Nicht weit vom Ruhrgebiet entfernt wartet der Zoo Wuppertal auf seine großen und kleinen Besucher. Viel wurde hier in den letzten Jahren umgestaltet. Heute sind nicht nur die ausgebauten Außenanlagen der Tiger und Löwen im Zoo Wuppertal echte Highlights.
[ruhr-guide] Malerisch an den
Hängen des Wuppertals liegt einer der großen Tiergärten der Region. Der Zoo Wuppertal ist nicht nur ein Besuchermagnet im Bergischen Land, auch aus dem Ruhrgebiet kommen viele Gäste in den traditionsreichen Zoologischen Garten. Und Garten ist auch die treffende Beschreibung für die 24 Hektar große Parkanlage, deren teilweise recht steile Wege durch viel Grün zu den einzelnen Gehegen führen.
Zwergschimpansen-Zwillinge im Zoo Wuppertal!
Zum ersten Mal in einem Zoologischen Garten sind in der Nacht vom 12. auf 13.08.2011 im Zoo Wuppertal lebende Zwillinge bei den Zwergschimpansen, auch Bonobos genannt, zur Welt gekommen. Die Mutter „Eja“ hat beide angenommen und hat bisher für beide auch genügend Milch.Die einzige Zwillingsgeburt bei Bonobos in Zoos hat es am 19.03.1995 im Columbus Zoo, USA, gegeben. Dort kam aber nur eines der zwei männlichen Jungtiere lebend zur Welt. Bei Menschenaffen sind Zwillingsgeburten generell seltener als bei Menschen.
Unser Bononbo- Weibchen „Eja“ das seit 1996 in unserer Gruppe lebt, hatte bisher 4 Jungtiere zur Welt gebracht. Ihr letztes, die 7 ½ jährige „Busira“, lernt jetzt, wie man mit jüngeren Geschwistern umgeht, eine für Menschenaffenkinder wichtige Erfahrung.
Gegründet wurde der Zoo Wuppertal im Jahr 1881. Mit nur 34 Tieren und einem Eintritt von 50 Pfennig öffnete der Zoologische Garten in Elberfeld damals seine Pforten. Aus dieser Zeit stammt auch noch das sehenswerte Gebäude der Zoogaststätte und die Bühne, die der Besucher beim Betreten des Zoos sehen kann.
Über
125 Jahre später ist aus dem kleinen Zoologischen Garten ein ausgewachsener Zoo mit über 5.000 Tieren geworden. Besonders in den letzten Jahren hat sich dabei im Zoo Wuppertal viel verändert. So wurden nach und nach immer mehr Gehege umgebaut oder neu angelegt, so dass inzwischen viele der über 500 Arten artgerechter gehalten werden können. Auch wenn es immer noch einige unzureichende Anlagen gibt – man sieht, es geht voran!
Das größte Löwengehege des Landes
Besonders die Löwen können sich seit dem Frühjahr 2007 über ein riesiges Gehege freuen. Der Außenbereich im Wuppertaler Zoo ist dabei rekordverdächtig üppig ausgefallen: Bei der 1 Hektar großen Anlage handelt es sich um die größte ihrer Art in Deutschland. Um die Tiere besser in der riesigen Graslandschaft beobachten zu können, wurde extra ein malerischer Felsturm angelegt. Die Tierhäuser der Löwen wurden Höhlen nachempfunden und sind mehr als gelungen. Hier stellt sich echtes Afrika-Feeling ein! Und die Löwen fühlen sich anscheinend auch wohl – so gab es Ende 2007 den ersten Nachwuchs bei den langmähnigen Raubkatzen, die beiden Löwenkinder "Aketi" und "Aru".
Nur wenige Schritte von den Löwen entfernt warten mächtige Tiger in ihrem beeindruckenden Tal auf die Besucher – zum Glück hinter großen Glasscheiben, die in künstliche Felsen eingelassen das neue Tigergehege umschließen. Aus verschiedenen Blickwinkeln kann man so die mächtigen Sibirischen Raubkatzen beobachten. Die Anlage ist liebevoll mit Bäumen und Sträuchern gestaltet worden – ein eigener Bachlauf bietet den Tigern die Möglichkeit, ein erfrischendes Bad zu nehmen. Falls Sie einmal in Wuppertal mit dem Rad unterwegs sein sollten, empfehlen wir Ihnen den Samba-Radweg zwischen Elberfeld und Cronenberg: diese spektakuläre Strecke führt direkt an der neuen Anlage für die großen Raubkatzen vorbei!
Von Menschenaffen und verspielten Pinguinen
Ebenso sehenswert ist im Zoo
Wuppertal das Gehege für die Menschenaffen, das im Jahr 2003 eröffnet wurde. Auch hier bietet eine große Außenfläche den Orang-Utans reichlich Platz – für typische Zooverhältnisse – zum Klettern. Eine üppige Bepflanzung mit Bäumen, Bambus und Sträuchern schafft zudem Rückzugsmöglichkeiten. Gleich gegenüber liegt die Anlage für die Elefanten. Auf der großen Freifläche können sich die mächtigen Tiere im Sand suhlen. Dass es ihnen hier gefällt, zeigen auch mehrere Nachzuchten in den letzten Jahren. Zuletzt wurde im Juli 2007 die kleine Elefantendame "Tika" im Wuppertaler Zoo geboren.
Nicht versäumen
sollten Sie bei einem Besuch die Dschungel ähnliche Freiflughalle für Vögel oder das sehenswerte Tapirhaus, in dem früher die Elefanten untergebracht waren. Hier kann man in dem historischen Gebäude durch eine Glasscheibe den Tieren beim Baden zusehen. Großen Spaß bereiten großen und kleinen Besuchern im Zoo Wuppertal auch die Pinguine! So kann man diese überaus neugierigen Gesellen durch mehrere Glasscheiben bei ihren Kunststücken betrachten.
Zahlreiche weitere Tiere wie Kodiakbären und Dromedare oder das Aquarium mit angeschlossenem Terrarium runden das Angebot ab. Täglich kann man den Großkatzen, Pinguinen und Seelöwen bei der Fütterung beiwohnen - aus ausreichender Entfernung versteht sich. Für Kinder und Senioren wird ein spezielles Programm angeboten, auch Abend- und Sonderführungen finden regelmäßig statt. Als Mitglied des Zoo-Vereins oder als Tierpate haben Sie die Möglichkeit, den Zoo Wuppertal auch finanziell zu unterstützen.
Zoo Wuppertal
Hubertusallee 3042117 Wuppertal
Öffnungszeiten
Sommer: 8.30 - 18 UhrWinter: 8.30 - 17 Uhr,
an Sonn- und Feiertagen bei gutem Wetter bis 18.30 Uhr
Eintritt
Erwachsene: 10,- EuroStudenten, Schüler, Auszubildende: 8,- Euro
Kinder (4-16 Jahre): 5,- Euro
Jahreskarten: 40 Euro
Kleingruppe I (1 Erwachsener, bis 3 Kinder): 18,- Euro
Kleingruppe II (2 Erwachsene, bis 3 Kinder): 27,- Euro
Es gibt weitere Ermäßigungen, auch für Schulklassen
(Stand: Januar 2011, Angaben ohne Gewähr)
Anfahrt
PKW: aus dem Ruhrgebiet über die A43, Kreuz Wuppertal-Nord (92) auf A46, Abf. Wuppertal-Varresbeck (32), rechts auf Düsseldorfer Str., links Otto-Hausmann-Ring, rechts Friedrich-Ebert-Str., links Siegfriedstr., rechts Hubertusallee
ÖPNV: von Wuppertal Hbf Buslinie 639 bis Zoo-Haupteingang
(pk)

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