Am 12. September 2010, dem Tag des offenen Denkmals, werden mehr als 7.500 Kulturdenkmäler in Deutschland für Besucher offenstehen. Auch im Ruhrgebiet können Sie wieder an einer Vielzahl von Orten eine Reise in die Vergangenheit unternehmen. Was für eine Geschichte erzählen uns diese historischen Bauten und Stätten? Diese Frage wird sich bei einem Besuch klären, der mit Sicherheit noch weitere spannende Fakten ans Licht bringt. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr".
[ruhr-guide] Der Tag des offenen Denkmals, der in jedem Jahr auf den zweiten Sonntag im September fällt, ist seit 1993
Deutschlands Beitrag zum European Heritage Day. Geschichts- und Kulturinteressierte sowie Architekturliebhaber haben dann die einmalige Gelegenheit, Blicke hinter meist verschlossene Türen zu werfen, die nur für den Tag des offenen Denkmals öffnen. Die Intention des Tages des offenen Denkmals: die Bedeutung des kulturellen Erbes der Öffentlichkeit näher zu bringen und ein Interesse an der Tätigkeit und den Aufgaben der Denkmalpflege zu wecken. Das liest sich im ersten Moment sehr unspektakulär, doch der Denkmaltag bietet auf besondere Weise "Geschichte zum Anfassen". Ein gigantisches Projekt an dem sich 49 Länder beteiligen und das bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. Doch zum Gelingen des Tages tragen Institutionen, Städte, Gemeinden, Kreise, Verbände, Vereine, Bürgerinitiativen und private Denkmaleigentümer zu einem großen Teil bei.
Der Tag des offenen Denkmals in Hagen
Die diesjährigen Ausrichter des Denkmaltages in Hagen wurden von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Hagen
ausgewählt. Zum einen ist es die Volkshochschule als Bildungsträger und zum anderen der Hagener Heimatbund als elementarer Bewahrer der Heimatgeschichte. Die Volkshochschule bietet mit der Villa Post eine chice Location für die Eröffnung des Denkmaltages. Die Villa Post ist in sofern historisch zu betrachten, als dass sie ein denkmalgeschütztes Schulgebäude ist. Hier finden abgesehen von der Eröffnungsfeier noch andere spannende Programmpunkte statt.Das Sahnehäubchen ist in Hagen in diesem Jahr die Bustour, geleitet von Reiseführer Michael Eckhoff und Margret Kern von der Unteren Denkmalbehörde. Hier erfahren Sie viele Fakten über Hagens Stadtgeschichte und Denkmäler. Start- und Zielpunkt ist die Villa Post (Wehringhauser Str. 38). Für nur 10 € werden Sie von 12.45 Uhr bis 17.15 Uhr an der spannenden Tour teilnehmen können.
Insgesamt werden in Hagen sechs Gebäude geöffnet. Der Schwerpunkt liegt mit drei offenen Denkmälern an diesem Tag auf Wehringhausen. Spuren des zweiten Weltkrieges sind hier kaum wahrzunehmen, da der Stadtteil nur wenig beschädigt wurde.
Der Tag des offenen Denkmals in Münster
Und auch in Münster wird es am 12. September spannend, denn wie in Hagen auch, können historisch fundamentale Gebäude unter die Lupe genommen werden. Zum Beispiel kann man noch heute den architektonischen Wandel in Zusammenhang mit amerikanischen Konstruktionen wahrnehmen. Hierzu sind der Kiffe-Pavillon und das Iduna-Hochhaus geöffnet. Wem das einfache Betrachten nicht genug ist, der kann eine Radtour entlang des Rings planen und sich Villen, Kirchen und Schulen am Wegesrand ansehen. Spaziergänger können, wie die Menschen vor 400 Jahren den Prozessionsweg in Richtung Telgte einschlagen und auf Entdeckungsreise gehen.
Weitere Angebote des Denkmaltages
Die Radtour de Ruhr kann an diesem Tag in einer großen Gruppe abgefahren werden. Sie startet um 12 Uhr am LWL-Industriemuseum
in der Werkstraße 31 in Hattingen. Die 15 km lange Tour führt dann bis nach Bochum und endet um ca. 17 Uhr. Stationen die angefahren werden sind zum Beispiel die Henrichshütte, der Erbstollen Mathias II oder die Schleuse Stiepel. In Bochum sind beispielsweise die Johanneskirche, die Christuskirche und das Haus Kemnade geöffnet. In der Ruhrgebietsstadt Essen kann man die alte Synagoge, die Villa Vogelsang oder die Domkirche besichtigen. Außerdem können Führungen zu den Grabdenkmälern der ehemaligen Friedhöfe am Kettwiger Tor I und II mitgemacht werden. Am Waltroper Schiffshebewerk ist um 11 Uhr eine Eröffnungsfeier. Eine Stunde später startet eine weitere Radtour. Sie geht ca. 4 Stunden lang und führt vorbei an der Kapelle Leveringhausen, der Burgruine Wilbringen, den Reiterspielen und dem Heimatmuseum. In Dortmund ist beispielsweise das LWL-Industriemuseum der Zeche Zollern und die Kokerei Hansa geöffnet. Auch das Alte Hafenamt ist, aufgrund der Schiffsfahrt zum Schleusenpark Henrichenburg um 14:30 Uhr, einen Besuch wert!(bs), (jk)

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