Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum ist mit 400.000 Besuchern eines der beliebtesten Museen der Republik. Es wurde im Jahr 1930 gegründet und gilt als das bedeutendste Bergbau-Museum der Welt. Ein Anschauungsbergwerk lädt zur Fahrt unter Tage ein.
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[ruhr-guide] Ruhrgebiet
und Bergbau gehören so untrennbar zusammen, wie Currywurst
und Pommes. Zumindest im Reich der Klischees - und die sind unsterblich. Und
in der Tat: Ruhrgebiet ohne Bergbau - wer könnte sich das auch heute,
nach dem die meisten Zechen stillgelegt sind, vorstellen. So stolz die Bewohner
des Ruhrgebiets auf ihre pechschwarzen Wurzeln sind, die wenigsten von ihnen
waren je unter Tage.
Wer das nachholen will oder Besuchern einen wichtigen Teil der Ruhrgebietsgeschichte präsentieren möchte, dem sei das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum empfohlen. Auf gut 12.000 qm vermittelt es einen umfassenden Einblick in den weltweiten Bergbau von der Frühzeit bis heute.
Schätze der Anden – Chiles Kupfer für die Welt
Sonderausstellung vom 8. Mai 2011 bis 19. Februar 2012
Von frühen Hochkulturen bis zu High-Tech-Bergbau - 40 % des
Weltkupferbedarfs liefert Chile. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum präsentiert in der Sonderausstellung einen umfassenden Überblick über die Rohstoffförderung in Chile von vorkolumbischer Zeit bis heute: Schmuck alter Hochkulturen, rituelle Gegenstände, aber auch Mumien werden gezeigt, die in der Wüstenregion des Nordens einzigartig konserviert wurden. Exponate zur Landeskunde, beredte Zeugnisse über die Eroberung der neuen Welt durch die Spanier und Dokumente der historischen Reiseliteratur runden den geschichtlichen Teil der Ausstellung ab.
Im Zentrum der Ausstellung aber steht das moderne Chile. Heute ist der südamerikanische Staat ein hochtechnisiertes Bergbauland. Hier gibt es mit Chuquicamata den weltgrößten Tagebau; in El Teniente den größten Tiefbau der Welt. Modelle der ehemalig blühenden Bergbaustadt Sewell, inzwischen Weltkulturerbe, unterstreichen einmal mehr die wichtige wirtschaftliche Rolle des Kupferbergbaus für Chile und die Welt.
Und last but not least: Als besonderes Highlight können die Besucher die Original-Fénix-Rettungskapsel bestaunen, mit der im vergangenen Jahr 33 verschüttete chilenische Bergleute in einer weltweit Aufsehen erregenden Aktion gerettet werden konnten.
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem staatlichen chilenischen Bergbauunternehmen CODELCO - Corporación Nacional del Cobre de Chile - durchgeführt.
„Cultura Chilena“
Im Rahmen der Sonderausstellung „Schätze der Anden - Chiles Kupfer für die Welt“ bietet das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ein kulturelles Begleitprogramm an.
Weitere Infos finden Sie unter:
http://chile-ausstellung.bergbaumuseum.de
Termine
9. Februar 2012, 19 Uhr: Cine Chileno: Nostalgia de la luz
Ausstellungsraum und Forschungsstätte
Zu sehen sind beeindruckende Bohrmaschinen und Sprengfahrzeuge von der Größe kleinerer Appartements als stumme Zeugen industriegeprägter Geschichte, aber auch zahlreiche Artefakte aus dem kulturellen und sozialen Umfeld des Bergbaus. Das Deutsche Bergbau-Museum ist übrigens nicht nur Ausstellungsraum, sondern auch Forschungsstätte: Forschungsschwerpunkte sind die "Geschichte und Technik des Montanwesens" sowie "Dokumentation, Schutz und Erhaltung von Kulturgut vor allem des Montanwesens".
Ins Herz des Ruhrgebiets
Kernpunkt und
Besuchermagnet des Museums ist sicherlich das originalgetreue Anschauungsbergwerk
im Untergrund des Museumsgeländes. Per Aufzug gelangt man 20 m unter Tage.
Durch zahlreiche Stollen, an diversen Förderbändern, Schaufeln
und gigantischen Bohrmaschinen vorbei, erkundet man hier das unterirdische
Herz des Ruhrgebiets auf einer Strecke von 2,5 Kilometern.
Die Tour ist gerade auch für Familien lohnend, da viele der Maschinen
auf Knopfdruck in Bewegung gebracht werden können - eben Geschichte zum
anfassen.
Nach der Expedition unter Tage geht es
steil nach oben auf das
alte Fördergerüst der Zeche Germania. 1973 wurde das weithin sichtbare
Wahrzeichen des Deutschen
Bergbau-Museums von Dortmund nach Bochum verpflanzt. Von der 60 m hohen
Aussichtsplattform bietet sich ein toller Rundumblick über Bochum. Das
Museumsareal ist so groß wie vielseitig, über 20 verschiedene Hallen
inklusive Bergmännischer Cafeteria warten auf den Besucher. Dort gibt’s
dann auch die Currywurst mit Pommes - womit wir wieder bei den Klischees wären!
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 2844791 Bochum
234 5877-146
info@bergbaumuseum.de
Öffnungszeiten:
Di - Fr: 8.30 - 17.00 Uhr
Sa, So + Feiertage:
10.00 - 17.00 Uhr
Mo geschlossen
Geschlossen am:
24. - 26.12. | 31.12. | 01.01. | 01.05.
Eintrittspreise inkl. Turmfahrt:
Erwachsene: 6,50 €
Jugendliche, Schüler, Studenten, Arbeitslose, Behinderte und Spätbesucher:
3 €
Familienkarte: 14 €
(Stand: Januar 2011, Angaben ohne Gewähr)
Anfahrt:
PKW: A43 Abf. Bochum-Riemke (16) auf B51/Herner Str. Richtg Bochum-Zentrum, links Am Bergbaumuseum
ÖPNV: von Bochum-Hbf U-Bahn U35 bis Haltest. Deutsches Bergbau-Museum
(Johannes Zillhardt)

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