Never Never Neverland 2011! Unter der Organisation von Kay Shanghai und seinen vielen fleißigen Helfern erlebten wir auch in diesem Jahr wieder ein gelungenes Fest der Kinderalbereien und guter Musik! Bitte, weiter so – denn Kind sein ist doch das Größte!?
[ruhr-guide] Das war es also. Das zweite Mal "Never Never Neverland" auf dem Gelände des Schloß' Beck in Bottrop. Am 23. Juni
2011. Es war lauter, größer, wärmer und mindestens genauso bunt wie im Oktober letzten Jahres! Wie auch schon beim letzten Mal konnte man ungewöhnlichen Gestalten, bekannten Electrobeats und prominenten Bühnenkünstlern viel Beachtung schenken. Tanzen, Spielen und Trinken waren erlaubt und gern gesehen – besonders Ersteres.
Bunt, bunter, Never Never Neverland
Neben den extra engagierten Showkünstlern, bei denen man sich nie sicher ist, welches Geschlecht sie vermutlich haben, liefen nun zwar keine Zombies, Vampire, Monstergestalten oder andere Halloween-Figuren durch den Park, sondern viel mehr Menschen, die Freude daran hatten sich einfach mal außerhalb von Fasching und Karneval bunter und außergewöhnlicher anzuziehen. So sah man eine Braut, deren 'Brautkleid' zwar mit einer Art Schleppe aber auch einiger Beinfreiheit versehen war, dazu eine blaue Cappy, Turnschuhe und ein pinkes Plastikpony in der Hand. Ebenso fiel ein junger, schlanker Mann auf, der kein Problem zu haben schien seine dunkelblaue Underwear einfach mal über seinem bemusterten ebenfalls blauen Body zu tragen. Fesh kombiniert dazu:
weiße Plateaustiefel bis fast zu den Knien.Auch eine junge Dame in hellblau-pink erweckte die Aufmerksamkeit der Gäste des diesjährigen Neverland Festivals. Dennoch waren die Showkünstler natürlich unübertroffen! Mit faszinierenden Kostümen und Farbkombinationen zogen sie sämtliche Augen auf sich. Auf der Bühne, im Park und auch im Backstage-Bereich ohne Riesenperücke waren sie die eigentlichen Stars des diesjährigen Never Never Neverlands. Doch egal, ob normaler Style oder eben kunterbunter Kleidungsmix, das Never Never Neverland war nicht nur deswegen auch 2011 ein kleines Highlight des Sommers – und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung!
Goldene Regenponchos und Girls in love
Das Wetter wollte zwar nicht immer mitspielen, doch wer lässt sich denn davon unterkriegen?! Die am Eingang verteilten goldenen Regenponchos
sahen in der Masse nicht nur gut aus, sondern waren durchaus sinnvoll. So scheute sich niemand, trotz etwas Regen zwischendurch, dem schützenden Dach des Pavillons zu entfliehen und sich wieder ins Getümmel zu stürzen. Vor den Bühnen war es überwiegend voll. Es wurde besonders bei Andreas Dorau, der mit Songs wie „Girls in love“ oder „So ist das nunmal“ die Zuschauer definitiv auf seiner Seite hatte und die Stimmung zu einem Höhepunkt des Tages brachte, voller und voller. Mit seiner wirklich außergewöhnlichen Stimme entertainte er sein Publikum von Anfang an und man konnte beobachten wie schnell sich die Menge vor der Riesenrad-Bühne allmählich füllte. Die Beine blieben ebenfalls nicht stehen. Ob man wollte oder nicht, mitschwingen war nun Tagesordnung.
Der 'Papa' war auch da!
Auch Sven Väth lieferte zunächst bravourös ab und brachte niemanden zum Stillstand. Eher im Gegenteil wirbelte er die Plattenteller auf gute alte
Art und Weise so, dass die Masse nicht nur ein mal vor Euphorie für den nächsten Track die Arme in die Höhe riss. Allerdings schwachte dies nach einigen Minuten immer wieder ab – aber nur, um für den nächsten bekannten Titel wieder die Vorfreude zu steigern und somit alle vor der Bühne zum Tanzen zu bringen. Ganze drei Stunden stand Papa Väth hinter den Turntables. Immer mit einem Schritt nach hinten, um neue Platten heraus zu kramen. DJ Koze, der zuvor auflegte, lieferte ebenfalls wie gewohnt gut ab und übergab wohl eher ungern an Sven Väth, der schon lange bevor im Hintergrund auf der Bühne zu sehen war. Außergewöhnlich viele Leute waren dieses Jahr auf der Schloß-Bühne selbst. Dort, wo im letzten Jahr außer den Künstlern nur Veranstalter Kay Shanghai und die Showfiguren zu sehen waren, durften wir in diesem Jahr einigen Tanzwilligen mit hübschen weißen Backstage-Bändchen zuschauen, die ganz offensichtlich Spaß hatten.
Zu Gold mischte sich Orange
Einige Sponsoren waren ebenfalls am Start. Man sah Embleme von Heineken, Jägermeister oder Red Bull. Besonders Jägermeister verschönerte
sämtliche Besucher mit ihren knallorangenen Hawaiketten und stylischen Sonnenbrillen, die durch ihren Spiegeleffekt für einige skurrile Erinnerungsfotos gesorgt haben werden. DJ Ante Perry, der abwechslungsweise mal mehr zum eigenen Vergnügen dort war, zog es ebenfalls zu den Leuten in orange. Phil Fuldner hingeben stand lässig mit einem gemütlichen Bier inmitten der Besucher des Never Never Neverlands und genoss seine private Zeit vor dem Auftritt, den er mit DJ Larse zusammen auf der Riesenrad-Bühne bestritt.
Fazit 2011 - Vorfreude auf 2012!
Wenn auch, geständigerweise, nicht ganz so famos wie im letzten Jahr, hatten die kleinen Peter und Petra Pane dennoch auch jetzt wieder einen einmaligen Tag erlebt und konnten ihrer kindlichen Spielfreude hemmungslos nachgeben. Die Fahrgeschäfte standen nicht still. Weder die Marienkäfer-Achterbahn, noch das Mini-Riesenrand oder die Teppiche der großen Wellenrutsche blieben unbenutzt. Natürlich verlief sich das Publikum weitestgehend, so dass lange Anstehen, wie sonst üblich in
Freizeitparks, ausblieb. Worauf auch immer das innere, kindliche Herzchen pochte, konnte sofort befriedigt werden. Wenn auch mit weniger Besuchern als letztes Jahr, was mit Sicherheit am verlängerten Wochenende und der damit verbundenen Reisewelle zusammen hing, war das Never Never Neverland Festival 2011 ein gelungenes Erlebnis für groß und klein! Gerüchten zu folge, wird es dieses einmalige Event in den nächsten fünf Jahren sicher geben! Und schon stellt sich die Frage: Wer wohl das nächste Mal dabei sein wird? Doch, eins ist sicher: es wird gut, es wird laut und bestimmt auch wieder farbenfroh! Wir freuen uns schon jetzt darauf!? Mehr dazu? Gibt es auch auf facebook: ruhr-guide
(anna-lisa konrad)
Fotos: Anna-Lisa Konrad

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