So einen langen und weißen Winter hatten wir lange nicht mehr ...
Vote-Ergebnis
Fantastisch, der Winter kann mir gar nicht lang genug gehen!
66 Stimmen, 15.07%
War ja schön, aber jetzt reicht es dann auch ...
197 Stimmen, 44.98%
Ich hasse Winter! Wann wird es endlich wieder Sommer ...!?
162 Stimmen, 36.99%
438 User insgesamt
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Traditionsvereine
Deutsche Fußballroute
Pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr 2010 wird Nordrhein-Westfalen um eine kulturelle Attraktion reicher. Es wird eine weitere Wegstrecke ausgebaut, auf der es sich um den Fußball in NRW dreht. Ob mit dem Auto oder dem Fahrrad, auf den schönsten Wegen um Rhein und Ruhr können sich Fußball Fans und Kulturinteressierte führen lassen von der Deutschen Fußballroute NRW.
Das Wort fehlt bis heute im Duden, trotzdem wurde es bis in die frühen Neunziger zum Inbegriff des VfL Bochum: "Unabsteigbar". So nannten erst die Fans und später halb Fußball-Deutschland den Verein aus dem Ruhrgebiet, der zwei Jahrzehnte lang ununterbrochen in der 1. Fußball-Bundesliga kickte.
SG Wattenscheid 09: Auf einmal war Bochum Schwarz-Weiß
Anfang der Neunziger war der VfL Bochum plötzlich nicht mehr die Nummer Eins in der Stadt. Der kleine Bruder aus dem Lohrheidestadion, die SG Wattenscheid 09, stahl dem VfL die Show. Während sich Blau-Weiß in der zweiten Bundesliga abmühte, sorgte Schwarz-Weiß in der ersten Liga für eine Überraschung nach der anderen. Eine Erfolgsgeschichte mit System.
Fußball in Gelsenkirchen - da denken die meisten sofort an den FC Schalke 04. Verständlich, schließlich spielt Königsblau schon lange auf hohem Niveau. Doch Schalke war nicht immer die Nummer Eins in der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lief ein anderer Gelsenkirchener Verein den Schalkern für kurze Zeit den Rang ab: der STV Horst-Emscher. Sogar ein späterer Weltmeister trug damals die Farben der "Husaren".
Die Zahl vier spielt für Rot-Weiß Oberhausen eine besondere Rolle. Vier Jahre lang spielte RWO in der Bundesliga, vier Blätter hat das Kleeblatt im Wappen des Vereins. Es scheint dem Klub von Zeit zu Zeit das nötige Glück zu verschaffen. So beim Aufstieg in die deutsche Eliteklasse 1969 durch ein 0:0 gegen den punktgleichen Konkurrenten Freiburger FC. Das bessere Torverhältnis entschied zu Gunsten der Oberhausener.
Der Fußball macht es möglich: Anfang der 60er Jahre wird der Duisburger Stadtteil Meiderich deutschlandweit bekannt. Rudi Gutendorf und Helmut Rahn heißen die Väter des Erfolgs.
Hamborn 07: Einer der vielen Duisburger Traditionsvereine, Sinnbild für das gesamte Revier - und gesegnet mit einer ganz besonderen Beziehung zum Fernsehen.
FC Schalke 04: Meister der Herzen - Meister der Schmerzen
Auf diesen Titel würde der FC Schalke 04 liebend gerne verzichten. "Meister der Herzen" nennen viele Fans den Ruhrgebietsclub seit dem 19. Mai 2001. Damals waren die Schalke vier Minuten lang deutscher Meister - bis sie der FC Bayern München jäh aus allen Meisterschaftsträumen riss: Bayern-Verteidiger Patrik Andersson glich in der Nachspielzeit des 34. Spieltags beim HSV aus. 1:1. Bayern hatte den Knappen kurz vor der Zielgerade die Schale weggeschnappt. Ganz Gelsenkirchen versank in einem Tal der Tränen.
Überraschend holte Schwarz-Weiß Essen, der bürgerliche Traditionsverein, 1959 den DFB-Pokal. Dennoch steht der ETB Schwarz-Weiß Essen seit Ende des Zweiten Weltkrieges im Schatten seines Ortsrivalen Rot-Weiss Essen.
Sportfreunde Katernberg: der typische Zechenverein, die Überraschungsmannschaft der ersten Oberliga-West-Saison und Heimatklub von Helmut Rahn. Doch nach schnellem Aufstieg folgte der tiefe Fall.
Einen klangvollen Namen hat der Sport-Club Westfalia von 1904 Herne noch heute in der deutschen Fußballlandschaft. Das liegt weniger an der Gegenwart, in der die Westfalia im Mittelfeld der Oberliga Westfalen zu finden ist. Der Grund dafür liegt tief in den 1950er Jahren.
Die Spielvereinigung Erkenschwick: erster Tabellenführer der Oberliga West und ein Zechenverein mit ganz besonderer Mentalität. Der Klub hat Oer-Erkenschwick, die Stadt ohne Bahnhof, erst bekannt gemacht.
Zechen und Fußball gehörten im Ruhrgebiet lange Zeit zusammen. Nur in wenigen Vereinen lagen jedoch Fußball und Förderturm so dicht beieinander wie beim Sport-Verein von 1912 Sodingen. Gegründet im Bergbaustädtchen Sodingen, das seit den 20er Jahren zur Stadt Herne gehört, spielte der SVS nach dem Zweiten Weltkrieg neun Jahre lang in der Oberliga West, der damals höchsten Spielklasse.
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