Liebende Eltern haben uns in Kindertagen mit einem riesen Organisationsaufwand die Geburtstagsfeier mit einer Schnitzeljagd versüßt. Was damals das Jahres-Highlight war, kann jetzt jeden Tag mit viel weniger Aufwand auf der ganzen Welt betrieben werden. Die Schatzsuche per GPS-Gerät, Geocaching genannt, findet immer mehr Anhänger und breitet sich immer weiter aus. Hier eine kurze Einführung ins Geo-Caching.
[ruhr-guide] Den Sonntagsspaziergang zur Schatzsuche
aufmotzen, beim Klettern eine Belohnung absahnen oder auf der Städtetour mehr als nur Sehenswürdigkeiten finden: Geocaching macht es möglich. Der neueste Kult in Outdoorkreisen steckt plötzlich alle an. Von Kindern und ihren Eltern bis hin zu Bergsteigerprofis - beim Geocaching kann jeder mitspielen. Mit einem GPS Gerät ausgerüstet geht es hinaus in die Natur, um dort, ganz nach dem Vorbild der Schnitzeljagd, Schätze zu finden. Die Verstecke, sogenannte Caches, findet man bereits auf der ganzen Welt und einige Tauschobjekte sind auch schon um selbige gewandert.
Wie das Geocaching funktioniert
Im Mai 2000, einen Tag nachdem die Ortung durch GPS für die zivile Nutzung von 100 auf 10 Meter genauer wurde, versteckte Dave Ulmer das erste Cache, das nur durch ein GPS Gerät zu finden war, im amerikanischen Bundesstaat Oregon und veröffentlichte die Koordinaten in einer Newsgroup im Internet. Einen Tag später war der Schatz gehoben und es gab bereits Nachahmer die das Selbe taten. Nach dem Motto "take some stuff – leave some stuff" findet seit dem nun ein reger Austausch von Gegenständen durch das Geocaching statt. Mittlerweile gibt es weltweit um die 900.000 Caches.
Ein Cache kann alles sein, von einer kleinen Filmdose bis hin zum Container, Hauptsache ist, es passt etwas hinein und ist wasser-
und witterungsbeständig. Bei einfachen, sogenannten "Traditional"-Caches, befindet sich in dem Behältnis nur ein Logbuch und gegebenenfalls ein Stift, mit dem der Finder vermerken kann, dass er den Cache gefunden hat. Weiteren Varianten sind kaum Grenzen gesetzt. Oft beinhaltet ein Gefäß neben dem Logbuch noch kleine Tauschobjekte, die im Wert variieren und durch andere Dinge ausgetauscht werden. Andere Möglichkeiten sind "Geocoins" oder "Travelbugs", kleine Marken oder Münzen, die als Sammler- oder Tauschobjekt fungieren. Auf verschiedenen Internetportalen veröffentlichen die "Owner", das sind diejenigen, die Caches verstecken, die Koordinaten und so kann jedermann Verstecke in seiner Umgebung suchen und aufspüren. Die wohl wichtigste Auflistung von Koordinaten findet man auf www.geocaching.com. Aber auch auf der deutschen Seite www.geocaching.de finden sich fast alle Caches wieder. Die Anmeldung auf diesen Portalen ist umsonst und dadurch ist Geocaching, vorausgesetzt man besitzt ein GPS-Gerät, eine sehr kostengünstige Freizeitbeschäftigung.
(de)

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