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Das Neanderthal Museum

Vor rund 150 Jahren wurden beim Kalkabbau im Neandertal von Arbeitern Knochen gefunden, die eindeutig als Teile eines eiszeitliches Skeletts identifiziert werden konnten. Somit war der Neanderthaler geboren – der ausgestorbene Verwandte des heutigen Menschen. An dieser Stelle im Neandertal wurde das Neanderthal Museum eröffnet und widmet sich seitdem der Menschheitsgeschichte. Vom 3. bis zum 18. März 2012 heißt es "Bau mit"! Kinder ab 7 Jahren können am Bau eines Mammutbabys in Originalgröße mitwirken! Zudem finden Bogenbau-Workshops im Februar und März statt.


[ruhr-guide] Um der Fundstelle des Neanderthalers, einem Ort von historischer Bedeutung für die Menschheitsgeschichte gerecht DAS NEANDERTHAL MUSEUMzu werden, wurde nach andauernden Bemühungen mit finanzieller Unterstützung der NRW-Stiftung Natur, Heimat- und Kulturpflege, der RWE AG und der Stadt Mettmann das Millionenprojekt Neanderthal Museum im Jahr 1996 realisiert und am 10. Oktober 1996 eröffnet. Jährlich lockt das multimediale Erlebnismuseum 170.000 Besucher, die das archäologische Museum Neanderthal mit internationalem Anspruch zu einem der Erfolgreichsten in Deutschland machen.

Neue Sonderausstellung "LEGO Zeitreise"

Jetzt heißt es Stein(e)zeit im Neandertal. Der Sonderausstellungsbereich des Museums wird sich in ein LEGO-Paradies verwandeln. Von den Urmenschen und Mammuts über Pyramiden, griechische Tempel oder Römerlager bis hin zur Gegenwart und einem Ausblick in die Welt der Zukunft gibt es in der Familienausstellung viel zu entdecken. Vom 3. bis zum 18. März 2012 bauen LEGO-Experten im großen Bau- und Spielbereich gemeinsam mit Kindern ab 7 Jahren am großen LEGO-Traum, einem Mammutbaby in Originalgröße. Täglich von 10 bis 17:30 Uhr können sie für jeweils 1,5 Stunden mit machen. Der Eintritt kostet 3 Euro zzgl. Eintritt. Jeden Sonntagnachmittag können Kinder ab sieben Jahren außerdem Bilder nach Motiven der LEGO-Zeitreise bauen. Die Kunstwerke werden anschließend ausgestellt.
19. November 2011 - 18. März 2012

Bogenbau-Seminare nach klassischen Vorbildern

In der Reihe der beliebten Bogenbauseminare des Neanderthal Museums in Mettmann stehen im Februar und März diese speziellen Wochenendworkshops auf dem Programm. Am 25./26. Februar und am 10./11. März haben Interessierte (ab 16 Jahren bzw. 14 Jahren mit Begleitperson) die Wahl zwischen sechs verschiedenen Bogentypen: Es kann entweder ein Wikingerbogen (nach einem Fund aus Haithabu, 10. Jahrhundert) samt Pfeilen mit für die Zeit typischen Knochenspitzen oder ein mittelalterlicher Langbogen inklusive Hornenden mit selbst gedrehter Bogensehne sowie zwei Pfeilen mit Befiederung und Geweihspitzen gebaut werden.

Geleitet werden die Workshops von dem Prähistoriker Dr. Johann Tinnes. Er baut seit vielen Jahren Bogen, Pfeile und Zubehör nach archäologischen und völkerkundlichen Vorbildern und hat schon für viele Museen im In- und Ausland Repliken angefertigt.

Die notwendigen Werkzeuge für den Bogenbau werden zur Verfügung gestellt, es können aber auch eigene Werkzeuge mitgebracht werden.

Anmeldungen (mit Angabe der Körpergröße für die Bemaßung der Bogenrohlinge und der vollständigen Adresse, da weitere Unterlagen per Post verschickt werden) bitte direkt an den Seminarleiter Dr. Johann Tinnes, Stuppstr. 13, 50823 Köln, Tel./Fax 0221-513877, Mobil 0172-2435593, eMail: j.tinnes.pre-rec@arcor.de oder an das Neanderthal Museum. Die Teilnahme an einem den Workshops kostet zwischen 190 und 210 Euro (abhängig vom Bogentyp).

Alleine das Gebäude ist ein architektonisches Meisterwerk. Das Tageslicht gelangt nur durch die Fenster im Dach in das zentrale Treppenhaus. DAS NEANDERTHAL MUSEUMDer Fokus liegt auf dem Glaskörper am Ende des Rundgangs durch die Austellung: Er beherbergt das Café, welches einen hervorragenden Ausblick auf das Neandertal und in Richtung Fundstelle des Neanderthalers freigibt. In heller Atmosphäre lässt sich der Besuch des Neanderthal Museums gemütlich beenden. Herzstück des Gebäudekomplexes ist die langsam aus dem Erdboden ansteigende 400 Meter lange und bis zu sieben Meter breite Rampe, die sich spiralförmig als Sinnbild der Evolution über vier Ebenen erstreckt. Auf insgesamt 2200 qm Fläche verteilt sich die Ausstellung, die sich der Geschichte des Menschen von den Anfängen vor über vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart widmet.

Museum und Ausstellung

Der Rundgang durch das Neanderthal Museum beginnt mit dem Einführungsraum: Er erzählt die Geschichte des Neandertals und die Fundgeschichte des Neanderthalerskelettes. DNA-Analysen belegen, dass der Neanderthaler (homo neanderthalensis) kein Vorfahre des heutigen modernen Menschen (homo sapiens) ist, sondern ein ausgestorbener Verwandter: "Ein Tal und sein Geheimnis".
Daran anschließend werden die entscheidenden Abschnitte der Menschheitsgeschichte vorgestellt: "Eine Reise durch die Zeit". Auf den Einführungsraum folgen fünf Themenräume: Jeder Raum gibt einen chronologischen Abriss der Menschheitsentwicklung wieder: "Leben und Überleben", "Werkzeug und Wissen", "Mythos und Religion", "Umwelt und Ernährung" sowie "Kommunikation und Gesellschaft".

Museumserlebnis der besonderen Art

Den Museumsgast DAS NEANDERTHAL MUSEUMerwartet ein spannendes und abwechslungsreiches Museumserlebnis der besonderen Art: Die im Jahr 2006 überarbeitete und neu eröffnete multimediale Ausstellung bringt dem Besucher, neben den Elementen der klassischen Museumspräsentation wie Exponat, Bild und Lesetext, die Geschichte ihrer Entwicklung über eindrucksvolle multimediale Inszenierungen, Hörtexten, Filmen und interaktiven PC zweisprachig näher. Besonders beeindruckend sind zahlreiche naturgetreue Rekonstruktionen der Neanderthaler in verschiedenen Alltagssituationen und das in Lebensgröße. Nicht ohne Grund wurde das Neanderthal Museum im Jahr 2003 durch die Stiftung "Lebendige Stadt" im Rahmen der Preisverleihung für "Das beste Konzept für lebendige Museen und moderne Kulturstätten" besonders anerkannt und ausgezeichnet.

Das Neanderthal Museum als attraktives Freizeit- und Bildungserlebnis:

Die Fundstelle
Neben dem reinen Museumsbesuch steht dem Gast seit dem 10. Juli 2002 die Fundstelle des Neanderthalskeletts offen. Der Fundort galt lange als verschollen und wurde im Jahr 2000 wieder entdeckt und die Fundstelle wurde im Anschluss als archäologischer Ort für den Besucher erfahrbar gemacht. Startpunkt, um zur Fundstelle des Neanderthalers zu gelangen, ist das Museum. Auf dem Weg wird die Geschichte per Audiosystem erzählt und dies lässt den Besucher die Aura des Ortes spüren. Nach einem schönen Spaziergang durch das Neandertal warten mächtige Steinkreuze, die den Fundort markieren. Eine 200 Meter lange Zeitachse mit kulturellen Meilensteinen symbolisiert 2,5 Mio. Jahre Geschichte. Das Ausgrabungsareal ist ausgewiesen und bei schönem Wetter laden Steinliegen zum ausruhen ein.

Der Kunstweg
Der Kunstweg "MenschenSpuren" DAS NEANDERTHAL MUSEUMbeginnt gegenüber dem Neanderthal Museum. 200 Meter entlang der Düssel führt ein Rundweg den Besucher vorbei an Skulpturen von elf Bildhauerinnen und Bildhauern. Der Weg widmet sich dem Spannungsfeld Mensch-Natur und ist Teil der EUROGA 2002plus. Viele Arbeiten müssen regelrecht entdeckt werden. Auch hier begleitet den Besucher ein Audiosystem mit Interviews der einzelnen Künstler zu ihren Skulpturen.

Die Steinzeitwerkstatt
Unter dem zentralen Motto: "Vorgeschichte begreifen", kann der interessierte Besucher Demonstationen steinzeitlicher Techniken ansehen oder selbst aktiv werden:
Zahlreiche Workshops, Kurse und Ferienaktionen animieren zum ausprobieren und seine eigene Reise in die Vergangenheit zu unternehmen!

„Deine Zeit: gemessen und gefühlt“

Seit dem 21. Mai ist im Neanderthal Museum in Mettmann die neue Sonderausstellung „Von Zeit zu Zeit – Ticken wir richtig?“ zu sehen.

Neanderthal Museum

Talstraße 300
40822 Mettmann

Öffnungszeiten Neanderthal Museum und Fundstelle:
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Montags geschlossen
Die Fundstelle schließt von November bis Februar bereits um 16 Uhr und von März bis Oktober um 17 Uhr.
Das Museum ist auch geöffnet:
An bestimmten Feiertagen hat das Museum von jeweils 10 – 18 Uhr geöffnet.
Der Kunstweg liegt im öffentlichen Bereich und ist an keine Öffnungszeiten gebunden.

Eintrittspreise Neanderthal Museum (Dauerausstellung)
Erwachsene: 8 Euro
Kinder (bis 16 J.): 4 Euro
Kinder unter 6 Jahren: frei
Studenten, Behinderte: 5 Euro

Beim Besuch von Sonderausstellungen entstehen zusärliche Kosten. Es werden Kombitickets angeboten.

(Stand: Februar 2012, Angaben ohne Gewähr)


(bs)

Fotos: Neanderthal Museum/I. Vogel, R. Rehfeld, Euroga 2002+







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