Eine Radio-Legende lebt und macht Station im Ruhrgebiet: "Hallo Ü-Wagen" kommt am 03. Juli mit dem Thema "Mamma mia! Was ist eine gute Mutter?" nach Mülheim. Dort wird dann wieder mit Fachleuten und interessierten Bürgern diskutiert.
[ruhr-guide] Legendär ist er, der "Ü-Wagen" des WDR. Viele Jahre gab Carmen Thomas der
Sendung "Hallo Ü-Wagen" ein Gesicht, besser gesagt eine Stimme. Legendär ist auch ihre Sendung über Urin, ein nach ihrer Meinung ganz besonderer Saft. Inzwischen haben Moderatorin und Sendeplatz gewechselt – heute steht Julitta Münch vor dem Ü-Wagen und die Sendung läuft nicht mehr auf WDR 2, sondern auf WDR 5, ihrem Konzept ist die erste Mitmach-Sendung im deutschen Radio aber immer treu geblieben:
Jeden Samstag macht der Ü-Wagen auf einem anderen Marktplatz in NRW Station und bietet den Bürgern ein Forum, jeweils von 11.05 bis 13.00 Uhr auf WDR 5. Gleichberechtigt sprechen Publikum, Gäste und Fachleute über Themen, die Hörerinnen und Hörer vorgeschlagen haben, weil sie ihre Alltagswelt betreffen. Bürgernah, ungefiltert und ohne Effekthascherei können hier alle mitreden, ob über Globalisierung,
Ganztagsschulen oder den "grünen Daumen", über Apfelsaft, Abnehmen oder Politikerdiäten. Und das nun schon seit dreißig Jahren! Und das erstaunlichste dabei: alle werden ernst genommen, keiner belächelt oder verspottet. Mit Wärme, Witz, Intelligenz und Respekt nimmt sich die Moderatorin Julitta Münch der Sorgen der Bürger an.
WDR 5, Samstag, 03. Juli 2010, 11.05 – 13.00 Uhr
WDR 5, Sonntag, 04. Juli 2010, 04:03 – 06:00 Uhr
Mamma mia! Was ist eine gute Mutter?
Live und öffentlich aus 45468 Mülheim an der Ruhr, Schlossstraße / Kurt-Schumacher-Platz 90,6 MHzModeration Julitta Münch
Hoffentlich nicht schief gewickelt, hoffentlich lang und liebevoll gestillt, hoffentlich früh genug gefördert… Von Müttern kleiner Kinder wird hierzulande viel erwartet: Sie sollen ihnen eine sichere, aber entspannte Bindung bieten, ihren Mann pädagogisch umsichtig als Vater einbeziehen, keines der so wichtigen Zeitfenster für die Entwicklung des Kindes verpassen, sie gesund ernähren, viel mit ihnen reden, ihnen vorlesen, sie auf die Schule vorbereiten. Dass die Mütter nebenbei nicht den Anschluss an ihren Beruf verlieren, wird auch erwartet, denn Deutschland braucht Fachkräfte in vielen Bereichen, so wie junge Familien das zweite Einkommen, und sich um die Rente zu kümmern, ist angesichts hoher Scheidungsraten ohnehin angesagt. Das Kind früh in die Krippe zu geben, ist dann zwingend. Doch eigentlich ist Mutter die Beste, und wie sie es auch macht, sie macht es falsch. Wer stellt eigentlich diese Ansprüche an junge Mütter? Fragt Julitta Münch bei Hallo Ü-Wagen in Herford.
(pj)

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