News-Archiv: News vom 13.10.2004 -
Ruhrgebiet (idr). Nachdem die SPD im ersten Wahlgang der Kommunalwahl 2004 die Mehrheit der Ratssitze im Ruhrgebiet erobern konnte, stellen die Sozialdemokraten auch die Mehrheit der Oberbürgermeister und Landräte in der Region. So werden künftig im Vorstand des neuen Regionalverbandes Ruhr (RVR) zwölf SPD-Oberbürgermeister bzw. Landräte und drei CDU-Oberbürgermeister vertreten sein. Dem neuen Entscheidungsgremium im RVR gehören zudem die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, Grünen und FDP an. SPD-Vertreter im RVR-Vorstand sind nach dem Ausgang der Stichwahl: die Landräte Ansgar Müller (Kreis Wesel), Jochen Welt (Kreis Recklinghausen), Michael Makiolla (Kreis Unna) und Arnim Brux (Ennepe-Ruhr-Kreis). Als Oberbürgermeister sind gewählt Klaus Wehling (Oberhausen), Dagmar Mühlenfeld (Mülheim an der Ruhr), Peter Noetzel (Bottrop), Frank Baranowski (Gelsenkirchen), Horst Schiereck (Herne), Ottilie Scholz (Bochum), Gerhard Langemeyer (Dortmund) und Peter Demnitz (Hagen). Die CDU vertreten Adolf Sauerland (Duisburg), Wolfgang Reiniger (Essen) und Thomas Hunsteger-Petermann (Hamm).
In der neuen Verbandsversammlung des RVR gehen nach den voraussichtlichen Endergebnissen in den Räten der Mitgliedskommunen und -kreise 28 Sitze an die SPD, sie wird damit stärkste Fraktion. 25 Sitze erhalten die CDU, neun die Grünen. Zwei Sitze gehen an die FDP, die damit Fraktionsstatus bekommt, einen Sitz erhält die PDS. Die Zusammensetzung der ersten Verbandsversammlung des RVR berücksichtigt zurzeit nur die 65 Direktmandate ohne einen Verhältnisausgleich. Dieser kann erst berechnet werden, wenn die Parteien Reservelisten beim RVR eingereicht haben. Die Frist endet am 18. Oktober. Detaillierte Analysen der Stichwahlen in allen Städten, Gemeinden und Kreisen des Ruhrgebiets stellt der RVR unter www.rvr-online.de als Download zur Verfügung.