Zwischen Bochum und Recklinghausen übernimmt die U-Bahn 35 an diesem Tag die Brückenfunktion. In einer "konzertierten Aktion" laden acht beteiligte Museen und Institutionen zur freien Fahrt auf ihrer "Kulturschiene U 35". Halt macht die Bahn bei der Kunstsammlung der Ruhr-Uni Bochum, am Bergbau-Museum, am Kunstmuseum Bochum, am Emschertal-Museum Schloss Strünkede Herne samt der Städtischen Galerie, am Archäologie-Museum, an den Flottmannhallen Herne und am Umspannwerk Recklinghausen. Jeder "Haltepunkt" lockt mit besonderen Aktionen und freiem Eintritt - so wartet in den Flottmannhallen Herne "Skotty, der Eismann", Musiker der Wanner Jugendkunstschule holen die Besucher an der Haltestelle ab. Das Archäologische Museum bietet besondere Führungen. Ein Faltblatt, das in allen beteiligten Häusern ausliegt, informiert über alle Aktionen und gilt gleichzeitig als Fahrkarte.
In Essen laden das Museum Folkwang und das Ruhrlandmuseum gemeinsam zum Tag der offenen Tür. Auf dem Programm stehen u.a. Kurzführungen, Workshops und Kindertheater. So können die Besucher z.B. ihr Gedächtnis beim Steine-Memory testen oder mit der ganzen Familie zur Museumsrallye starten. Daneben sind Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs geladen, die ihre Erinnerungen weitergeben.
Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte startet zum Museumstag einen wahren "Führungs-Marathon". U.a. geht es um "Mannsbilder - Weibsbilder" (11 Uhr), "Warum Herr Meier so bieder war - und andere Stilgeschichten" (12 Uhr), auf den Spuren von Sagen und Aberglauben um "Helden, Nymphen, Monster und Alraunen" (13 Uhr) oder auch um die Geschichte des Kaffees (13.30 Uhr). Daneben locken Bastelaktionen. Der Eintritt ist auch hier frei.
Das "Brücken"-Motto setzt das Stadtmuseum Blankenstein in Hattingen am 8. Mai wortgetreu um: Hier müssen Bilder bekannter und weniger bekannter Brücken beim großen Memory-Spiel zugeordnet werden. Direkt vor dem Museum werden in einer Aktion vier Holzbrücken von den Besuchern gestaltet. Daneben gibt es noch Führungen, eine Tombola - und ein Tagesmaskottchen, das die Besucher begleitet.
Das Westfälische Freilichtmuseum Hagen erklärt den 8. Mai zum "Tag der Museumspädagogik". Mit Aktionen und Schnupperangeboten präsentiert das Museum sein Programm.
Bärenjagd, nach steinzeitlicher Methode ein Feuer entfachen und Stockbrot backen stehen am 8. Mai auf dem Programm des Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen in Hagen. Ein besonderes Highlight ist die Höhlenmalerei, dabei können Kinder eiszeitliche Tiere mit selbst hergestellter Farbe auf Schiefertafeln malen.
Die Westfälischen Industriemuseen in Waltrop und Hattingen geben dem Muttertag Vorrang: Mütter werden an diesem Sonntag bevorzugt behandelt. So gelten im Alten Schiffshebewerk Henrichenburg ermäßigte Preise für Mütter, die mit dem Ausflugsschiff "Henrichenburg" fahren oder das Museum besuchen wollen. Die Henrichshütte Hattingen nimmt Frauen mit auf eine Zeitreise durch 150 Jahre Industrie- und Frauengeschichte. Im Anschluss warten Kaffee und Kuchen und die Ausstellung "Jederzeit Kaffeezeit" auf die weiblichen Gäste. Deren "Betreuungsprobleme" sind auch gelöst: Die Väter werden vor dem Fernseher "geparkt", Formel 1 "Großer Preis von Spanien" schauen. Und die Kinder (ab acht Jahre) können in der Schau-Gießerei "malochen".
Im Museum Neukirchen-Vluyn (Kreis Wesel) können die Besucher selbst Hand anlegen: Zwischen 15 und 16 Uhr können sie in der Museumsdrogerie ihre Pillen selbst drehen. Daneben wird im Heimatmuseum stilecht geschmaust: Zwischen 11 und 17 Uhr lockt eine Grafschafter Kaffeetafel mit Rosinenstuten und Rübenkraut.
Das Grafschafter Museum in Moers widmet den Internationalen Museumstag dem Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Mit Lesungen, einer Aktion für Kinder und Führungen durch die neue Ausstellung "Das schwarze Schaf vom Niederrhein. Hanns Dieter Hüsch zum 80. Geburtstag" ehrt die Stadt ihren wohl bekanntesten Sohn. Außerdem erzählt der ehemalige Bürgermeister "Ungeschriebene Geschichten", die so auch aus Hüschs Feder stammen könnten.
In vielen anderen Museen im Ruhrgebiet gibt es besondere Führungen. Alle Aktionen hat der Internationale Museumsrat ICOM, Sektion Deutschland, auf seiner Homepage www.museumstag.de zusammengetragen. ICOM hatte den Internationalen Museumstag 1977 ins Leben gerufen.

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