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Museum: St. Antony-Hütte

Die neue Dauerausstellung der St. Antony-Hütte präsentiert die Geschichte der Stahl- und Eisenindustrie im Ruhrgebiet. Unscheinbar und im Grünen gelegen, würde hier niemand den Ort für die "Wiege der Industriekultur" suchen. Doch auf dem Gelände der Hütte wurde der erste Hochofen des Ruhrgebiets in Betrieb genommen! Spannend ...


[ruhr-guide] DieSt.-Antony-Huette St. Antony-Hütte in Oberhausen blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Als erste Eisenhütte des Ruhrgebiets ist sie für die Geschichte der Ruhrindustrie von historischer Bedeutung. Neben dem ehemaligen Wohnhaus des Hüttendirektors befindet sich ein Grabungsfeld mit den Überresten der Produktionsanlagen.

Wiege der Ruhrindustrie

Welche Stätte würde sich besser als Ausstellungsort mit historischer Bedeutung im Bezug auf Industrie- und Sozialgeschichte eignen, als die erste Eisenhütte des Ruhrgebiets, die St. Antony-Hütte in Oberhausen. Ausstellungsraum AntonySie ist Bestandteil des Schauplatz Oberhausen des Rheinischen Industriemuseums, der die Geschichte der Schwerindustrie eindrucksvoll aufzeigt. Die Dauerausstellung zeigt die Entstehungsgeschichte der ersten Eisenhütte des Ruhrgebiets. Auf zwei Etagen verteilt gibt es für den Besucher die spannende Geschichte der Stahl- und Eisenproduktion zu entdecken. So wird anhand eines Modells der rekonstruierten Hütte sowie dem Biedermeierzimmer, in dem wichtige Vertragsabschlüsse getätigt wurden oder dem Wohnraum einer Arbeiterfamilie, der die unterschiedlichen Arbeitswelten dokumentiert, die Vergangenheit lebendig. Nach dem Motto des LVR-Industriemuseums "Geschichte, Kunst, Kultur erleben" lassen in der St. Antony-Hütte audiovisuelle Medien die Hauptakteure der Geschichte zu Wort kommen.

Von der Eisenhütte zum Weltkonzern

Mit der InbetriebnahmeBiedermeierzimmer des ersten Hochofens im Ruhrgebiet am 18. Oktober 1758 ist für die Geschichte des Ruhrgebiets ein neues Kapitel, nämlich das der Industriegeschichte, aufgeschlagen worden. In den folgenden Jahren legte die St. Antony-Hütte nicht nur den Grundstein für die Entwicklung Ruhrindustrie, sondern war auch Wiege des MAN Konzerns: Hier lebten und arbeiteten Protagonisten, ohne die das Ruhrgebiet nicht das geworden wäre, was es heute ist: große Namen wie Jacobi, Haniel, Krupp, Wenge – bedeutende Persönlichkeiten der Schwerindustrie. 1877 wurde der Betrieb endgültig eingestellt und ein großer Teil der Gebäude direkt abgerissen. Erhalten geblieben ist bis heute das Wohnhaus des Hüttendirektors mit seinen beiden Anbauten. Die St. Antony-Hütte wurde darauf hin zum Wohnort von Arbeitern, Angestellten und Direktoren des Oberhausener Konzerns Gutehoffnungshütte (GHH), aus dem der MAN Weltkonzern hervorgegangen ist. Schon ab Ende der 1970er Jahre diente das Wohnhaus, das letzte verbliebene Gebäude der Produktionsstätte, als Archiv und Ausstellungsraum der GHH. 1995 übernahm das LVR-Industriemuseum dieses Gebäude.

St. Antony-Hütte

Antoniestraße 32-34
46119 Oberhausen
Tel.: 0 22 34 / 99 21-555

Öffnungszeiten:
Di-Fr 10-17 Uhr
Sa+So 11-18 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise: (Dauerausstellung "Schwerindustrie" sowie St. Antony (Hütte und Park))
Erwachsene 4 Euro
Erm. 3 €
ab 10 Pers. 3,50 €
Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre): Eintritt frei
Schulklassen (mit bis zu 2 Begleitpersonen): Eintritt frei
Kombiticket Gasometer: 8 €
Museum Eisenheim: 1,50 €, erm. 0,50 €

Anfahrt
ÖPNV:
ab Oberhausen Hbf mit der Linie SB 92 (Haltestelle Klosterhardter Straße) und mit der Linie 958 (Haltestelle Antony Hütte)

Auto:
von der A 516 Richtung Arnheim, Ausfahrt Sterkrade weiter über die Straße Dreilinden und die Teutoburger Straße zur Antoniestraße.
(Stand: Januar 2011, Angaben ohne Gewähr)

(bs)







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