Wer bei dem Wort "Twilight Zone" jetzt an Edward, Bella & Co. denkt, liegt hier leider etwas daneben. Das Lichtkunstfestival, welches vom 3. bis zum 26. September 2010 entlang der Ruhr stattfinden wird, ist ein weiteres Projekt der RUHR.2010. "Twilight Zone" hat nun aber nichts mit der momentan wohl aktuellsten Vampir-Saga der Zeitgeschichte zu tun. Ganz im Gegenteil werden hier altbekannte Orte, wie die Ruine Hardenstein in Witten, ausgewählt und durch innovative Lichtvisionen in Szene gesetzt. Eine völlig neue zwielichtige Atmosphäre entsteht. Zwölf Künstler sorgen mit ihren Bauten und Gebilden für diese außergewöhnlichen Lichtinstallationen am Ufer der Ruhr.
[ruhr-guide] Es mag im ersten Moment vielleicht komisch aussehen, wenn ein riesiger grellgrün-leuchtender
quaderähnlicher Körper an der Hengsteyinsel zu sehen ist, doch ebenso interessant wird es sein, dieses Gebilde selbst zu betreten. Schwankend und unsicher diesen schwimmenden Körper zu begutachten und selbst im grünen Licht zu erstrahlen. Dieses avantgardistische Gebilde wird den Auftakt der "Ruhrlights: Twilight Zone" machen und allen Zuschauern gleichsam einen besonderen Abend voller neuer Eindrücke bescheren, denn die Begehung wird auch zum akustischen Erlebnis. Der grüne Wasserkörper reagiert auf Klänge, Geräusche, Laute und Bewegungen der Besucher und wird so zu einer interaktiven "Disco auf dem Wasser". Die Künstlergruppe Modulorbeat sind die Schöpfer und für die Realisierung verantwortlich.
Was ist "Ruhrlights: Twilight Zone"?
Neben jener Künstlergruppe präsentieren noch elf weitere Lichtbildner ihre Installationen rund um das Gebiet an
der Ruhr. Mit von der Partie sind unter anderem international namenhafte Künstler wie Andreas M. Kaufmann, Tatzu Nishi, Mader Stublić Wiermann oder Yves Netzhammer. Die Idee die bei allen dahinter steht, ist im Grunde eine recht simple. Menschen schaffen sich Orte an denen sie träumen können, sehnsüchtig werden und ein Stück Identität wiederfinden können. Im Ruhrgebiet sind in den letzten Jahren einige solcher Orte entstanden. So gibt es besonders an den Ufern der Ruhr Plätze, an denen sich jeder zurückziehen kann, doch das neue Zeitalter naht und so prallen alte Erinnerungen auf neue Techniken. Das Projekt "Ruhrlights: Twilight Zone" versucht genau dort einzugreifen und eine Verbindung zwischen beiden Polen aufzubauen. Durch die neuartigen Inszenierungen werden Momente intensiver und der Blick gezielter auf kleine Details des Ruhrgebiets gelenkt.
So werden besondere Atmosphären eingefangen und die Orte als Wiederspiegelungsflächen benutzt um den neuen Ideen Raum zu bieten. Denn viele Ruhrgebietsorte befinden sich sozusagen im "Zwielicht der Zeiten": Altes schafft Identität und Erinnerungen, doch Veränderungen stehen bevor.
Ein Projekt zum anfassen und mitmachen
Die "Ruhrlights" wurden im Jahr 2008 in Mülheim an der Ruhr das erste Mal organisiert und feierten einen tollen
Auftakt. Damals noch ohne Hauptaugenmerk bekam das diesjährige Lichtkunstfestival einen Fokus mit dem Thema der "Twilight Zone", der den aktuellen Zustand Ruhrgebiet'schem Kulturguts beschreiben soll. Das so benannte Projekt "Ruhrlights: Twilight Zone" ist für sieben Spielorte geplant, die jeweils versetzt eine Zeit lang die historischen Gebäude und Plätze in neuem Licht erstrahlen lassen. So verläuft die Route währenddessen von Duisburg, Mülheim an der Ruhr über Essen, Hattingen, Bochum, Witten bis hin zu Hagen und Dortmund.
Auftakt verschoben!
Leider muss die Eröffnungsveranstaltung vom 3. September 2010 verschoben werden!!Es stellten sich Verformungen an der eben schon erwähnte grünleuchtende begehbare Skulptur fest, so dass die Sicherheit der Gäste natürlich oberste Priorität hat und das Gebilde vorraussichtlich nächsten Mittwoch an Land seine Einweihung bekommt!
Trotzdem lud das Projekt "Ruhrlights: Twilight Zone" am 4.9. alle Leute der Umgebung nach Essen zum Regataturm ein, sich auf ein kleines sinnliches Abenteuer einzulassen.
Dort wurde das Kunstwerk "Time" von Christoph Hildebrand wie geplant enthüllt und präsentiert.
Der Kubus selbst wird an den jeweiligen Spielorten dennoch an Land begehbar und erlebbar sein.
Weiße-Flotte-Tour zu Mülheimer Ruhrlights
Zu den Mülheimer „Ruhrlights“ während der Local-Heroes- Woche im Kulturhauptstadtjahr 2010 bietet die Weiße Flotte eine zusätzliche Linienfahrt am Sonntag, 19.9., an. Los geht es um 19.00 Uhr ab Wasserbahnhof in Richtung Schleuse Raffelberg.Begleitet wird die Tour von einem sachkundigen Gästeführer der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST).
Auf der Rückfahrt der insgesamt zweistündigen Tour können die Mülheimer „Ruhrlights“ zwischen Eisenbahn- und Schlossbrücke bestaunt werden.
Die Karten kosten 8,00 €, Kinder bis 13 Jahre zahlen 5,00 €.
Die Fahrkarten sind im Vorverkauf in der Touristinfo im MedienHaus, Synagogenplatz 3, Tel.: 02 08 / 960 960 oder direkt am Schiff, soweit noch vorrätig, erhältlich.
Programmübersicht 3.9. bis 26.9.2010:
03. bis 11. September
Hagen / Dortmund, Hengsteyinsel:- Modulorbeat
Ab dem 04. September
Essen, Regattaturm am Baldeneysee:- Christoph Hildebrand
10. bis 17. September
Bochum, Sternwarte:- Yves Netzhammer
10. bis 18. September
Hattingen, Steinwand an der alten Ruhr:- Andreas M. Kaufmann
Ab dem 17. September permanent
Witten, Ruine Hardenstein:- Andreas M. Kaufmann
17. bis 19. September
Mülheim an der Ruhr, Innenstadt entlang der Ruhr:- Siegrun Appelt
- Modulorbeat
- Tatzu Nishi
- Klaus Obermaier
- Mader Stublic Wiermann
- Ute und Arend Zwicker
24. bis 26. September
Duisburg, Innenhafen und Salvatorkirche:- Peter Kogler
- Mader Stublic Wiermann
- Modulorbeat
- Yves Netzhammer
- Klaus Obermaier
- Xavier de Richemont
- Manuel Schroeder (TWINS)
(ak)
Bildquelle: TELEVISOR TROIKA GmbH

Home