, weil er es dem Delinquenten nicht zumuten wollte, "die höchsten Feiertage im Rheinland" hinter Gittern zu verbringen. In diesem Jahr erhält Gloria Fürstin von Thurn und Taxis am 19. Januar die Auszeichnung, die für Humor, Witz und ein bisschen Bauernschläue im Amt verliehen wird (Tel.: 0241/1802943).
In der Eifel gehen zu Karneval Gespenster um: Am Karnevalssamstag setzt sich in Blankenheim an der Ahr der traditionelle Geisterzug in Bewegung. Bei bengalischem Feuer- und Fackellicht nehmen sie am Abend des 2. Februar Besitz vom historischen Burgort. Unter den Klängen des Karnevalsmarsches "Juh-Jah Kribbel en der Botz" wollen sie die finsteren Winterdämonen vertreiben. Wer als Geist mit durch die mittelalterlichen Gassen springen möchte, benötigt lediglich die traditionelle Kostümierung: Ein weißes Bettlaken und eine Kordel müssen mitgebracht werden, eine Pechfackel gibt's gegen eine Gebühr am Rathauseingang (Tel.: 02449/87222).
Auch in nördlichen Landesteilen Nordrhein-Westfalens werden die Tollen Tagen mitunter gefeiert: In Münster zum Beispiel bahnt sich an Rosenmontag der närrische Lindwurm seinen Weg durch die Innenstadt bis auf den Prinzipalmarkt. Münsters "Gute Stube" empfängt die Narren mit einem rot-weiß-gelben Fähnchenhimmel. Die Besonderheit: Zahlreiche Karnevalisten aus den Niederlanden bereichern traditionell mit ihren farbenfrohen Wagen und Gruppen den Münsteraner Rosenmontagszug (www.bmk-helau.de). Ein unverwechselbarer Schlachtruf ertönt in Paderborn am Karnevalssamstag: Dort begrüßen sich die Narren auf der Karnevalsparade nicht etwa mit Helau oder Alaaf, sondern mit "Hasipalau". Der Ruf hängt zusammen mit einem alten Wahrzeichen der Stadt, dem Dreihasenfenster im Paderborner Dom. Gleiches gilt für die Bezeichnung des karnevalistischen Regenten als "Mümmelprinz".

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